Dossier

Schneesport auf der Piste

Schneesport auf der Piste
Bei Sonnenschein die verschneiten Pisten hinunterfahren: Rund 3,5 Millionen Schweizer Schneesportler zieht es im Winter in die Berge. Jedes Jahr gibt es dabei viele Unfälle. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Sicherheit nicht Schnee von gestern ist.

Verletzungsrisiko seit den 1970ern halbiert

Die gute Nachricht: Studien zeigen, dass sich das Verletzungsrisiko beim Schneesport in der Schweiz seit den 1970er-Jahren fast halbiert hat. Skifahrern und Snowboarderinnen steht heute die bessere Ausrüstung zur Verfügung. Gleichzeitig ist das Sicherheitsniveau auf den präparierten Pisten gestiegen. Eigentlich eine tolle Entwicklung. Nur: Es gibt jedes Jahr nach wie vor tausende Unfälle.  

Einige Unfallzahlen

In absoluten Zahlen heisst das: Beim Skifahren verletzen sich jedes Jahr rund 52 000 in der Schweiz wohnhafte Personen. Dazu kommen 11 000 Unfälle bei den Snowboarderinnen und Snowboardern. Und auch beim Schlitteln passieren viele Unfälle: Rund 6500 Schlittlerinnen und Schlittler verletzen sich pro Jahr.  

63 000

in der Schweiz wohnhafte Skifahrerinnen und Snowboarder verletzen sich jedes Jahr bei einem Unfall.

Über 90 %

der Unfälle sind selbstverschuldet.

Leider nimmt ein Teil dieser Unfälle ein tragisches Ende. Jedes Jahr sterben beim Schneesport auf der Piste durchschnittlich 7 Personen. Doch auch wenn ein Unfall nicht tödlich ist: Unfälle können gravierende Konsequenzen haben und lebenslange Einschränkungen nach sich ziehen.

Die «Verletzungsklassiker»

Wenn sich jemand beim Schneesport auf der Piste verletzt, dann sind die folgenden Körperteile am häufigsten betroffen:

  • Beim Skifahren: Knie
  • Beim Snowboarden: Unterarm/Hand
  • Schultern und Kopf sind bei allen Wintersportarten oft betroffen

Über 90 % der Unfälle auf der Piste sind Selbstunfälle. Die Ursachen sind unterschiedlich. So spielen Ablenkung, Selbstüberschätzung, zu hohe Geschwindigkeit, mangelnde körperliche Fitness oder schlechte Ausrüstung eine Rolle.

Wir sind gefordert

Seit den 1970er-Jahren hat sich in Sachen Sicherheit vieles zum Positiven entwickelt. Um Unfälle zu verhindern, sind wir als Wintersportler gefordert – indem wir uns korrekt verhalten, uns gut auf die Wintersportsaison vorbereiten und uns gut ausrüsten.

Unfälle verhindern – die Ratgeber der BFU

Für Skilehrerinnen, Snowboardlehrer und J+S-Leitende

Snow Safety: Web-App für Sicherheit im Ski- und Snowboardunterricht

Das Thema Sicherheit ist in der Ausbildung unerlässlich. Neben der richtigen Ausrüstung geht es auch darum, anderen genügend Raum zu lassen und die eigenen Grenzen zu kennen. Die Web-App «Snow Safety» der BFU bietet Lernstoff für Ausbilderinnen und Ausbilder wie auch für Teilnehmende: Videos, Übungsideen und ein Quiz für alle, die sich beim Ski- oder Snowboardfahren noch sicherer verhalten möchten.

Merkblatt für die Unfallprävention

Egal ob im Lager, beim Sporttraining oder bei Ausflügen mit Kindern und Jugendlichen: Für die J+S-Leiterinnen und -Leiter stehen bei jeder Aktivität Sicherheitsüberlegungen an. Wer sich an die Grundsätze von J+S und der BFU hält, leistet nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Unfallprävention, sondern kann auch das Risiko vor einer strafrechtlichen Verurteilung oder zivilrechtlichen Haftungsansprüchen in engen Grenzen halten.

Es existieren zahlreiche weitere Merkblätter für die unterschiedlichsten Sportarten. Besuchen Sie die Übersichtsseite.

Für den Pisten- und Rettungsdienst

Seit der Saison 1987/88 erhebt die BFU in Zusammenarbeit mit Seilbahnen Schweiz SBS Daten von Schneesportunfällen. Die jährliche Erhebung der Verletztentransporte im Schneesport ist dabei eine wichtige Datenquelle für das Unfallgeschehen im Schneesport. Sie enthält Informationen zum Unfallort und zu den Umständen des Unfalls.

So gelangt die BFU an Unfalldaten von Personen, die nicht bei einer Unfallversicherung gemeldet sind. Die Anonymität der Seilbahnunternehmen und der verletzten Personen ist dabei sichergestellt. Um diese Daten zu erheben, füllt der Pisten- und Rettungsdienst bei jedem Unfall ein Unfallprotokoll aus. Dadurch weiss die BFU, wie das Unfallgeschehen aussieht und welche Massnahmen ergriffen werden können.

Publikationen

  • Status 2020 – Statistik der Nichtberufsunfälle und des Sicherheitsniveaus in der Schweiz

    Forschung & Statistik, Dokumentation A4, 66 Seiten, 2.384, DOI-Nr. 10.13100/BFU 2.384.01, auch erhältlich auf Französisch, Italienisch, Englisch
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  • Schneesportstudie – Skibindungseinstellung und Handgelenkschutz

    Forschung & Statistik, Report A4, 60 Seiten, 2.379, DOI-Nr. 10.13100/BFU.2.379.01.2020, auch erhältlich auf Französisch, Italienisch, Englisch
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  • Tödliche Sportunfälle 2000-2019 – Erhebung 2020

    Forschung & Statistik, Erhebung A4, 7 Seiten, 2.388, DOI-Nr. 10.13100/BFU.2.388.01.2020
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  • Verletztentransporte im Schneesport 2019-2020

    Forschung & Statistik, Grundlagen A4, 36 Seiten, 2.389, DOI-Nr. 10.13100/BFU.2.389.01.2020, auch erhältlich auf Französisch
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