Ratgeber

Treppen Sicherheit auf Schritt und Tritt

Obwohl manchmal anstrengend, kommen wir dank Treppen doch relativ bequem ins nächste Stockwerk und wieder herunter. Wer bei Planung, Bau und Unterhalt auf einige Punkte achtet, kann das Risiko von Stolperern und Ausrutschern erheblich reduzieren.

Die 5 wichtigsten Tipps

  • Schäden an Treppen sofort beheben
  • Normgerechte Geländer und Handläufe montieren
  • Treppen gut ausleuchten
  • Treppenkanten gut sichtbar machen
  • Rutschfesten Belag verwenden

Treppen sind ein Unfallschwerpunkt in Gebäuden

Jedes Jahr verletzen sich über 50 000 Personen bei einem Sturz auf einer Treppe. Treppen gehören damit zu den «Unfall-Hotspots» in Gebäuden. Ursachen für Stürze auf Treppen sind ungeeignete Trittverhältnisse, rutschige Bodenbeläge, fehlende Handläufe, ungenügende Kontraste oder schlechte Beleuchtung. Auch Geländer, die nicht dem Stand der Technik entsprechen, können ein Grund sein.

Auflagen, Normen und Richtlinien

Um Treppen sicher zu bauen, hat die BFU in ihrer Broschüre «Treppen» alle wichtigen Informationen zusammengefasst.

  • Treppen

    2.007, Fachdokumentation, Broschüre A4, 12 Seiten, auch erhältlich auf Französisch, Italienisch
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Grundsätzlich kommen beim Bau von sicheren Treppen immer zuerst die rechtlichen Vorgaben zum Zug. Was schreiben Bund, Kanton und Gemeinde vor? Beantworten diese Vorschriften die Frage «Wie baue ich Treppen möglichst sicher?» noch nicht, geht es weiter mit den technischen Normen.

Eine Norm für Treppen in Gebäuden des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) gibt es nicht. Für Verkehrswege gilt die Norm des Schweizerischen Verbands der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS). Normen sind für sich allein nicht rechtsverbindlich. Ihre rechtliche Bedeutung hängt von den Regelungen auf Gesetzes- und Verordnungsstufe ab.

Normen für sichere Treppen:

Auch die Normen können die Frage «Wie baue ich Treppen möglichst sicher?» nicht abschliessend beantworten? Dann kommen die Empfehlungen und Richtlinien von Fachorganisationen wie der BFU zum Tragen.

In der Schule

Gerade in Schulhäusern ist es wichtig, dass die Treppenhäuser sicher sind. Beinahe täglich finden die Schülerinnen und Schüler so ihren Weg ins Klassenzimmer. Damit es zu keinen Stürzen aufgrund von rutschigen Stufen, fehlenden Handläufen oder schlechter Beleuchtung kommt, sind bei Schulhaustreppen einige Punkte zu beachten. Achtung: Runterrutschen auf Treppengeländern ist beliebt. Aber auch dagegen gibt es Massnahmen.

Gut vorbereitet

  • Treppen und deren Beleuchtung, Stufenbeläge, Handläufe und Geländer in einwandfreiem Zustand halten
  • Handläufe auf beiden Seiten der Treppe anbringen
  • Stopper anbringen, sodass auf den Handläufen nicht gerutscht werden kann
  • Keine Gegenstände auf Treppen und Podesten abstellen oder lagern
  • Für eine ausreichende Beleuchtung sorgen
  • Stufenvorderkanten kontrastreich markieren
  • Rutschhemmende Stufenbeläge verwenden

Rechtsfragen und Gerichtsentscheide

In erster Linie sind Kantone und Gemeinden dafür verantwortlich, Sicherheitsfragen im Zusammenhang mit Bauten im Baurecht zu regeln. Informationen, worauf es sich sonst zu achten lohnt, finden Sie in den Rechtsfragen und den Bundesgerichtsentscheiden.

Ihr BFU-Kontakt

Beatrix Jeannottat

Beatrix Jeannottat

Beraterin Haus und Produkte

Publikationen

  • Treppen

    2.007, Fachdokumentation, Broschüre A4, 12 Seiten, auch erhältlich auf Französisch, Italienisch
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  • Status 2019 – Statistik der Nichtberufsunfälle und des Sicherheitsniveaus in der Schweiz

    2.360, Forschung & Statistik, STATUS , 64 Seiten, auch erhältlich auf Französisch, Italienisch, Englisch
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