Dossier

Senioren im Strassenverkehr: Unfälle und Prävention

Senioren im Strassenverkehr: Unfälle und Prävention
Die Bevölkerung wird immer älter – und will selbstverständlich auch im Alter mobil bleiben. Leider sind Seniorinnen und Senioren ab 65 im Strassenverkehr besonders unfallgefährdet. Dagegen lässt sich jedoch etwas tun.

Senioren wissen, was «sicher unterwegs sein» bedeutet

Mobilität ist auch im Alter ein wichtiges Thema: kurz zum Einkaufen fahren, Freunde und Verwandte besuchen oder einen Ausflug machen. Senioren ab 65 verhalten sich im Schweizer Strassenverkehr grundsätzlich sehr sicher. Sie fahren selten alkoholisiert, sind weniger häufig nachts unterwegs, schnallen sich im Auto praktisch immer an und fahren kaum zu schnell.

Viele Unfälle zu Fuss und im Auto – und mit dem E-Bike

Trotzdem sind Senioren ab 65 die am meisten gefährdete Altersgruppe im Strassenverkehr. Die Letalität – das Sterberisiko bei einem Unfall – ist bei ihnen besonders hoch. Hochgerechnet auf 10 000 Unfälle, bei denen jemand verletzt wird, sterben durchschnittlich rund 330 Senioren. Zum Vergleich: Bei den 25- bis 44-Jährigen sind es rund 70.

83

Senioren sterben durchschnittlich pro Jahr bei Verkehrsunfällen.

35 %

der Todesopfer sind Fussgängerinnen und Fussgänger.

Am häufigsten von schweren Unfällen betroffen sind Seniorinnen und Senioren, wenn sie zu Fuss unterwegs sind. Pro Jahr verletzen sich so rund 230 Personen schwer oder tödlich. An zweiter Stelle stehen Unfälle mit dem Auto mit rund 220 schweren Personenschäden.

Mit dem E-Bike

verunfallen immer mehr Senioren.

Die Zahl der Unfälle mit E-Bikes steigt bei Senioren rasant. Waren 2011 noch 18 schwer verletzte und getötete Senioren durch E-Bike-Unfälle zu beklagen, waren es 2019 bereits 119.

Gefahr durch Verletzlichkeit und Verlust von kognitiven Fähigkeiten

Menschen werden mit zunehmendem Alter immer verletzlicher. Ein Unfall hat schneller schlimme Folgen als bei jüngeren Personen. Zusätzlich nehmen im Alter die kognitiven Fähigkeiten ab. Es wird schwieriger, Geschwindigkeiten und Distanzen einzuschätzen und das Gehirn braucht länger, um Informationen zu verarbeiten.

Der Verlust der kognitiven Fähigkeiten kann zu einem Unfall führen. So übersieht man vielleicht einen Vortritt oder ist unterwegs abgelenkt und unaufmerksam – die häufigsten Ursachen für Seniorenunfälle im Strassenverkehr.

Im Alter auf Mobilität verzichten?

Sie sollten im Alter auf keinen Fall auf Ihre Mobilität verzichten. Wichtig ist, dass Sie sich der Risiken bewusst sind und versuchen, diese zu reduzieren. Die Ratgeber der BFU helfen dabei.

Unfälle verhindern – die Ratgeber der BFU

Publikationen

  • Sinus 2020 – Sicherheitsniveau und Unfallgeschehen im Strassenverkehr 2019

    2.382, Forschung & Statistik, SINUS A4, 108 Seiten, auch erhältlich auf Französisch, Italienisch
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  • Status 2020 – Statistik der Nichtberufsunfälle und des Sicherheitsniveaus in der Schweiz

    2.384, Forschung & Statistik, STATUS A4, 66 Seiten, auch erhältlich auf Französisch, Italienisch, Englisch
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  • bfu-Sicherheitsdossier Nr. 14 – Sicherheit älterer Verkehrsteilnehmer

    2.271, Forschung & Statistik, Sicherheitsdossier A4, 193 Seiten, auch erhältlich auf Französisch, Italienisch
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  • bfu-Faktenblatt Senioren als Personenwagen-Lenkende

    2.100, Forschung & Statistik, Faktenblatt A4, 15 Seiten
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  • bfu-Faktenblatt Senioren als Fussgänger

    2.099, Forschung & Statistik, Faktenblatt A4, 16 Seiten
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  • bfu-Grundlagen – Selbstbeurteilungsinstrumente für ältere Personenwagen-Lenkende

    2.254, Forschung & Statistik, Grundlagen A4, 34 Seiten
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