Ratgeber

Ablenkung im Strassenverkehr So bleiben Sie fokussiert

Ablenkung und Unaufmerksamkeit sind die häufigsten Unfallursachen im Strassenverkehr. «Hände weg von Handy, Navi und Co.» lautet deshalb die Devise – egal ob am Steuer, zu Fuss oder auf dem Velo.

Die 5 wichtigsten Tipps

  • Multitasking vermeiden – am Steuer, zu Fuss und auf dem Velo
  • Handy in der Tasche lassen – egal, wie man unterwegs ist
  • Verkehr im Blick behalten – das gilt immer
  • Navi im Auto vor der Fahrt programmieren
  • Wenn Sie während der Fahrt etwas Wichtiges erledigen müssen: kurz anhalten

Ablenkung hat viele Gesichter

Unfälle mit jährlich rund 1100 Schwerverletzten und 60 Getöteten sind auf Ablenkung und Unaufmerksamkeit zurückzuführen. Im Alltag kann uns vieles ablenken. Vier Beispiele für Ablenkung im Auto:

  • Das Handy. Handynutzung erhöht das Unfallrisiko um den Faktor 3,6. Telefonieren mit einer Freisprechanlage erhöht das Unfallrisiko übrigens ebenfalls – obwohl es erlaubt ist.
  • Navi, Radio und Co. Das Bedienen elektronischer Geräte erhöht das Unfallrisiko um den Faktor 2,5.
  • Gespräche mit Mitreisenden. Interaktion mit Mitfahrenden erhöht das Unfallrisiko um den Faktor 1,4.
  • Nach Gegenständen greifen. Das Greifen nach Gegenständen – z. B. auf der Rückbank im Auto – erhöht das Unfallrisiko um den Faktor 9,1.

Ablenkung erhöht die Reaktionszeit

Die Reaktionsgeschwindigkeit im Fahrzeug beträgt in der Regel zwei Sekunden. Ist die Fahrerin oder der Fahrer abgelenkt, verlängert sich diese um ein Drittel.

Somit ist natürlich auch der Bremsweg länger: Bei einer Reaktionszeit von drei Sekunden legen Lenkerinnen und Lenker auf der Autobahn 100 Meter zurück, bevor sie überhaupt fähig sind, zu handeln – dies entspricht der Länge eines Fussballfeldes.

Abgelenkt – auch auf dem Velo oder zu Fuss

Velo fahren oder eine Strasse überqueren und gleichzeitig ein SMS lesen, telefonieren oder Musik hören? Das ist nicht zu empfehlen. Sehen und hören sind dann eingeschränkt, wir nehmen die Umgebung weniger wahr.

Zum Beispiel bemerken wir Schilder oder Markierungen nicht. Das Telefonieren und besonders das laute Musikhören führen zudem dazu, dass wir Geräusche, die uns vor Gefahren warnen könnten, nicht mehr hören.

Glücklicherweise haben Unfälle infolge von Ablenkung insgesamt weniger gravierende Konsequenzen als Unfälle wegen anderen Ursachen. Gegenüber dem Gesamtunfallgeschehen fällt die Letalität (Anzahl Getöteter pro 10 000 Personenschäden) bei Unfällen aufgrund von Ablenkung und Unaufmerksamkeit niedriger aus (91 vs. 106). Und dank unseren einfachen Tipps können Sie verhindern, dass es überhaupt erst zu einem Unfall kommt.

  • Kurzanalyse Gefahren durch die Handynutzung im Langsamverkehr

    Forschung & Statistik, Faktenblatt A4, 18 Seiten, 2.289, DOI-Nr. 10.13100/BFU.2.289.01.2017
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Rechtsfragen und Gerichtsentscheide

Ablenkung am Steuer kann je nach Fall eine hohe Busse, Führerausweisentzug oder sogar eine Freiheitsstrafe zur Folge haben.

Gerichtsentscheide

Schnell und praktisch: Tipps für Ihr Unternehmen

Ablenkung und Unaufmerksamkeit ist auch auf Arbeitswegen und Berufsfahrten eine bedeutende Unfallursache. Die praktischen SafetyKits der BFU beinhalten alles, damit Sie sofort und mit wenig Aufwand Nichtberufsunfälle Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verhindern können: Plakat, Flyer, Powerpoint-Präsentation und ein Video.

Ihr BFU-Kontakt

Thomas Kramer

Thomas Kramer

Berater Verkehrsverhalten

Publikationen

  • Kurzanalyse Gefahren durch die Handynutzung im Langsamverkehr

    Forschung & Statistik, Faktenblatt A4, 18 Seiten, 2.289, DOI-Nr. 10.13100/BFU.2.289.01.2017
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  • Unaufmerksamkeit und Ablenkung

    Forschung & Statistik, Faktenblatt A4, 17 Seiten, 2.085
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