Ratgeber

Altersgerecht bauen Hindernisfrei für alle

Über 85 000 Menschen, die älter als 65 sind, verletzen sich jedes Jahr bei einem Sturz. Wer altersgerecht baut oder saniert, kann dem entgegenwirken. Von altersgerechten Bauten profitieren alle Generationen. Die BFU weiss, worauf zu achten ist.

Die 5 wichtigsten Tipps

  • Zugänge zu Gebäuden und allen Räumen schwellenfrei gestalten
  • Bodenbelag im Eingangsbereich darf nicht rutschig sein – auch wenn er nass ist
  • Auf genügend Festhaltemöglichkeiten achten
  • Handläufe in Gängen anbringen
  • Haltegriffe in Dusche und Badewanne montieren

Altersgerecht für alle

Gerade im Alter ist die Gefahr grösser, dass jemand stürzt. Aber natürlich wollen wir auch möglichst lange selbstständig wohnen. Altersgerechtes Bauen ermöglicht dies. Das heisst: möglichst schwellenfrei und sicher.

Davon profitieren alle. Mit dem Kinderwagen fährt es sich leichter durch schwellenlose Durchgänge. Wer den Fuss verstaucht hat, ist froh um Handläufe bei Treppen. Und wer nach einem regnerischen Tag den Fussboden volltropft, will danach nicht gleich ausrutschen.

Drei wichtige Massnahmen:

Wohnen ohne Schwellen

Weder bei Türen, Durchgängen noch sonst irgendwo: Wenn es im Wohnbereich keine Schwellen gibt, sinkt die Gefahr, zu stolpern. Die BFU empfiehlt, Schwellen im Aussen- und Innenbereich nur vorzusehen, wenn sie nicht zu vermeiden sind.

Rutschhemmender Boden

Beim Bodenbelag darauf achten, dass dieser nicht rutschig ist. Auch, wenn er nass ist. Dafür gibt es spezielle, rutschhemmende Bodenbeläge. Aber Achtung: Ein Boden darf auch nicht zu rutschhemmend sein. Wenn die Böden in benachbarten Räumen zu unterschiedlich sind, kann das ein Grund sein, dass Sie stolpern.

Genügend Festhaltemöglichkeiten

Es ist wichtig, dass es in Wohnungen und Gebäuden genügend Festhaltemöglichkeiten gibt. Besonders wichtig:

  • Im Aufzug an den Wänden
  • Bei Treppen an beiden Seiten
  • In Alterswohnungen und Pflegeinstitutionen: Handläufe auch in Gängen
  • Zusätzlich sind Festhaltemöglichkeiten in anderen Räumen sinnvoll, wie z. B. in Bädern oder WCs

Die Fachdokumentation der BFU und nützliche Links

Das ist natürlich noch lange nicht alles. Detaillierte Ausführungen finden Sie in der Publikation «Bauliche Massnahmen zur Sturzprävention in Alters- und Pflegeinstitutionen» der BFU.

  • bfu-Fachdokumentation 2.103 – Bauliche Massnahmen zur Sturzprävention in Alters- und Pflegeinstitutionen

    2.103, Fachdokumentation, Fachdokumentation A4, 108 Seiten, auch erhältlich auf Französisch, Italienisch
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Ihr BFU-Kontakt

Beatrix Jeannottat

Beatrix Jeannottat

Beraterin Haus und Produkte

Publikationen

  • bfu-Fachdokumentation 2.103 – Bauliche Massnahmen zur Sturzprävention in Alters- und Pflegeinstitutionen

    2.103, Fachdokumentation, Fachdokumentation A4, 108 Seiten, auch erhältlich auf Französisch, Italienisch
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  • Wohnraumabklärung zur Sturzprävention in Privathaushalten

    2.250, Fachdokumentation, Broschüre A4, 19 Seiten, auch erhältlich auf Französisch, Italienisch
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  • Checkliste für ein sicheres Zuhause

    3.026, Präventionstipps, Broschüre A5, 12 Seiten, auch erhältlich auf Französisch, Italienisch
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  • Status 2019 – Statistik der Nichtberufsunfälle und des Sicherheitsniveaus in der Schweiz

    2.360, Forschung & Statistik, STATUS , 64 Seiten, auch erhältlich auf Französisch, Italienisch, Englisch
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