Ratgeber

Altersgerecht bauen Hindernisfreie Bauten für alle

Rund 95 000 Personen über 64 Jahre verletzen sich jedes Jahr bei einem Sturz. Sind Gebäude altersgerecht erstellt oder saniert, können Stürze verhindert werden; das kommt allen Generationen zugute. Die Tipps der BFU zeigen Ihnen, worauf zu achten ist.

Die 5 wichtigsten Tipps

  • Zugänge zu den Gebäuden und allen Räumen schwellenfrei gestalten.
  • Schwellenlose Durchgänge bauen, unvermeidbare Absätze und einzelne Stufen markieren.
  • Bodenbelag im Eingangsbereich darf nicht rutschig sein – auch wenn er nass ist.
  • Genügend Festhaltemöglichkeiten anbringen.
  • Haltegriffe in Dusche und Badewanne montieren.

Zugänglich für alle Altersgruppen

Gerade im Alter ist die Sturzgefahr grösser. Aber ältere Menschen wollen natürlich auch so lange wie möglich ihre Selbstständigkeit bewahren. Altersgerechte Bauten ermöglichen dies, indem sie möglichst schwellenfrei und sicher sind.

Von solchen Gebäuden profitieren alle: Mit dem Kinderwagen fährt es sich leichter durch schwellenlose Durchgänge. Wer den Fuss verstaucht hat, ist froh um Handläufe bei Treppen. Und wer nach einem regnerischen Tag den Fussboden volltropft, will danach nicht gleich ausrutschen.

Diese Zugänglichkeit wird durch drei wichtige Massnahmen erreicht:

Wohnungen ohne Schwellen

Stolperfallen wie Schwellen oder Stufen bei Türen, Durchgangsstellen und überall sonst im Wohnbereich sind zu vermeiden. Daher empfiehlt die BFU, im Aussen- wie auch im Innenbereich Schwellen und Stufen nur vorzusehen, wenn sie unvermeidbar sind. Dann sollten sie aber gut sichtbar gemacht werden, z. B. mithilfe einer Markierung. 

Rutschhemmender Boden

Beim Bodenbelag ist darauf zu achten, dass er nicht rutschig ist – auch nicht, wenn er nass ist. Dafür gibt es rutschhemmende Bodenbeläge. Doch Achtung: Ein Boden darf auch nicht zu rutschhemmend sein. Wenn die Böden in benachbarten Räumen zu unterschiedlich sind, kann das ebenfalls das Stolperrisiko erhöhen.

Genügend Festhaltemöglichkeiten

In Wohnungen und Gebäuden sind genügend Festhaltemöglichkeiten anzubringen. Besonders wichtig:

  • Handläufe auf beiden Seiten bei gemeinsam genutzten Treppen
  • Haltegriffe oder Handläufe in Badezimmern und Toiletten
  • Stangen im Lift
  • In Alterswohnungen sowie in Alters- und Pflegeinstitutionen: Handläufe auch in den Gängen

 

Mehr Informationen

Ihr BFU-Kontakt

Roland Grädel

Roland Grädel

Berater Haus und Freizeit

Publikationen

  • Fachdokumentation

    Rechtliches zur Sturzprävention im Hochbau

    Dokumentation A4 | 76 Seiten | 2.034
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  • Fachdokumentation

    Sturzprävention im privaten Wohnraum

    Broschüre A4 | 24 Seiten | 2.250
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  • Forschung & Statistik

    Sicherer Wohnraum – Pilotstudie zur Analyse des Sicherheitsniveaus aus sturzpräventiver Sicht

    Grundlagen A4 | 64 Seiten | 2.368 | DOI-Nr. 10.13100/BFU.2.368.01
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  • Präventionstipps

    Checkliste für ein sicheres Zuhause – Die Sicherheit hält Einzug

    Broschüre A5 | 12 Seiten | 3.026
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  • Fachdokumentation

    Treppen

    Dokumentation A4 | 24 Seiten | 2.007
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  • Fachdokumentation

    Böden

    Dokumentation A4 | 52 Seiten | 2.032
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  • Fachdokumentation

    Geländer und Brüstungen

    Dokumentation A4 | 24 Seiten | 2.003
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  • Fachdokumentation

    Türen und Tore

    Broschüre A4 | 8 Seiten | 2.005
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