Ratgeber

Schwimmbad und Hallenbad Sicher planen, bauen, betreiben

Ob Hallenbad, Schwimmbad, Naturbad oder Badeteich: Wenn es um den Spass im Wasser geht, sind der Kreativität fast keine Grenzen gesetzt. Damit in den Bädern möglichst wenig Unfälle geschehen, sind bei Planung, Bau und Bewirtschaftung einige Punkte zu beachten.

Die 5 wichtigsten Tipps

  • Bei Planschbecken und Kinderzonen gut sichtbare Gebotsschilder anbringen, die auf die Aufsichtspflicht hinweisen
  • Bei Wassertiefen unter 180 cm und überall dort, wo das Hineinspringen riskant ist, Verbotsschilder anbringen
  • Bei Wasserrutschen, Sprunganlagen und anderen Attraktionen eindeutige Regelhinweise montieren
  • Bei Becken gut erkennbare, dauerhaft angebrachte Tiefenmarkierungen anbringen
  • Stufen und Tritte, die ins Wasser führen, rutschfest, mit farblichem Kontrast und mit beidseitigen Handläufen ausstatten

Selbsterklärende und fehlerverzeihende Bäder für mehr Sicherheit

Baden und Schwimmen ist nicht nur ein Sommerthema. Hallenbäder haben auch im Winter Hochsaison. Doch die Aktivitäten im Wasser sind immer auch mit einem gewissen Unfallrisiko verbunden. Pro Jahr verletzen sich knapp 2000 Personen bei Unfällen in öffentlichen Schwimmbädern – z. B. durch Ausrutschen und Stolpern. Ertrinken ist auch eine Gefahr.

Mit selbsterklärenden und fehlerverzeihenden Planung, Bau und Bewirtschaftung lässt sich das Unfallrisiko in Schwimmbad, Hallenbad und Co. auf unterschiedliche Weise reduzieren.

Normen, Regeln und ein Leitfaden für die Sicherheit

Mit der richtigen Planung, dem Bau und Betrieb lässt sich das Unfallrisiko in Schwimmbad, Hallenbad & Co. auf unterschiedliche Weise reduzieren.

Einhalten von allgemeine Normen und Regeln

Tipps für Planung, Bau und Betrieb

  • Wer ein neues Schwimmbad oder Hallenbad plant, tut dies am besten zusammen mit Fachexpertinnen und Fachexperten.
  • Sprunganlagen und Wasserrutschen ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken: Einerseits müssen Absturzsicherungen wie ein geeignetes Geländer vorhanden sein, andererseits muss die Badaufsicht die Anlagen gut überwachen können.
  • Wo nötig sind Markierungen und Warnhinweise anzubringen, z.B. Wassertiefe oder ein Verbot von Kopfsprüngen.

In Ergänzung zur Norm 301 des Bundesamtes für Sport BASPO hat die BFU einen Leitfaden erarbeitet. Dieser behandelt die Sicherheitsaspekte von Bäderanlagen. Egal ob Architekt, Ingenieurin, Baukommission usw. – er richtet sich an alle, die sich mit Bau, Betrieb und Unterhalt von Bäderanlagen befassen.

  • Fachdokumentation

    Bäderanlagen

    Dokumentation A4 | 80 Seiten | 2.019
    Herunterladen PDF

In der Schule

Ertrinken, stolpern, ausrutschen, mit jemandem zusammenprallen, der seitlich ins Becken springt, sich an der Ausstattung verletzen oder ungewollt ins Wasser fallen: Die Unfallursachen in Schwimm- und Hallenbädern von Schulen sind unterschiedlich. All das kann zu Verletzungen führen, z.B. am Kopf oder Rücken. Damit der Schwimm-Unterricht möglichst unfallfrei abläuft, ist bei Bädern einiges zu beachten.

Gut vorbereitet

  • Schwimm- und Hallenbäder mit rutschhemmenden Boden- und Treppenbelägen ausstatten
  • Bodenbeläge von Fachstellen auf Rutschhemmung überprüfen lassen
  • Schwimm- und Nichtschwimmerbereich sowie Sprungbecken klar trennen
  • Treppenstufen und Verglasungen markieren
  • Warnhinweise und Informationen in Form von Piktogrammen anbringen (z.B. Wassertiefe, Seitliches Einspringen nicht gestattet)
  • Erste-Hilfe-Raum mit Beatmungsgerät und Defibrillator ausrüsten

Ihr BFU-Kontakt

Roger Schmid

Roger Schmid

Berater Haus und Freizeit

Publikationen

  • Fachdokumentation

    Bäderanlagen

    Dokumentation A4 | 80 Seiten | 2.019
    Herunterladen PDF
Zum Warenkorb
0