Ratgeber

Schlittschuhlaufen Sicher auf dem Eis

Schlittschuhlaufen als Naturspektakel auf dem See oder in der Halle: Im Winter zieht es viele aufs Eis. Stürze sind quasi vorprogrammiert. Jährlich verunfallen 3600 Menschen beim Eislaufen. Wer einige Tipps befolgt, kann das Unfallrisiko reduzieren.

Die 5 wichtigsten Tipps

  • Ist noch ungewohnt, schützt aber: der Helm. Dazu noch Handschuhe, Knie- und Handgelenkschutz
  • Kufen schleifen lassen, Schuhe fest zuschnüren
  • Für die ganz Kleinen gibt es Rutschhilfen zum Festhalten
  • Partner bei Sturz loslassen
  • Nur freigegebene Eisflächen betreten und Regeln der SLRG beachten

Sturz als häufigster Unfallhergang

Auf einem gefrorenen See oder in einer Eishalle: Mit Kufen auf dem Eis gleitet man fast mühelos dahin. Sei es beim gemütlichen Schlittschuhlaufen oder sportlicher beim Eiskunstlaufen, Eistanz, Eisschnelllauf oder gar Short Track: Technik, Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer sind wichtig.

Unfälle passieren meist durch Stürze und betreffen vor allem Hand, Rumpf und Knie. Prellungen, Schnitt- und Platzwunden, Knochenbrüche und Gehirnerschütterungen sind die Folge. In deutlicher Mehrzahl sind Männer betroffen.

Aufwärmübungen, Helm und die Regeln der SLRG

Bevor man sich auf das Eis wagt, sollte man die Grundtechniken erlernen. Auch Kräftigungsübungen für den Rumpf sowie Stabilisierungsübungen für Fuss, Knie und Hüfte sind wichtig. Den Kopf schützt ein Helm.

Wer Glück hat, kann im Winter auf einem gefrorenen See in der Natur schlittschuhlaufen. In dem Fall sind die Eisregeln der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG zu beachten. Einem sicheren Naturspektakel steht dann nichts mehr im Weg.

In der Schule

Im Winter ist Schlittschuhlaufen bei Schulklassen beliebt. Es verbessert die Beweglichkeit, Ausdauer, koordinativen Fähigkeiten und stärkt die Muskulatur. Aber es ist auch Vorsicht geboten, um Stürze und Zusammenstösse in Gruppen zu verhindern. Ansonsten drohen beim Ausflug auf dem Eis Prellungen, Knochenbrüche und im schlimmsten Fall Kopfverletzungen. Auf Seen ist besondere Vorsicht geboten.

Gut vorbereitet

  • Warme, bequeme Kleidung, feste Handschuhe (Schnittverletzungen!), Helm (Ski-, Fahrrad-, oder Skatehelm) und weitere Protektoren (Knie- und Handgelenkschoner) tragen
  • Schlittschuhe wählen, die gut passen und die Knöchelpartie stützen
  • Aufwärmen und Grundtechniken lernen (insbesondere Brems- und Sturztechnik)
  • Einsteigerinnen und Einsteiger können eine «Rutschhilfe» zum Festhalten benützen
  • Partner oder Partnerin bei einem Sturz loslassen
  • Unterricht gut organisieren: z. B. Anfänger und Könner wenn möglich voneinander trennen
  • Nach Möglichkeit Eisfläche für Schulung reservieren
  • Vorgegebene Laufrichtung einhalten – das verhindert Kollisionen
  • Freie Eisflächen nur betreten, wenn diese von der Behörde freigegeben sind und die weiteren SLRG-Eisregeln beachten

Kantonale Richtlinien und Weisungen

Beachten Sie die kantonalen Bestimmungen und Weisungen zur Umsetzung der Lehrpläne.

Für J+S-Leiterinnen und -Leiter

Wer sich an die Grundsätze von J+S und der BFU hält, leistet nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Unfallprävention, sondern kann auch das Risiko einer strafrechtlichen Verurteilung oder von zivilrechtlichen Haftungsansprüchen in engen Grenzen halten.

Rechtsfragen

Sport bedeutet Freiheit und individuelle Entfaltung. Aber auch Sportlerinnen und Sportler bewegen sich nicht im rechtsfreien Raum.

Ihr BFU-Kontakt

Benedikt Heer

Benedikt Heer

Berater Sport und Bewegung

Publikationen

  • Status 2019 – Statistik der Nichtberufsunfälle und des Sicherheitsniveaus in der Schweiz

    2.360, Forschung & Statistik, STATUS , 64 Seiten, auch erhältlich auf Französisch, Italienisch, Englisch
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