Ratgeber

Verhalten in Tempo-30-Zonen Langsamer, aber sicher

Sichere Strassen für alle sind das Ziel der BFU. Tempo-30-Zonen in Quartieren sowie auf bestimmten Durchgangsstrassen innerorts tragen viel dazu bei. Wer in einer Tempo-30-Zone unterwegs ist, muss aber einige Punkte beachten.

Die 3 wichtigsten Tipps

  • Rechtsvortritt an Kreuzungen beachten – im Auto, auf dem Töff oder mit dem Velo
  • Als Fussgänger die Strasse an übersichtlichen Stellen überqueren
  • Vortritt von Fahrzeugen gegenüber Fussgängern beachten

Mit Tempo 30 gibt es nur Gewinner

Vorteile von Tempo 30:

  • Es gibt weniger Unfälle. Besonders Fussgänger und Velofahrer verunfallen weniger schwer.
  • Für Kinder ist der Schulweg sicherer.
  • Das Überqueren von verkehrsberuhigten Strassen ist für Fussgänger einfacher.
  • Der Verkehr fliesst gleichmässiger.
  • Fahrzeuglenkerinnen und -lenker verlieren kaum Zeit, da Tempo-30-Zonen meist nur wenige hundert Meter lang sind.

Verhalten in Tempo-30-Zonen

In Quartieren:

  • Autos, Motorräder und Velos haben gegenüber Fussgängern Vortritt. Vorsichtig müssen sie trotzdem sein: Sie müssen damit rechnen, dass Fussgänger die Strasse überqueren wollen.
  • In Tempo-30-Zonen gibt es in der Regel keine Fussgängerstreifen. Fussgänger dürfen deshalb die Strasse überall queren – am besten an möglichst übersichtlichen Stellen. Wo Zebrastreifen trotzdem vorhanden sind, müssen Fussgänger diese benützen.
  • Bei Kreuzungen gilt Rechtsvortritt.

Auf Durchgangsstrassen mit Tempo 30 gelten andere Regeln:

  • Bei Kreuzungen oder einmündenden Strassen gilt kein Rechtsvortritt. Der Vortritt bleibt signalisiert.
  • Fussgänger benützen die bestehenden Fussgängerstreifen.

Von «Generell 50» zu Tempo 30

Je grossräumiger Tempo 30 abseits der Hauptachsen in einer Gemeinde gilt, desto besser wird diese Höchstgeschwindigkeit eingehalten. Gilt Tempo 30, passieren weniger und vor allem weniger schwere Unfälle als bei «Generell 50». Deshalb sollte dort, wo besonders viele Fussgänger unterwegs sind, Tempo 30 auch auf Durchgangsstrassen signalisiert werden – beispielsweise in einem Ortskern oder im Altstadtbereich.

Mit dem Wechsel von «Generell 50» in eine korrekt umgesetzte Tempo-30-Zone kann jeder 4. Unfall mit Verletzten vermieden werden.

Rechtsfragen und Gerichtsentscheide

In Tempo-30-Zonen gelten die üblichen Verkehrsregeln. Ein zentraler Aspekt dabei ist natürlich die Geschwindigkeit.

Ihr BFU-Kontakt

Christoph Jöhr

Christoph Jöhr

Berater Verkehrsverhalten

Publikationen

  • Tempo-30-Zonen

    3.003, Präventionstipps, Broschüre A5, 4 Seiten, auch erhältlich auf Französisch, Italienisch
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  • Tempo-30-Zonen

    2.002, Fachdokumentation, Broschüre A4, 12 Seiten
    picture_as_pdf PDF herunterladen PDF
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