Ratgeber

Sportplätze und Freizeitanlagen Sicherer Spass im Freien

Fussball, Leichtathletik oder Bewegung in der Schulpause: Sportplätze und Freizeitanlagen – auch «Freianlagen» genannt – bieten Raum für vielfältige Aktivitäten. Damit alle sicher aktiv sein können, müssen sie sorgfältig geplant, gebaut und unterhalten werden.

Die 5 wichtigsten Tipps

  • In der Planung das spezifische Anforderungsprofil für die Nutzung festlegen
  • Bodenbelag auf Aktivität und Sportart abstimmen
  • Mobile Ballspieltore durch Verankern oder Beschweren gegen Kippen sichern
  • Sicherheitsabstände rund um Spielfelder, Geräte und Laufbahnen einhalten
  • Gitter als «Ballfänger» am Spielfeldrand: sich an Richtwerte halten oder mit Behörde abklären

Anforderungen an Sportplätze und Freizeitanlagen

Idealerweise sind Sportplätze und Freizeitanlagen so gestaltet, dass sie intuitiv und sicher nutzbar für alle sind – unabhängig vom Alter oder der Erfahrung der Nutzenden. Dabei sind die folgenden beiden Prinzipien besonders wichtig:

  • Selbsterklärend: Die Anlage und die verschiedenen Nutzungsbereiche sind klar erkennbar und deutlich voneinander abgegrenzt. Die dafür verwendeten Leitsysteme und Markierungen sind intuitiv verständlich.
  • Fehlerverzeihend: Die Gestaltung der Sportplätze und Freizeitanlagen reduziert die Folgen kleinerer Fehltritte oder Stürze – etwa durch stossdämpfende Bodenbeläge, abgerundete Kanten oder sichere Abstände zwischen den verschiedenen Nutzungsbereichen.

Selbsterklärende und fehlerverzeihende Turnhallen sind nicht nur gut für die Sicherheit, sondern sie erhöhen auch die Alltagstauglichkeit und die allgemeine Akzeptanz der Anlage.

Für möglichst selbsterklärende und fehlerverzeihende Sportplätze und Freizeitanlagen empfiehlt es sich, entsprechende Fachplanerinnen und Fachplaner beizuziehen. Idealerweise bereits bei der Planungsphase einer neuen Anlage – aber auch bei einer Sanierung kann so viel zur Sicherheit beigetragen werden.

Die BFU hat in ihrer Fachdokumentation «Bauliche Sicherheit – Sportanlagen» die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Fachdokumentation

    Bauliche Sicherheit – Sportanlagen

    Dokumentation A4 | 44 Seiten | 2.020
    Herunterladen PDF

Weitere praktische Informationen bietet die Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS).

Wichtige Sicherheitsaspekte

Idealerweise wird bereits bei der Planung festgelegt, wer die Zielgruppe des Sportplatzes oder der Freizeitanlage ist und wofür sie genutzt werden soll – je nachdem ergeben sich daraus unterschiedliche Anforderungen an die Anlage. So gilt es dann, z. B. den Bodenbelag auf die Aktivität und Sportart abzustimmen. Dabei ist insbesondere das Sturz- und Gleitverhalten zu berücksichtigen. Die folgende Bildergalerie gibt einen Überblick:

Ausserdem wichtig:

  • Mobile Ballspieltore gegen Umkippen sichern (verankern oder beschweren)
  • Sicherheitsabstände rund um Spielfelder, Geräte und Laufbahnen einhalten
  • Ballfanggitter in Absprache mit den Behörden anbringen
  • Alle Geräte, Tore und Oberflächen regelmässig kontrollieren und instand halten

Die folgende Bildergalerie illustriert diese und weitere Massnahmen:

In der Schule

In der Pause oder beim Sportunterricht: Plätze für Bewegung, Spiel und Sport sind aus der Schule nicht wegzudenken. Beim Betreiben dieser Plätze muss unterschiedlichsten Sicherheitsaspekten Rechnung getragen werden. Dazu gehören regelmässige Pflege, Kontrolle und Unterhalt. Vermooste Böden, unebener Rasen, schlecht montierte Sport- oder Spielgeräte oder fehlende Schutzvorrichtungen können sonst zu Verletzungen durch Stürze, Misstritte oder fallende Objekte (z. B. umkippende Fussballtore) führen.

Gut vorbereitet

  • Für Allwetterplätze eignen sich Kunststoffbeläge, weil sie gute Dämpfungseigenschaften aufweisen und trittsicher, pflegeleicht und beständig sind.
  • Anlagen regelmässig auf defekte, rutschige und unebene Stellen prüfen und diese umgehend beheben.
  • Anlagen regelmässig durch eine Fachfirma überprüfen lassen.
  • Schutznetze, Ballfänger, Banden usw. anbringen.
  • Nicht mehr verwendete Geräte rückbauen, z. B. Kletterstangen.
  • Mobile Ballspieltore verankern oder beschweren.
  • Nicht benützte Tore zusammenbinden oder an einer fixen Einrichtung, z. B. einem Zaun, festmachen.
  • Montage und Überprüfung der Tore begleiten.
  • Feste und mobile Einrichtungen innerhalb der jeweiligen Anlage mit geeignetem Material abdecken oder entfernen.
  • Pausenaufsicht sicherstellen.
  • Schülerinnen und Schüler auf Gefahren aufmerksam machen.

Rechtsfragen

Welchem Stand der Sicherheitsmassnahmen müssen Bauten entsprechen? Was bedeutet die Werkeigentümerhaftung? Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Rechtsfragen.

Ihr BFU-Kontakt

Roger Schmid

Roger Schmid

Berater Haus und Freizeit

Publikationen

  • Fachdokumentation

    Bauliche Sicherheit – Sportanlagen

    Dokumentation A4 | 44 Seiten | 2.020
    Herunterladen PDF
  • Fachdokumentation

    Gestalten von naturnahen Spiel- und Bewegungsräumen

    Broschüre A4 | 28 Seiten | 2.576
    Herunterladen PDF
  • Fachdokumentation

    Tore sichern – Fixer les buts – Fissare le porte

    Kleber A4 | 1 Seite | 2.039
    Herunterladen PDF
Zum Warenkorb
0