Ratgeber

Freeriden Mehr Sicherheit abseits der Piste

Abseits der Piste lockt der Tiefschnee. Abseits der Piste ist aber auch mehr Vorsicht angebracht: Pro Jahr verunfallen in der Schweiz 9 Freerider tödlich – 5 davon in Lawinen. Wer einige Tipps befolgt, kann das Risiko reduzieren.

Die 5 wichtigsten Tipps

  • Fürs Tiefschneefahren gesicherte, gelb markierte Abfahrten nutzen
  • Sich in Lawinenkunde ausbilden lassen
  • Spätestens ab erheblicher Lawinengefahr (Stufe 3) aufs Freeriden verzichten
  • Wenig Erfahrung? Sich einer lawinenkundigen Leitung anschliessen
  • Handy und Notfallausrüstung einpacken: Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS), Sonde, Schaufel

Tiefschnee fahren auf gesicherten Abfahrten oder freeriden im freien Gelände?

In vielen Schweizer Skigebieten gibt es gelb markierte Abfahrten. Der Pistendienst sichert diese Routen vor Lawinen. Er präpariert sie aber nicht und kontrolliert sie auch nicht. Die gelben Abfahrten eignen sich gut fürs Tiefschneefahren. Sie sind aber vorwiegend für geübte Skifahrerinnen und Snowboarder bestimmt.

Bereits wenige Meter abseits der gesicherten Pisten und Abfahrten beginnt das «freie Gelände». Die Freeriderinnen und Freerider sind hier auf sich gestellt und auf eigene Verantwortung unterwegs. Das heisst auch, dass sie die Absturz- und Lawinengefahr selber beurteilen müssen.

Lawinensicher Tiefschnee fahren oder Lawinenrisiko beim Freeriden reduzieren

Wer «nur» Tiefschnee fahren möchte, bleibt am besten auf den gesicherten, gelb markierten Abfahrten. Diese sind sehr sicher. Allerdings sollte man auch auf diesen Pisten gut Tiefschnee fahren können. In Ski- und Snowboardschulen gibt es Kurse, um die eigene Tiefschnee-Technik zu verbessern.

Wer sich als Freerider abseits der markierten Pisten wagen möchte, sollte einige Punkte beachten:

  • Kenntnisse in Lawinenkunde mitbringen, um sich und andere vor Lawinen zu schützen. Die Kenntnisse erlangt man in einem Kurs und auf whiterisk.ch.
  • Sich über das Wetter sowie die Schnee- und Lawinenverhältnisse informieren. Ab der Lawinen-Gefahrenstufe 3 «erheblich» aufs Freeriden verzichten – oder dann nur in Begleitung einer lawinenkundigen Fachperson.
  • Handy und die Notfallausrüstung einpacken: Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS), Sonde und Schaufel.
  • Abseits der Piste – Mehr Sicherheit beim Tiefschneefahren

    3.028, Präventionstipps, Broschüre A5, 8 Seiten, auch erhältlich auf Französisch, Italienisch
    picture_as_pdf PDF herunterladen PDF

Von anderen lernen

Auf der Plattform alpinesicherheit.ch analysieren die BFU und der Schweizer Alpen-Club (SAC) zusammen mit weiteren Partnern erlebte Risikosituationen. Sie wollen so verhindern, dass dieselben Umstände künftig zu Unfällen führen. Helfen Sie mit. Melden Sie alles, was die Sicherheit gefährdet hat oder hätte gefährden können.

Rechtsfragen und Gerichtsentscheide

Sport bedeutet Freiheit und individuelle Entfaltung. Aber auch Sportlerinnen und Sportler bewegen sich nicht im rechtsfreien Raum.

Gerichtsentscheide

Ihr BFU-Kontakt

Benedikt Heer

Benedikt Heer

Berater Sport und Bewegung

Publikationen

  • Abseits der Piste – Mehr Sicherheit beim Tiefschneefahren

    3.028, Präventionstipps, Broschüre A5, 8 Seiten, auch erhältlich auf Französisch, Italienisch
    picture_as_pdf PDF herunterladen PDF
  • bfu-Grundlagen – Pilotstudie: Befragung von Freeridern in Schweizer Schneesportgebieten

    2.252, Forschung & Statistik, Grundlagen A4, 28 Seiten
    picture_as_pdf PDF herunterladen PDF
  • bfu-Grundlagen – Lawinenunfälle beim Touren- und Variantenfahren

    2.095, Forschung & Statistik, Grundlagen A4, 40 Seiten
    picture_as_pdf PDF herunterladen PDF
  • Status 2019 – Statistik der Nichtberufsunfälle und des Sicherheitsniveaus in der Schweiz

    2.360, Forschung & Statistik, STATUS , 64 Seiten, auch erhältlich auf Französisch, Italienisch, Englisch
    picture_as_pdf PDF herunterladen PDF
shopping_cart
Zum Warenkorb
0