Ratgeber

Trailrunning Berge erleben, Risiken kennen

Trailrunning verbindet Ausdauersport mit Bergerlebnis. Die Runs führen oft über schmale, zum Teil technisch anspruchsvolle Wege wie beispielsweise Bergwege. Wer die Route sorgfältig plant, konzentriert unterwegs ist und passende Ausrüstung mitnimmt, reduziert das Risiko für Stürze und Verletzungen deutlich.

Die 5 wichtigsten Tipps

  • Trailrunning-Route sorgfältig planen
  • Passende Ausrüstung wählen
  • Unterwegs aufmerksam und konzentriert bleiben
  • Vorsicht beim Queren von Schneefeldern in steilen Passagen
  • Lauftraining mit Kraft- und Koordinationsübungen ergänzen

Beim Trailrunning gleicht kein Schritt dem anderen

Beim Trailrunning sind die Wege oft schmal, uneben und mit Hindernissen wie Wurzeln oder Steinen durchsetzt. Das erfordert eine gute Lauftechnik, Trittsicherheit, Konzentration und einen vorausschauenden Blick. 

Besonders für Einsteigerinnen und Einsteiger gilt: Häufigkeit, Dauer und Intensität der Läufe langsam steigern. Ergänzende Kraft- und Koordinationsübungen verbessern Stabilität und Reaktionsfähigkeit – beides wichtige Faktoren, um Stürze zu vermeiden.

In sehr steilem oder exponiertem Gelände ist Gehen sicherer als Laufen. Ein Ausrutscher kann hier schwerwiegende Folgen haben. Auch Schneefelder und vereiste Passagen bergen ein erhöhtes Sturzrisiko und verlangen besondere Vorsicht.

Route sorgfältig planen

Zur Planung gehört, eine Route zu wählen, die zum eigenen Können passt. Schweiz Tourismus und viele Tourismusregionen bieten Trailrunning-Routen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden an, die vor Ort beschildert sind. Die Swisstopo-App zeigt Wanderwege, Wegsperrungen und erlaubt die Offline-Navigation – hilfreich, wenn unterwegs kein Empfang besteht.

Wichtig ist ausserdem:

  • Genügend Pausen einplanen für Essen und Trinken
  • Die Wettervorhersage prüfen
  • Aktuelle Wegverhältnisse (z. B. Schneefelder) abklären

Wenn starker Regen, Schneefall oder Gewitter vorhergesagt sind, auf den Trailrun verzichten. Und: Auch bergab erfordert Trailrunning volle Konzentration und Kraft – darum defensiv planen.

Die richtige Ausrüstung

Beim Trailrunning in den Bergen braucht es zweckmässige Kleidung und funktionale Ausrüstung. Je abgelegener die Route, desto wichtiger ist auch Material für Notfälle.

Grundausrüstung:

  • Trailrunningschuhe mit griffigem Profil 
  • Wetter- und höhenangepasste Kleidung 
  • Trailrunning-Weste oder Laufrucksack mit Trillerpfeife 
  • Aufgeladenes Mobiltelefon mit Notfall-App 
  • Karten oder andere Orientierungsmittel 
  • Sonnenschutz 
  • Rettungsfolie und Notfallapotheke 
  • Getränke und Snacks 
  • Evtl. Trailrunning-Stöcke
  • Stirnlampe (bei Dämmerung und Dunkelheit)

Trailrunning am besten zu zweit oder in der Gruppe

Allein unterwegs zu sein, erhöht das Risiko, bei einem Zwischenfall nicht rechtzeitig Hilfe zu bekommen. Wer dennoch allein aufbricht, informiert eine Vertrauensperson über Start, Route und die geplante Rückkehr. Sicherer ist es, zu zweit oder in einer Gruppe zu laufen. Fachorganisationen bieten geführte Trailruns und Kurse an, in denen Lauftechnik, Kraft- und Koordinationsübungen vermittelt werden.

Nicht jeder Weg eignet sich fürs Trailrunning. Auf offiziellen Wander- und Bergwanderwegen zu bleiben, ist sicherer, denn wegloses Gelände im Gebirge erfordert zusätzliche Ausrüstung wie Steigeisen, Pickel oder Seil.

Für J+S- und esa-Leiterinnen und -Leiter

Wer sich an die Grundsätze der BFU, von J+S und esa hält, leistet einen wertvollen Beitrag zur Unfallprävention.

Ihr BFU-Kontakt

Susanne Baumann

Susanne Baumann

Beraterin Sport und Bewegung

Publikationen

  • Schulungsmaterial

    Unfallprävention im Erwachsenensport

    Fachdokumentation A4 | 28 Seiten | 4.057
    Herunterladen PDF
  • Forschung & Statistik

    Bergwanderstudie – Ein Systemansatz in der Unfallprävention

    Report A4 | 108 Seiten | 2.380 | DOI-Nr. 10.13100/BFU.2.380.01.2020
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