Ratgeber

Sicherer Kampfsport Schutz bei Karate, Boxen & Co.

Körperbeherrschung und mentale Stärke: Kampfsport kennt viele Ausprägungen und hat in der Schweiz eine grosse Fangemeinde. Sogar für Selbstverteidigungssportarten aus Russland, Israel oder Brasilien gibt es Clubs. Verteidigen Sie beim Kampfsport auch Ihre Sicherheit.

Die 5 wichtigsten Tipps

  • Einen Club mit gut ausgebildeten Trainerinnen und Trainern wählen
  • Kampfsportarten vermeiden, bei denen K.-o.-Schläge erlaubt sind
  • Bei einer Probelektion herausfinden, ob der Kampfsport etwas für einen ist
  • Nur trainieren, wenn man sich topfit fühlt
  • Verletzungen ganz ausheilen lassen

Sich sorgfältig in den Sport einführen lassen

Bei einigen Kampfsportarten steht Kraft im Vordergrund, andere fokussieren auf mentale Stärke. Einige Kampfsportarten sind stark auf Wettkämpfe ausgelegt, bei anderen geht es hauptsächlich darum, sich selbst weiterzubringen.

Um herauszufinden, welcher Kampfsport für einen selbst geeignet ist, lohnt es sich, zuerst ein Probetraining bei einem Club zu absolvieren. Wichtig ist, sich sorgfältig in den Sport einführen zu lassen. Bei dieser Gelegenheit kann man sich auch gleich erkundigen, welche Sicherheitsstandards gelten (Fallschutz, Protektoren etc.).

Gesunder Menschenverstand ist gefragt

Grundsätzlich gilt, sich beim Kampfsport nicht zu überfordern. Steigern Sie das Leistungsniveau langsam. Wer krank oder verletzt ist, trainiert nicht. Wichtig: Verletzungen immer komplett ausheilen lassen. Ansonsten kann es leicht wieder schlimmer werden.

Kampfsportarten, bei denen K.-o.-Schläge erlaubt sind, sind nicht zu empfehlen. Neben der Tatsache, dass das schädlich für die Gesundheit ist, gelten solche Sportarten versicherungstechnisch auch als Wagnis. Versicherer können bei einem Unfall Leistungen kürzen oder verweigern.

Für J+S-Leiterinnen und -Leiter

Wer sich an die Grundsätze von J+S und der BFU hält, leistet nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Unfallprävention, sondern kann auch das Risiko einer strafrechtlichen Verurteilung oder von zivilrechtlichen Haftungsansprüchen in engen Grenzen halten.

«Power to win» für den geleiteten Sport

Bei «Power to win» handelt es sich um sportartenübergreifende Trainingsformen, um Sportlerinnen und Sportler kräftiger, schneller, robuster und beweglicher zu machen. Dadurch sinkt das Verletzungsrisiko. Bei «Power to win» gibt es drei Stufen von Übungen, die sich einfach in das reguläre Training einbauen lassen. Die Übungen eignen sich sowohl für den Sportunterricht in Schulen als auch für den Vereinssport. J+S und das Bundesamt für Sport BASPO haben «Power to win» initiiert, die BFU hat die Entwicklung fachlich und finanziell unterstützt. 

Ihr BFU-Kontakt

Susanne Baumann

Susanne Baumann

Beraterin Sport und Bewegung
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