Ratgeber

Notfall in der Schule Verhalten und Ausrüstung

Notfall in der Schule
Nach einem Unfall richtig zu reagieren ist schwierig, insbesondere im schulischen Kontext. Erfahren Sie hier, worauf zu achten ist.

Das Wichtigste für den Notfall

Das Ziel bei einem Notfall: Richtig und rasch reagieren, damit Verletzungen an Personen und Schäden an Einrichtungen so gering wie möglich bleiben. In der Schule ist das gar nicht so einfach. Neben der verunfallten Schülerin oder dem verunfallten Schüler dürfen die anderen Kinder und Jugendlichen nicht vergessen gehen oder in Panik geraten. Deshalb ist wichtig zu wissen, was im Notfall zu tun ist.

Gut vorbereitet

Nothilfekurse

Viele absolvieren den Nothilfekurs. Doch Hand aufs Herz: Wer weiss nach einigen Jahren noch, welche Massnahmen im Notfall richtig sind? Die BFU empfiehlt deshalb, Lehr- und Betreuungspersonen, aber auch Hauswarte zur regelmässigen Auffrischung des Nothilfekurses zu verpflichten. Dabei ist ein Intervall von maximal 5 Jahren sinnvoll.

Der Schweizerische Samariterbund führt Refresher-Kurse durch.

Erste Hilfe

Nebst den Nothilfekompetenzen braucht es eine geeignete Ausrüstung. Dazu gehören:

  • Notfallapotheke: Notfallapotheken müssen jederzeit griffbereit und für die Wundversorgung vollständig ausgerüstet zur Verfügung stehen. Deshalb: Apotheken auffällig gekennzeichnet an zentralen Orten aufbewahren. Jedes Schulhaus braucht mehrere Notfallapotheken: z. B. im Lehrerzimmer, in der Turnhalle, in den Fachräumen für Technisches Gestalten, für Hauswirtschaft und Chemie, aber auch im Aussengeräteraum des Sportplatzes und im Lehrschwimmbad. Im Chemieraum braucht es zusätzliche Einrichtungen und Materialien für Augenverletzungen (z. B. Augen-Sofortspülung oder Augendusche). Bei jeder Aktivität ausserhalb des Schulareals gehört eine kleine Notfallapotheke standardmässig mit zur Ausrüstung jeder Lehrperson.
  • Defibrillator: Bei einem Herzstillstand zählt jede Minute. Es empfiehlt sich deshalb auch für Schulen, Defibrillatoren (AED) anzuschaffen. Die neuen Geräte sind zwar selbsterklärend; die regelmässige Schulung der Mitarbeitenden ist trotzdem wichtig, um bei einem Notfall richtig zu handeln.
  • Telefon/Handy: Das Telefon oder (private) Handy ermöglicht eine sofortige Alarmierung der Rettungskräfte. In der heutigen Zeit gehört das Handy für Lehrpersonen bei jeder Aktivität ausserhalb des Schulhausareals standardmässig dazu.

Notfallnummern

Wie lautet schon wieder die Nummer des Notrufs? Damit im Notfall keine wertvolle Zeit verloren geht: Am besten in jedem Schulraum und auf jeder Notfallapotheke die wichtigsten Nummern gut sichtbar vermerken – z. B. mit der Notfallkarte der BFU.

Notfallkonzepte

Jede Schule benötigt ein Notfallkonzept. Dieses regelt die Abläufe zum Beispiel bei einem Unfall, im Brandfall, bei einem Todesfall oder einem Amoklauf. Das Notfallkonzept ist in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden und Fachstellen zu erstellen.

Kantonale Richtlinien und Weisungen

Beachten Sie die kantonalen Bestimmungen und Weisungen zur Umsetzung der Lehrpläne.

Rechtsfragen

Welche Verantwortung tragen Lehrerinnen und Lehrer während dem Unterricht? Antworten liefern die Rechtsfragen der BFU.

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