Ratgeber

Gifte und Chemikalien Vergiftungen verhindern

Gifte und Chemikalien sind ein fester Teil unseres Alltags – z. B. als Putzmittel, Kosmetikprodukte oder Medikamente. Mit den Tipps der BFU können Sie Vergiftungen und Verätzungen verhindern.

Die 5 wichtigsten Tipps

  • Gifte und Chemikalien ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren
  • Achtung Verwechslungsgefahr: Gifte, Chemikalien und Medikamente in der Originalverpackung lassen
  • Warnaufschriften beachten und Gebrauchsanweisungen befolgen
  • Schutzhandschuhe tragen
  • Verdacht auf Vergiftung? Tox Info Suisse anrufen: Telefon 145

Gifte in Schweizer Haushalten

Gifte und Chemikalien in Schweizer Haushalten sind vielfältig: z. B. als Spülmittel in der Küche, Kosmetik im Badezimmer, als Dünger im Garten oder Lösungsmittel in der Werkstatt. In der Schweiz kommt es pro Jahr zu rund 11 000 Vergiftungen und Verätzungen.

Gifte im Griff

Je weniger Gifte und Chemikalien im Haushalt vorhanden sind, desto geringer ist die Unfallgefahr. Und damit die vorhandenen Putzmittel & Co. möglichst keinen Schaden anrichten, sind die folgenden Tipps sinnvoll:

  • Beim Einkauf Gefahrensymbole und Sicherheitshinweise beachten, giftige durch ungiftige Produkte ersetzen.
  • Kinder dürfen giftige Produkte und Medikamente nicht erreichen. Als Lager eignet sich ein abschliessbarer Schrank, montiert in einer Höhe von mindestens 1,6 m.
  • Gifte, Chemikalien und Medikamente immer in der Originalverpackung aufbewahren – sonst besteht Verwechslungsgefahr.
  • Schutzhandschuhe und beim Umgang mit starken Säuren und Laugen eine Schutzbrille tragen.
  • Bei Dämpfen gut lüften. Und immer nur ein Produkt aufs Mal verwenden, um ungewollte chemische Reaktionen zu vermeiden.
  • Mindestens einmal pro Jahr die abgelaufenen und nicht mehr benötigten Gifte, Chemikalien und Medikamente den Verkaufsstellen zurückbringen.

Erste Hilfe bei Vergiftungen

Zeigt jemand schwere Symptome wie Bewusstlosigkeit, Atem- oder Kreislaufstillstand, sofort die Ambulanz 144 alarmieren. Ansonsten hilft Tox Info Suisse unter 145 weiter. Das sind die wichtigsten Erste-Hilfe-Massnahmen:

Nach Einnahme, wenn der oder die Betroffene wach ist:

  • 1 bis 2 dl Wasser, Tee oder Sirup trinken. Bei ätzenden Substanzen möglichst schnell bis max. 30 Minuten nach Einnahme, bei schäumenden Substanzen nur einen Schluck trinken.

Nach Einatmen:

  • Für frische Luft sorgen. Vorsicht bei geschlossenen Räumen, Silos und Gruben: Die Retterinnen und Retter dürfen sich nicht selbst gefährden.

Nach Hautkontakt:

  • Benetzte Kleider entfernen.
  • Haut unter fliessendem Wasser spülen.
  • Wenn die Haut nicht verätzt ist: gründlich mit Seife und Wasser reinigen.

Nach Augenkontakt:

  • Auge während mindestens 10 Minuten unter fliessendem Wasser spülen.
  • Kopf auf die Seite des verletzten Auges neigen, um das nicht betroffene Auge zu schonen.

Bei Bewusstlosigkeit, Atem- oder Kreislaufstillstand:

  • Fremdkörper aus Mund und Rachen entfernen (Gebiss, Tablettenreste, Erbrochenes).
  • Enge Kleider lockern.
  • Bei Bewusstlosigkeit und normaler Atmung: Seitenlage.
  • Bei Bewusstlosigkeit und fehlender Atmung: Wiederbelebungsmassnahmen einleiten.

Ihr BFU-Kontakt

Cornelia Wüthrich

Cornelia Wüthrich

Beraterin Haus und Produkte

Publikationen

  • Gifte und Chemikalien – Genau geschaut, gut geschützt

    3.011, Präventionstipps, Broschüre A5, 6 Seiten, auch erhältlich auf Französisch, Italienisch
    picture_as_pdf Herunterladen PDF
shopping_cart
Zum Warenkorb
0

Gratuliere, Sicherheit ist dir im Sport wichtig.

Jetzt die wertvollen BFU-Tipps für deine Sportart entdecken.

Gratuliere, Sicherheit ist dir im Sport wichtig.