Trails künftig einfacher planen
«Die Grundlage schafft eine klare und einheitliche Basis für die Planung und Bewertung von MTB-Trails», ist Heer überzeugt. Sie definiert die zentralen Elemente jeder Trail-Art und jeder Schwierigkeitsstufe – von der Wegbreite bis zu Sicherheitsaspekten wie Absturzrisiken. Damit wird die Planung neuer Trails nachvollziehbar, vergleichbar und sicherer.
Meilenstein für die Sicherheit
Die Kantone sind gesetzlich verpflichtet, ein Mountainbikenetz festzulegen und zu planen. Die erarbeitete Grundlage von BFU, SchweizMobil und weiteren Partnern wird nun in die Vollzugshilfe für die Kantone aufgenommen und künftig bei der Planung neuer Trails berücksichtigt. «Das ist ein echter Meilenstein, denn damit wird die Sicherheit bereits bei der Planung eines Trails mitgedacht», sagt Benedikt Heer, unterdessen an der Talstation des Gurtentrails angekommen. Bestehende Trails sollen später ebenfalls klassifiziert und signalisiert werden. Benedikt Heers Fahrt ist zu Ende, seine Arbeit aber noch lange nicht. Er nimmt seinen Helm ab und ergänzt: «Für die BFU geht es nun darum, die Bikerinnen und Biker mit den neuen Schwierigkeitsgraden vertraut zu machen, damit sie künftig noch besser den für sie passenden Trail wählen können.»
Wie ist die Neuerung entstanden?
Hintergrund ist das Veloweggesetz, das seit 2023 in Kraft ist. Das Bundesamt für Strassen ASTRA muss eine Vollzugshilfe für die Kantone zur Verfügung stellen und hat SchweizMobil mit der Erstellung beauftragt. Die BFU hat SchweizMobil beraten und gemeinsam mit Suva, Swiss Cycling, Bergbahnen Schweiz, den Schweizer Wanderwegen, der Fachstelle Mountainbike (SchweizMobil) und diversen Trailbau-Unternehmen wie Allegra, Biketrails Laax, Velosolutions, Flying Metal und VAST ein System zur Klassifizierung geschaffen, welches direkt in diese Vollzugshilfe einfliesst und damit in die Planung neuer Mountainbike-Trails.