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Motorradhelme
Motorradhelme

Nur 2 Prozent der auf den Schweizer Strassen gefahrenen Kilometer werden von Motorradfahrern zurückgelegt – und doch sind 30 Prozent der bei Verkehrsunfällen schwer verunfallten Personen Motorradfahrende. Pro gefahrenen Kilometer haben Motorradfahrende ein 20-mal höheres Risiko, getötet zu werden, als Autoinsassen.

Bei einem Unfall kann ein Schutzhelm oft Schlimmeres verhindern. Schutzhelme für Motorradfahrende müssen nach den Bestimmungen des ECE-Reglements Nr. 22 geprüft sein. Die zurzeit gemäss ECE-Reglement Nr. 22 aktuellste und somit sicherste Wahl ist die Version 22–05. Der Helm muss entsprechend gekennzeichnet sein

Muster für ein Typenprüfzeichen 

 

Für folgende Personen ist das Tragen eines Schutzhelms nach den Bestimmungen des ECE-Reglements Nr. 22 obligatorisch:

  • Lenkende und Mitfahrende von Motorrädern mit oder ohne Seitenwagen
  • Lenkende und Mitfahrende von Leicht-, Klein- und dreirädrigen Motorfahrzeugen 
  • Lenkende und Mitfahrende von Motorfahrrädern (***)
     

Tipps

  • Achten Sie darauf, dass Ihr Helm gemäss ECE-Reglement Nr. 22 geprüft ist. Geben Sie Integralhelmen gegenüber Jet-Helmen den Vorzug, da diese auch Gesicht und Kinn schützen. Besonders empfehlenswert sind Klapphelme. Sie lassen sich bei einem Unfall einfacher abnehmen, wodurch allfällige Halswirbelverletzungen nicht noch verschlimmert werden.
  • Testen Sie den Helm vor dem Kauf, idealerweise auf einer Testfahrt. Der Helm soll gut sitzen und darf nicht drücken. Beim Schütteln des Kopfs darf er nicht wackeln. Das Visier sollte eine gute Qualität aufweisen (nicht beschlagen, gute optische Qualität) und Ihr Sichtfeld möglichst wenig einengen; getönte Visiere sind ungeeignet (Ausnahme bei Sonnenschein).
  • Kaufen Sie einen Helm mit einer auffälligen Farbe und mit lichtreflektierendem Material, um für andere Verkehrsteilnehmende besser sichtbar zu sein.
  • Ziehen Sie vor der Fahrt den Kinnriemen fest an. 
  • Das Alter und die Abnutzung des Helms spielen bei der Schutzwirkung eine Rolle. Ersetzen Sie den Helm deshalb gemäss den Hinweisen des Herstellers (bei fehlenden Angaben nach ca. 5-7 Jahren)oder bei Zweifeln an der Schutzwirkung (z. B. nach einem starken Schlag und/oder bei sichtbaren Beschädigungen wie Rissen oder Dellen). Ersetzen Sie den Helm jedoch unbedingt nach einem Unfall. Auch zerkratzte Visiere sollten Sie austauschen.

 

(***)
Die Regelung, dass Lenkende von Motorfahrrädern («Mofa/Töffli») einen Schutzhelm nach ECE-Reglement Nr. 22 tragen müssen, gilt seit Januar 2016. Bis zum 31. Dezember 2020 besteht eine Übergangsfrist, in der wie früher (vor 2016) ein typengeprüfter Schutzhelm getragen werden darf. Helme, die für andere Zwecke gedacht sind, dürfen nicht verwendet werden (z. B. Baustellenhelme, Militärhelme – ausgenommen spezielle Motorradhelme).

Ausnahmen von diesem Schutzhelm-Obligatorium (ECE-22) für Lenkende von Motorfahrrädern bestehen u. a. für die Lenkenden von «schnellen E-Bikes» (bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit bis 20 km/h und Tretunterstützung über 25 km/h bis maximal 45 km/h). Diese müssen einen nach der Norm EN 1078 geprüften Fahrradhelm tragen. Für Lenkende von «langsamen E-Bikes» (bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit bis 20 km/h und allfällige Tretunterstützung bis max. 25 km/h) besteht keine Helmpflicht. Das Helmtragen ist aber sehr zu empfehlen.

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