Die BFU im Detail

Unfallforschung Den Ursachen auf der Spur

Sie ist die Basis für die Präventionsarbeit und ein wichtiges Aushängeschild der BFU: die Forschung. Denn erst wenn die Unfallursachen bekannt sind und das Präventionspotenzial erwiesen ist, lassen sich wirkungsvolle Sicherheitsmassnahmen ergreifen.

Auf einen Blick

  • Die Forschung erarbeitet die Grundlagen für die Präventionsaktivitäten der BFU.
  • Jedes Jahr erscheinen zahlreiche neue Forschungsberichte, Studien und Erhebungen.
  • Das Forschungswissen ist frei verfügbar – alle Interessierten können darauf zugreifen.

Die Grundfragen der Unfallforschung

Wie stellt die BFU sicher, dass ihre Präventionsaktivitäten am richtigen Punkt ansetzen? Indem ihre Sicherheitsarbeit konsequent auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht. Dafür hat sie eine eigene Forschungsabteilung, die den wesentlichen Fragen auf den Grund geht: Wie viele Unfälle geschehen? Warum ereignen sie sich? Wie lassen sie sich verhindern?

In der Forschung der BFU ist ein interdisziplinäres Team aus Statistikerinnen, Ingenieurwissenschaftlern, Psychologinnen und Bewegungsforschern tätig. Gemeinsam schaffen sie die Grundlagen, welche die anderen Kompetenzbereiche der BFU – Bildung, Beratung und Kommunikation – in wirkungsvolle Präventionsmassnahmen umwandeln.

Evidenzbasiert zu weniger Unfällen

Dies geschieht in erster Linie durch eigene Forschungsprojekte – zum Beispiel testet die BFU neue Fahrradhelme oder untersucht das Unfallrisiko im Bergsport. Die BFU greift aber auch auf vorhandenes Wissen zurück und wertet die weltweit verfügbaren Studien zur Unfallforschung aus.

«Evidenzbasiert» ist dabei ein wichtiges Schlagwort. Damit ist faktenbasiertes Arbeiten gemeint. Statt nur Einzelstudien heranzuziehen, werden aus verschiedenen mehrjährigen Forschungsprojekten übergeordnete Ergebnisse ermittelt.

Umfassende Statistiken zum Unfallgeschehen

Um überhaupt Präventionsprogramme entwickeln zu können, muss die BFU zunächst Erkenntnisse über das Unfallgeschehen haben. Eine ihrer zentralen Aufgaben besteht darin, das Sicherheitsniveau in der Schweiz kontinuierlich zu erheben und zu bewerten. Darüber führt sie nicht nur eigene Unfallstatistiken, sie wertet auch eine Vielzahl anderer Datenquellen aus, zum Beispiel die Strassenverkehrsunfallstatistik des Bundes.

Nachweislich wirkungsvoll

Neben dieser Grundlagenarbeit wirkt die BFU-Forschung auch bei der Umsetzung von Präventionsmassnahmen mit. Wichtig sind zum Beispiel die sogenannten «Pretests», welche die Wirkung bestimmter Präventionsmassnahmen untersuchen, bevor diese in die Praxis kommen: Zum Beispiel stellen sie bei Kampagnen sicher, dass die Bevölkerung die Plakate und Botschaften auch wirklich verstehen. Genauso wichtig ist die Evaluation der umgesetzten Massnahmen. Die Ergebnisse dieser Analysen fliessen wieder in die Planung neuer Aktivitäten ein.

Der Blick nach vorne

Der Blick der Forschung richtet sich nicht nur auf die gegenwärtige Unfallsituation in der Schweiz. Die Forscherinnen und Forschern versuchen auch, schon im Voraus zukünftige Unfallschwerpunkte zu erkennen. Dabei geht es um gesellschaftliche und technologische Entwicklungen – etwa den demografischen Wandel oder selbstfahrende Autos im Strassenverkehr.

Auch in der Forschung arbeitet die BFU mit Bundesämtern, Universitäten, Organisationen und vielen weiteren Partnern zusammen. Gleichzeitig wirkt sie in internationalen Gremien mit. Wichtig zu wissen: Das Forschungswissen der BFU ist frei verfügbar – alle Partner, Fachexperten und Privatpersonen können darauf zugreifen.

Publikationen

  • Status 2019 – Statistik der Nichtberufsunfälle und des Sicherheitsniveaus in der Schweiz

    2.360, Forschung & Statistik, STATUS , 64 Seiten, auch erhältlich auf Französisch, Italienisch, Englisch
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  • Sinus 2019 – Sicherheitsniveau und Unfallgeschehen im Strassenverkehr 2018

    2.362, Forschung & Statistik, SINUS A4, 104 Seiten, auch erhältlich auf Französisch, Italienisch
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  • Sicherheitsbarometer 2019 – Sicherheitsniveau auf Schweizer Strassen

    2.363, Forschung & Statistik, Grundlagen A4, 12 Seiten, auch erhältlich auf Französisch, Italienisch
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Diese und die zahlreichen weiteren wissenschaftlichen Publikationen der BFU finden Sie unter «Publikationen und Material»

Bibliographie: Übersicht der wissenschaftlichen Publikationen der BFU

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