Die BFU im Detail

Bildung Präventionswissen weitergeben

Unfälle sind keine Zufälle. Wer ihre Ursachen kennt und sich an die richtigen Sicherheitsempfehlungen hält, kann das eigene Unfallrisiko senken. Mit einem breiten Bildungsangebot gibt die BFU deshalb ihr Wissen über die Unfallprävention gezielt weiter.

Auf einen Blick

  • Bildungsangebote sind ein wichtiger Baustein in der Unfallprävention der BFU.
  • Sie richten sich vor allem an Personengruppen, die ihrerseits das Gelernte weitergeben
  • Die BFU ist sowohl in der Aus- wie auch in der Weiterbildung aktiv.
  • Neben Schulungen und Kursen kommen viele weitere Bildungsmethoden zum Einsatz.

Multiplikatoren im Fokus

Bildung gehört neben Forschung, Beratung und Kommunikation zu den vier Kernkompetenzen der BFU. Auf den ersten Blick mag dies vielleicht überraschen: Was verbindet Bildung und Unfallprävention? Das interdisziplinäre Bildungsteam der BFU ist darauf spezialisiert, Präventionswissen gut verständlich zu vermitteln und alltagstaugliche Strategien aufzuzeigen, mit denen sich das Unfallrisiko reduzieren lässt.

Mit ihrem Bildungsangebot wendet sich die BFU in der Regel nicht direkt an die breite Bevölkerung – dafür würden die Ressourcen nicht ausreichen. Vielmehr konzentriert sie sich auf Personengruppen, die bei ihren Tätigkeiten das Gelernte weitergeben können. In der Fachwelt werden sie Multiplikatoren genannt.

Vom Abwart bis zum Verkehrsinstruktor

Die zahlreichen Verkehrsinstruktorinnen und -instruktoren zeigen den Kindern in der ganzen Schweiz, wie sie eine Strasse sicher überqueren. Daneben spricht die BFU mit ihrem Bildungsangebot hauptsächlich Lehrerinnen und Lehrer, technische Fachpersonen (z. B. Verkehrsingenieure oder Abwarte), Sportunterrichtende, Fahrlehrer sowie Sicherheitsdelegierte und Sicherheitsverantwortliche in Betrieben an. Der Hauptvorteil dieser Multiplikatoren besteht darin, dass ein grosses Publikum vom Wissen und Know-how der BFU profitieren kann, z. B. durch praktische Unfallverhütungstipps oder eine sichere Infrastruktur.

Ganzheitlicher Bildungsansatz

Die BFU ist sowohl in der Aus- wie auch in der Weiterbildung aktiv. Vereinfacht gesagt ist mit Ausbildung die Erstausbildung gemeint – und mit Weiterbildung alles, was danach kommt. Damit die Multiplikatoren ihre Rolle als Wissensvermittler überhaupt wahrnehmen können, brauchen sie das entsprechende Know-how. Die BFU stellt deshalb eine breite Palette an Bildungsangeboten für sie bereit, zum Beispiel massgeschneiderte Kursmodule.

Bei der Entwicklung der verschiedenen Bildungsangebote ist es wichtig, die jeweilige Vorbildung der Multiplikatoren zu berücksichtigen. Lehrpersonen müssen sich in erster Linie mit den Präventionsinhalten vertraut machen. Die Art und Weise, wie sie die Inhalte an ihre Schüler bringen, liegt ihnen berufsbedingt nahe. Hauswarte dagegen brauchen aufgrund ihrer Ausbildung weniger umfassende Hintergrundinformationen zu technischen Präventionsfragen. Sie profitieren aber ebenfalls von Tipps über die Aufbereitung und Vermittlung von Präventionswissen.

Mit unterschiedlichen Methoden zu weniger Unfällen

Zentrale Elemente innerhalb der Bildung sind Schulungen und Unterricht – auch wenn es daneben noch viele weitere Angebote gibt. Wann immer möglich, versucht die BFU Präventionsinhalte in bereits bestehende Aus- und Weiterbildungsangebote von etablierten Bildungsinstitutionen und Lehrgängen einzubetten.

Ziel aller Schulungen ist ein kompetenzorientierter Unterricht: Die Multiplikatoren sollen die Lerninhalte direkt umsetzen oder weitervermitteln können. Dabei setzen die Bildungsexpertinnen und -experten auf unterschiedliche Methoden: Vom Frontalunterricht und dem dialogischen Lernen über das Instruieren und Lernen durch Vorbilder bis hin zu Lernspielen und Coaching. Dazu entwickelt die BFU spezifische Einsatz- und Kommunikationsmittel. Eine immer grössere Rolle spielen dabei E-Learning und digitale Medien.

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