Unfallprävention leicht gemacht Das Konzept für Ihren Sportverein

Mit einem Präventionskonzept verankern Sportvereine die Unfallprävention in ihrem Alltag. Die kostenlose digitale Vorlage der BFU hilft dabei, mit wenigen Klicks ein individuelles Konzept mit konkreten Massnahmenvorschlägen zu erstellen.
Unfallprävention leicht gemacht

In drei Schritten zum Präventionskonzept

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  • Konzept oder nur die Massnahmen als Word-Datei exportieren

Warum ein Präventionskonzept?

In der Schweiz passieren jedes Jahr rund 110 000 Unfälle im Spielsport. Sportvereine haben ein grosses Interesse daran, ihre Mitglieder vor Unfällen zu schützen. Ein Präventionskonzept hilft dabei, die richtigen Massnahmen für den eigenen Verein zu planen und umzusetzen.

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Nutzen Sie die Vorlage und erstellen Sie Ihr Konzept direkt online. Die Konzeptvorlage dient als Vorschlag: Inhalte können übernommen, ergänzt und an die Bedürfnisse des eigenen Vereins angepasst werden.

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Fussball

  • 1.1 Ein Konzept für weniger Unfälle

    Fussball ist weit mehr als nur ein Spiel. Fussball fördert Teamgeist, Bewegung, Koordination und soziale Kompetenzen. Besonders bei Kindern und Jugendlichen zählt Fussball zu den beliebtesten Sportarten. Er bringt Abwechslung in den Alltag, macht Spass und schafft ein Gemeinschaftsgefühl, das über das Spielfeld hinaus wirkt.

    Doch trotz all seiner positiven Wirkungen birgt der Fussballsport auch Risiken: Verletzungen treten leider häufig auf – vom harmlosen Umknicken bis hin zu schwereren Unfällen mit langen Ausfallzeiten. Im Fussball verletzen sich jährlich rund 80 000 Personen. Die häufigsten Verletzungen betreffen das Fuss- und das Kniegelenk.

    Seit dem Inkrafttreten der revidierten Sportförderungsverordnung vom 1. März 2023 sind Sportvereine verpflichtet, gezielte Massnahmen zur Reduktion von Unfällen umzusetzen; ansonsten droht ihnen in letzter Konsequenz eine Kürzung der Jugend+Sport-Gelder. Umso wichtiger ist ein wirksames Unfallpräventionskonzept, das systematisch auf den verschiedenen Wirkungsebenen eines Sportvereins ansetzt. 

  • 1.2 Inhalte eines Konzepts

    Dieses Konzept enthält Massnahmen, die unser Fussballverein mit gezieltem Aufwand umsetzen kann. Die Massnahmen sind unterteilt in Ansätze für Vorstandsmitglieder, Trainerinnen und Trainer sowie Spielerinnen und Spieler.

  • 2.1 Ansprechperson für Sicherheit

    Wenn klar ist, wer wofür zuständig ist, können sicherheitsrelevante Themen gezielt und wirksam angegangen werden und dadurch Unfälle vermieden werden.

  • 2.2 Ansprechperson für Sicherheit ernennen Massnahme

    Wir als Verein ernennen jeweils zu Beginn der Saison eine Ansprechperson für Sicherheit. Sie wird im Clubcorner mit der Bezeichnung «Verantwortliche/-r Sicherheit und Unfallprävention» eingetragen. Diese Person ist erste Kontaktstelle für sicherheitsrelevante Fragen und unterstützt den Vorstand dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Massnahmen zu ergreifen. Klare Zuständigkeiten helfen, systematisch und wirksam für die Sicherheit aller Mitglieder zu sorgen.

    Unsere Ansprechperson: [Namen einsetzen]

    E-Mail-Adresse: [...]

    Telefonnummer: [...]

  • 2.3 Verankerung ethischer Grundsätze im Leitbild oder in den Statuten

    Ethische Grundsätze wie Fairness, Respekt und Schutz der Persönlichkeit schaffen eine klare Grundlage für ein sicheres und faires Vereinsleben. Wenn diese Werte im Leitbild oder in den Statuten verankert sind, können Entscheidungen im Verein verantwortungsvoll und nachvollziehbar getroffen werden.

    Links: 

  • 2.4 Ethische Grundsätze definieren Massnahme

    Wir als Verein verpflichten uns zur Einhaltung und Förderung ethischer Grundsätze im Sport. Grundlage dafür bilden die neun Prinzipien der Ethik-Charta von Swiss Olympic und dem Bundesamt für Sport (BASPO). Dazu gehören insbesondere:

    • Respekt gegenüber allen Beteiligten
    • Fairness im sportlichen und zwischenmenschlichen Verhalten
    • Schutz der körperlichen und psychischen Integrität aller Mitglieder
    • Gleichbehandlung und Inklusion
    • Verantwortungsvoller Umgang mit Macht und Vertrauen

    Diese Werte gelten für alle Mitglieder, Funktionsträgerinnen und Funktionsträger sowie Trainerinnen und Trainer unseres Vereins. Sie bilden die Basis für unser tägliches Handeln und sind Teil unseres Verständnisses von Sicherheit und Verantwortung im Sport. Zur Umsetzung dieser Grundsätze ...

    ... machen wir die Ethik-Charta sichtbar (z. B. auf unserer Website, in Vereinsräumen oder bei Veranstaltungen),

    ... informieren wir alle Funktionsträgerinnen und Trainer/-innen über die ethischen Prinzipien,

    ... benennen wir eine Ansprechperson für ethische Fragen oder verweisen auf die Kooperations- und Meldestellen von Swiss Olympic (z. B. Swiss Sport Integrity) bzw. auf die Kooperationspartner des SFV.

    Links: 

  • 2.5 Teamsitzungen mit Sicherheitsthemen

    Regelmässige Sitzungen in denen Sicherheit und Unfallprävention thematisiert werden, fördern das Bewusstsein für Risiken im Vereinsalltag. Sie helfen dabei, Verantwortlichkeiten zu klären, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Lösungen zu finden. Durch die kontinuierliche Auseinandersetzung mit sicherheitsrelevanten Themen entsteht eine Kultur der Achtsamkeit – auf und neben dem Platz.

    Die offiziellen Richtlinien des Schweizerischen Fussballverbands SFV zur Unfallprävention im Fussball enthalten zentrale Themenbereiche mit konkreten Handlungsempfehlungen und Hilfsmitteln. Sie unterstützen Vereine dabei, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und gezielt zu minimieren. Ziel ist es, allen Beteiligten eine sichere Umgebung zu bieten.

    Links:

  • 2.6 An Teamsitzungen Sicherheitsthemen besprechen Massnahme

    Wir als Verein führen regelmässig Teamsitzungen durch, in denen Sicherheit und Unfallprävention thematisiert werden. Dabei orientieren wir uns an den offiziellen Richtlinien des SFV, die zentrale Präventionsaspekte mit konkreten Handlungsempfehlungen und Hilfsmitteln enthalten. In den Sitzungen sprechen wir gezielt über Themen wie:

    • Sicheres Verhalten im Training und Spiel
    • Vermeidung typischer Fussballverletzungen
    • Sichere Infrastruktur (z. B. Platzkontrollen, Material)
    • Erste-Hilfe-Massnahmen und Notfallorganisation
    • Respektvoller Umgang und Fairplay

    Ziel ist es, das Bewusstsein für Risiken zu schärfen, Verantwortlichkeiten zu klären und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

  • 3.1 Standardisiertes Aufwärmprogramm

    Ein strukturiertes Aufwärmprogramm ist ein wichtiger Bestandteil der Trainingsgestaltung und trägt wesentlich zur Unfallprävention bei. Es bereitet den Körper gezielt auf die sportliche Belastung vor, verbessert die Bewegungskoordination und reduziert nachweislich das Risiko für Muskel-, Bänder- und Gelenkverletzungen.

    Programme wie «Der Einstieg» oder «Big 4» bieten geprüfte Übungen, die einfach in den Trainingsalltag integriert werden können. Durch die regelmässige Anwendung solcher Programme wird nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern auch die Leistungsfähigkeit langfristig gefördert.

    Links:

  • 3.2 Aufwärmprogramm definieren Massnahme

    In unserem Verein wird nach einem standardisierten Programm aufgewärmt, um die Verletzungsprävention im Trainings- und Spielbetrieb zu stärken. Zu Beginn jeder Trainingseinheit führen unsere Trainerinnen und Trainer ein strukturiertes Aufwärmen durch – beispielsweise nach dem Programm «Der Einstieg».

    Das Programm umfasst koordinative, kräftigende und mobilisierende Übungen, die altersgerecht angepasst werden. Es wird regelmässig durchgeführt und ist fester Bestandteil unseres Trainingskonzepts. Ziel ist es, Muskel-, Bänder- und Gelenkverletzungen zu reduzieren und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Spielerinnen und Spieler zu fördern.

  • 3.3 Altersgerechte Gestaltung von Trainingsinhalten und Belastung

    Kinder und Jugendliche befinden sich in einer wichtigen Entwicklungsphase – körperlich, geistig und emotional. Deshalb ist es entscheidend, dass Trainingsinhalte und Belastungen ihrem Alter und Entwicklungsstand angepasst werden. Ein altersgerechtes Training fördert nicht nur die Freude am Fussball, sondern schützt auch vor Überbelastung und Verletzungen. 

  • 3.4 Trainings altersgerecht gestalten Massnahme

    Wir als Verein gestalten unsere Trainings alters- und entwicklungsgerecht. Für das Training mit Kindern und Jugendlichen sind die Grundlage die Manuals «Fussball für Kinder» und «Fussball für Jugendliche» von SFV und BASPO, die klare Empfehlungen für die Trainingsgestaltung in den verschiedenen Altersstufen geben. Trainerinnen und Trainer finden die Manuals im Clubcorner (Spiel- und Ausbildungsphilosophie => Ausbildungsunterlagen). 

    Unsere Trainerinnen und Trainer achten darauf, dass ...

    • ... die Belastung dem Alter und Entwicklungsstand der Kinder und Jugendlichen entspricht,
    • ... Erholungsphasen eingeplant und Überforderungen vermieden werden,
    • ... soziale und emotionale Aspekte wie Teamgeist, Fairness und Freude am Spiel gefördert werden.

    Die Trainingsinhalte werden regelmässig reflektiert und bei Bedarf angepasst. So schaffen wir ein sicheres, motivierendes Umfeld, in dem sich Kinder und Jugendliche sportlich und persönlich gesund entwickeln können.

  • 3.5 Qualifizierte und kontinuierliche Schulung der Trainingsleitung

    Gut ausgebildete und regelmässig weitergebildete Trainerinnen und Trainer sind entscheidend für eine sichere, altersgerechte und qualitativ hochwertige Trainingsgestaltung. Durch den Einsatz von diplomierten Trainerinnen und Trainern (z. B. J+S, SFV oder gleichwertige Ausbildungen), die regelmässig an Weiterbildungen teilnehmen und offizielle Unterlagen wie das J+S-Merkblatt verwenden, wird sichergestellt, dass Trainings fachgerecht geplant und durchgeführt werden. Dies stärkt nicht nur die sportliche Entwicklung, sondern reduziert auch das Risiko von Überbelastung und Verletzungen. 

    Links:

  • 3.6 Trainerinnen und Trainer qualifizieren Massnahme

    Wir als Verein legen grossen Wert auf eine fachlich kompetente und verantwortungsvolle Trainingsleitung. Deshalb setzen wir auf folgende Standards:

    • Ausbildung: 80 % unserer Teams werden von mindestens einer Trainerin oder einem Trainer betreut, die oder der über eine anerkannte Grundausbildung, z. B. eine J+S-Leiteranerkennung oder eine SFV-Trainerlizenz, verfügt (Quality-Club-Standard). Neue Trainerinnen und Trainer werden aktiv zur Teilnahme an diesen Ausbildungen ermutigt.
    • Weiterbildung: Alle Trainerinnen und Trainer nehmen regelmässig an offiziellen Weiterbildungen teil. So stellen wir sicher, dass das Wissen aktuell bleibt und neue Erkenntnisse in die Trainingsgestaltung einfliessen.
    • Standards und Unterlagen: Wir orientieren uns am offiziellen J+S-Merkblatt und an Unterlagen des SFV (Manuals im Clubcorner), die klare Leitlinien für sichere, altersgerechte und entwicklungsfördernde Trainings bieten. Diese Unterlagen sind für alle Trainerinnen und Trainer zugänglich und werden im Trainerteam regelmässig besprochen.
    • Austausch im Team: Wir fördern den regelmässigen Austausch im Trainerteam, z. B. durch interne Sitzungen oder gemeinsame Besuche von Weiterbildungen. So entsteht ein gemeinsames Verständnis für Qualität, Sicherheit und pädagogisches Handeln im Verein.

    Mit diesen Massnahmen schaffen wir eine verlässliche Grundlage für ein sicheres, motivierendes und kompetentes Fussballtraining für Kinder und Jugendliche.

  • 3.7 «Return to Play»-Protokolle nach Verletzungen

    Die «Return to Play»-Checklisten helfen, Verletzungen zu erkennen und unterstützen die Entscheidung, ob eine Spielerin oder ein Spieler nach einer Verletzung weitermachen kann oder ob ein Abbruch der sportlichen Aktivität angezeigt ist.

    Links:

  • 3.8 Nach Verletzungen «Return to Play»-Checklisten einsetzen Massnahme

    Wir als Verein setzen nach einer Verletzung die «Return to Play»-Checklisten ein, um zu entscheiden, ob eine Spielerin oder ein Spieler wieder auf das Feld zurückkehren darf.

    Unsere Trainerinnen und Trainer achten darauf, dass ...

    • ... verletzte Spielerinnen und Spieler erst nach Freigabe durch einen Arzt oder Physio und bei Juniorinnen und Junioren in enger Absprache mit den Eltern wieder ins Training einsteigen,
    • ... der Wiedereinstieg stufenweise erfolgt – beginnend mit individuellen Übungen, gefolgt von reduziertem Mannschaftstraining und erst danach mit voller Belastung,
    • ... die Belastung an den Heilungsverlauf angepasst wird und keine Überforderung stattfindet,
    • ... die Spielerinnen und Spieler eng begleitet und regelmässig beobachtet werden, um Rückfälle zu vermeiden.
  • 4.1 Kontrolle der Sportanlage

    Eine sichere Sportanlage ist eine zentrale Voraussetzung für unfallfreies Training, Spiel und Vereinsleben. Mängel an der Infrastruktur stellen potenzielle Gefahrenquellen dar, die das Verletzungsrisiko deutlich erhöhen können. 

    Um solchen Risiken vorzubeugen, ist es entscheidend, dass die Sportanlage regelmässig mit dem Anlagenbetreiber kontrolliert wird. Sichtkontrollen helfen dabei, sicherheitsrelevante Mängel frühzeitig zu erkennen und entsprechende Massnahmen einzuleiten. So wird nicht nur die Sicherheit der Spielerinnen und Spieler erhöht, sondern auch ein verantwortungsvoller Umgang mit der Infrastruktur gefördert.

    Links:

  • 4.2 Sportanlage kontrollieren Massnahme

    Wir führen eine regelmässige Kontrolle unserer Sportanlage (gemeinsam mit dem Anlagenbetreiber) durch. Dazu nutzen wir die Checkliste visuelle Kontrolle. Die Kontrolle erfolgt in regelmässigen Abständen – insbesondere vor Spiel- und Trainingsbetrieb – und wir dokumentieren sowohl den Zustand der Infrastruktur als auch allfällige Massnahmen zur Behebung festgestellter Mängel. Mit diesem Vorgehen schaffen wir eine verlässliche Grundlage für einen sicheren Trainings- und Spielbetrieb und übernehmen Verantwortung für die Gesundheit aller Beteiligten.

  • 4.3 Medizinkoffer

    Ein vollständig ausgerüsteter Medizinkoffer ist eine wichtige Voraussetzung für eine rasche Erste Hilfe bei Verletzungen. Damit er im Notfall zuverlässig zur Verfügung steht, muss sein Inhalt regelmässig überprüft und bei Bedarf ergänzt werden. Ebenso wichtig ist, dass alle Beteiligten wissen, wo sich der Koffer befindet.

  • 4.4 Medizinkoffer regelmässig kontrollieren und auffüllen Massnahme

    Unser Medizinkoffer ist vollständig ausgerüstet und steht bei jedem Training und Spiel griffbereit zur Verfügung. Wir stellen sicher, dass alle Trainerinnen und Trainer den Standort des Koffers kennen. 

    Um im Ernstfall schnell und wirksam Erste Hilfe leisten zu können, wird der Koffer regelmässig kontrolliert und bei Bedarf ergänzt. Die Kontrolle erfolgt mindestens einmal pro Quartal sowie nach jedem Einsatz.

    Empfohlene Inhalte des Medizinkoffers für Fussballvereine

    • Kühlung und Schmerzbehandlung:
    • Kühl-/Eisspray oder Kühlpads
    • Arnikasalbe oder Sportsalbe
    • Schmerzgel
    • Wärmesalbe
    • Verbandsmaterial:
    • Elastische Binden (verschiedene Breiten)
    • Mullbinden (6–7 Stück)
    • Sterile Wundauflagen (verschiedene Grössen)
    • Wundpflaster und Wundverbände
    • Dreieckstuch
    • Rettungsdecke (gold/silber)
    • Fixierung und Stabilisierung:
    • Tape-Rollen (Kinesiotape, weisses Textiltape, 2–6 cm breit)
    • Haftbandagen (4–6 cm)
    • Verbandsschere und Tape-Schere
    • Hygiene und Schutz:
    • Einmalhandschuhe (mehrere Paare)
    • Alkoholtupfer
    • Einmalrasierer
    • Desinfektionsmittel
    • Sonstiges:
    • «Return to Play»-Checklisten
    • Plastik-/Papiertüten (z. B. bei Hyperventilation)
    • Schwämme oder Tücher für Kühlung
    • Nasenblut-Stopp-Hilfen (z. B. Gummiringe)
    • Liste mit Notfallnummern
    • Dokumentationsblatt für Erste-Hilfe-Leistungen
  • 4.5 Notfallplan

    Ein gut sichtbarer Notfallplan erleichtert in kritischen Situationen schnelles und gezieltes Eingreifen. Durch die Kombination aus Lageplan, wichtigen Telefonnummern, Defibrillator und klarer Rettungskette wird eine sichere Orientierung und rasche Hilfe ermöglicht. Voraussetzung dafür ist ein aktueller Plan mit klar geregelten Zuständigkeiten.

    Links: 

  • 4.6 Notfallplan aufhängen Massnahme

    Wir als Verein stellen sicher, dass im Notfall rasch und gezielt gehandelt werden kann. Dazu hängen wir an zentralen Orten (z. B. Garderoben, Materialraum, Eingangsbereich) einen gut sichtbaren Notfallplan auf. Der Plan wird vom Vorstand oder vom «Verantwortlichen Sicherheit und Unfallprävention» regelmässig überprüft und bei Änderungen umgehend aktualisiert. 

  • 4.7 Regelung für Witterung

    Witterungsbedingungen wie Gewitter, grosse Hitze oder Glätte können das Unfallrisiko im Trainings- und Spielbetrieb erheblich erhöhen. Eine klare Regelung hilft dabei, gefährliche Situationen frühzeitig zu erkennen und angemessen zu reagieren. So wird sichergestellt, dass der Trainingsbetrieb nur unter sicheren Bedingungen stattfindet und die Gesundheit aller Beteiligten geschützt bleibt.

    Links:

  • 4.8 Regelung für Witterung definieren Massnahme

    Wir als Verein verpflichten uns, bei ungünstigen Witterungsbedingungen verantwortungsvoll zu handeln und die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten. Deshalb führen wir eine verbindliche Regelung ein, die klare Vorgaben für den Trainings- und Spielbetrieb bei Gewitter, grosser Hitze und Glätte enthält. Alle Trainerinnen und Trainer erhalten die Merkblätter.

    Bei Gewitter:

    • Der Trainings- oder Spielbetrieb wird sofort unterbrochen, wenn die 5-Kilometer-Faustregel greift (Sekunden zwischen Blitz und Donner geteilt durch drei ist weniger als 5).
    • Alle Beteiligten begeben sich unverzüglich in geschützte Bereiche wie Garderobengebäude, gedeckte Tribünen aus Beton oder Fahrzeuge mit geschlossener Karosserie.
    • Aufenthalt unter Bäumen, auf offenem Feld oder in Gruppen vermeiden.
    • Der Trainings- oder Spielbetrieb darf erst wieder aufgenommen werden, wenn sich das Gewitter sichtbar verzogen hat und in der Nähe keine Blitzeinschläge mehr wahrnehmbar sind. In der Regel ist mindestens 15 Minuten zu warten.
    • Grundlage: Merkblatt «Fussball bei Gewitter»

    Bei grosser Hitze:

    • Trainings werden wenn möglich in die kühleren Tageszeiten verlegt.
    • Es werden regelmässige Trinkpausen eingeplant (mind. alle 20 Minuten).
    • Die Belastung wird reduziert, z. B. durch kürzere Einheiten, mehr Pausen oder alternative Spielformen.
    • Besonders gefährdete Personen (Kinder, ältere Personen) werden besonders beobachtet.
    • Grundlage: Merkblatt «Fussball bei Hitze»

    Bei Glätte oder Schnee:

    • Kein Training auf vereisten oder stark rutschigen Flächen.
    • Bei Unsicherheit machen die Trainerinnen und Trainer eine Sichtkontrolle vor Ort und sagen das Training bei Vereisung ab.
    • Alternative: Hallentraining oder Theorieeinheiten.
  • 5.1 Korrekter Luftdruck der Bälle

    Ein korrekt aufgepumpter Ball trägt wesentlich zur Sicherheit und Qualität des Trainings- und Spielbetriebs bei. Zu harte oder zu weiche Bälle können das Verletzungsrisiko erhöhen und das Spielverhalten negativ beeinflussen. Eine regelmässige Kontrolle des Luftdrucks sorgt für faire Bedingungen und schützt die Gesundheit der Spielerinnen und Spieler.

  • 5.2 Bälle regelmässig auf korrekten Luftdruck prüfen Massnahme

    Wir als Verein stellen sicher, dass alle Spiel- und Trainingsbälle regelmässig auf den korrekten Luftdruck geprüft und bei Bedarf angepasst werden. Dies trägt nicht nur zur Sicherheit der Spielerinnen und Spieler bei, sondern auch zur Qualität des Spiels.

    Die Verantwortung für die Kontrolle liegt bei den Trainerinnen und Trainern oder den Materialverantwortlichen. Die Überprüfung erfolgt idealerweise vor jedem Spieltag und mindestens einmal pro Trainingswoche mit einer Ballpumpe inklusive Druckmesser.

    • Grösse 5 (420g) C-A und FF17–F21: 0,8–1,0 bar
    • Grösse 4 (360g) für D7/D9 und FF1: 0,6–0,8 bar
    • Grösse 4 (290g-350g) für E und FF11: 0,5–0,7 bar
    • Grösse 4 (290g) für F und FF-9: 0,5–0,7 bar
    • Grösse 3/4 (290g) für G und FF7: 0,5–0,7 bar
  • 5.3 Schienbeinschoner und passende Schuhe

    Die persönliche Schutzausrüstung spielt eine wichtige Rolle in der Verletzungsprävention. Besonders das Tragen von Schienbeinschonern – auch im Training – reduziert das Risiko für schmerzhafte Prellungen oder Knochenverletzungen am Schienbein sowie am Knöchel deutlich. Ebenso wichtig ist die Wahl der passenden Fussballschuhe, abgestimmt auf den jeweiligen Untergrund. 

  • 5.4 Ausrüstung kontrollieren Massnahme

    In unserem Verein tragen alle Spielerinnen und Spieler auch während des Trainings Schienbeinschoner. Ebenso achten wir auf die passende Wahl der Fussballschuhe, abgestimmt auf den jeweiligen Untergrund. Die Trainerinnen und Trainer kontrollieren regelmässig, ob die Schuhe korrekt gewählt sind und geben bei Bedarf Hinweise zur richtigen Ausstattung.

    • Naturrasen (trocken/fest): Nockenschuhe für festen Rasen
    • Naturrasen (weich/nass: Stollenschuhe für besseren Halt (ab C-Junioren)
    • Kunstrasen: Nockenschuhe oder Tausendfüssler
    • Hartplatz: Tausendfüssler
    • Halle: glatte, abriebfeste Sohle
  • 6.1 Fitness und deren Bedeutung

    Eine gute körperliche Verfassung ist ein zentraler Faktor zur Vorbeugung von Verletzungen im Fussball. Spielerinnen und Spieler mit ausreichender Grundlagenausdauer, Kraft und Beweglichkeit sind weniger anfällig für Überbelastungen und können Bewegungen kontrollierter ausführen. 

    Ergänzende Trainingsangebote wie Lauf-, Athletik- oder Krafttrainings leisten hierzu einen wichtigen Beitrag. Ebenso entscheidend ist die bewusste Kommunikation der Bedeutung von Fitness im Vereinsalltag. Wenn Trainerinnen und Trainer sowie Vereinsverantwortliche klare Erwartungen formulieren, wird die Eigenverantwortung der Spielerinnen und Spieler gestärkt und ein gemeinsames Verständnis für Prävention gefördert.

  • 6.2 Fitness trainieren Massnahme

    Wir als Verein kennen die Bedeutung einer guten körperlichen Verfassung für die Verletzungsprävention und Leistungsfähigkeit unserer Spielerinnen und Spieler. Deshalb fördern wir die individuelle Fitness gezielt – sowohl durch ergänzende Trainingsangebote als auch durch klare Kommunikation im Vereinsalltag.

    Umsetzungsmöglichkeiten:

    1. Zusätzliche Trainingseinheiten im Verein: 

    • Einmal pro Woche ein freiwilliges Lauf- oder Athletiktreff (z. B. 30–45 Minuten an trainingsfreien Tagen).

    2. Kooperationen im Ort

    • Zusammenarbeit mit dem örtlichen Turnverein oder Leichtathletikclub für gemeinsame Einheiten oder Techniktrainings.
    • Nutzung von bestehenden Angeboten wie Lauftreffs oder Bewegungsgruppen.

    3. Partnerschaften mit Fitnesscentern

    • Aushandeln eines Promotionsangebots für Vereinsmitglieder (z. B. vergünstigte Monatsabos oder Zehnerkarten).
    • Gegenseitige Werbung als Gegenleistung (z. B. Logo auf Vereinswebsite oder Flyer im Clubhaus).

    4. Selbstverantwortung stärken

    • Spielerinnen und Spieler werden regelmässig über die Bedeutung von Fitness informiert (z. B. durch kurze Inputs im Training oder Aushänge).
    • Trainerinnen und Trainer sprechen individuelle Defizite offen an und geben einfache Trainingsvorschläge für zu Hause.

    5. Digitale Unterstützung

    • Empfehlung kostenloser Fitness-Apps oder YouTube-Kanäle mit fussballspezifischen Übungen.
    • Teilen von kurzen Trainingsvideos über Vereinskanäle oder Gruppenchats.
  • 6.3 Fairplay

    Ein respektvoller Umgang auf und neben dem Platz ist eine wichtige Grundlage für ein sicheres und positives Sportumfeld. Klare Verhaltensregeln, die Fairplay, gegenseitige Rücksichtnahme und den respektvollen Umgang mit Mitspielenden, Gegnerinnen und Schiedsrichtern fördern, helfen dabei, Konflikte und Eskalationen zu vermeiden. 

    Ebenso wichtig ist die Förderung der Selbstwahrnehmung – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Kurze Feedbackrunden, in denen Spielerinnen und Spieler z. B. gefragt werden «Wie fühlst du dich heute?», unterstützen dabei, Überbelastung oder Unwohlsein frühzeitig zu erkennen und ernst zu nehmen. Beides trägt dazu bei, das Sicherheitsniveau im Trainings- und Spielbetrieb nachhaltig zu stärken.

    Links:

  • 6.4 Fairplay-Regeln definieren Massnahme

    Wir als Verein fördern eine aktive Fairplay-Kultur, die auf gegenseitigem Respekt, Verantwortung und einem sicheren Miteinander basiert. Um dies nachhaltig zu verankern, definieren wir klare Verhaltensregeln für den Trainings- und Spielbetrieb. Diese beinhalten den respektvollen Umgang mit Mitspielenden, Trainerinnen, Gegnern und Schiedsrichterinnen sowie den Umgang mit Konflikten und Emotionen.

    Umsetzung im Vereinsalltag

    1. Verhaltensregeln schriftlich festhalten:

    • Ich handle vorbildlich.
    • Ich akzeptiere Entscheide.
    • Ich spiele verantwortungsvoll.
    • Ich bleibe cool.
    • Ich denke und handle positiv.

    2. Regelmässige Thematisierung im Training:

    • Trainerinnen und Trainer sprechen Fairplay aktiv an – z. B. in kurzen Gesprächsrunden vor oder nach dem Training.
    • Reflexionsfragen wie «Was war heute fair/unfair?» oder «Wie hast du dich gefühlt?» fördern die Selbstwahrnehmung und das soziale Lernen.

    3. Feedbackrunden etablieren:

    • Wöchentliche, kurze Runden mit Fragen wie «Wie fühlst du dich heute?» oder «Was brauchst du, um dich wohlzufühlen?».
    • Förderung der Selbstverantwortung und frühzeitige Erkennung von Überbelastung oder emotionalem Stress.

    4. Konsequenzen bei Fehlverhalten:

    • Klare, altersgerechte Sanktionen bei wiederholtem respektlosem Verhalten (z. B. Gespräch mit Eltern, Trainingspause).
    • Fokus liegt auf Lernen und Entwicklung, nicht auf Strafe.

    5. Vorbildfunktion stärken:

    • Trainerinnen und Trainer und Vorstandsmitglieder leben die Werte vor und greifen bei Fehlverhalten konsequent und ruhig ein.

    Diese Massnahmen fördern nicht nur ein sicheres Umfeld, sondern auch die sozialen Kompetenzen der Spielerinnen und Spieler – ein zentrales Ziel insbesondere im Kinder- und Jugendfussball.

Basketball

  • 1.1 Ein Konzept für weniger Unfälle

    Basketball ist eine der dynamischsten und athletischsten Mannschaftssportarten. In der Schweiz spielen rund 130 000 Personen gelegentlich oder regelmässig Basketball, etwa 18 000 davon besitzen eine offizielle Spiellizenz. Besonders Kinder und Jugendliche sind von diesem schnellen Sport mit ständigen Sprints, abrupten Richtungswechseln und spektakulären Sprüngen fasziniert – sei es im Verein, in der Schule oder auf dem Pausenplatz. 

    Doch wo so viel Dynamik und Körpereinsatz im Spiel sind, passieren leider auch Unfälle. Jedes Jahr verletzen sich in der Schweiz rund 10 000 Basketballspielerinnen und Basketballspieler. Am häufigsten betroffen sind Sprunggelenke und Knie, gefolgt von Fingern, Händen sowie Schulter und Kopf.

    Seit dem Inkrafttreten der revidierten Sportförderungsverordnung am 1. März 2023 sind Sportvereine verpflichtet, Massnahmen zur Reduktion von Unfällen umzusetzen, ansonsten droht ihnen in letzter Konsequenz eine Kürzung der Jugend+Sport-Gelder. Umso wichtiger ist ein wirksames Unfallpräventionskonzept, das systematisch auf den verschiedenen Wirkungsebenen eines Sportvereins ansetzt. 

  • 1.2 Inhalte eines Konzepts

    Dieses Konzept enthält Massnahmen, die unser Basketballverein mit gezieltem Aufwand umsetzen kann. Die Massnahmen sind unterteilt in Ansätze für Vorstandsmitglieder, Trainerinnen und Trainer sowie Spielerinnen und Spieler.

  • 2.1 Ansprechperson für Sicherheit

    Wenn klar ist, wer wofür zuständig ist, können sicherheitsrelevante Themen wirksam angegangen werden und dadurch Unfälle vermieden werden.

  • 2.2 Ansprechperson für Sicherheit ernennen Massnahme

    Wir als Verein ernennen jeweils zu Beginn der Saison eine Ansprechperson für Sicherheit. Diese Person ist erste Kontaktstelle für sicherheitsrelevante Fragen, und sie unterstützt den Vorstand dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Massnahmen zu ergreifen. Klare Zuständigkeiten helfen, systematisch und wirksam für die Sicherheit aller Mitglieder zu sorgen.

    Unsere Ansprechperson: [Namen einsetzen]
    E-Mail-Adresse: [...]
    Telefonnummer: [...]

  • 2.3 Verankerung ethischer Grundsätze im Leitbild oder in den Statuten

    Ethische Grundsätze wie Fairness, Respekt und Schutz der Persönlichkeit schaffen eine klare Grundlage für ein sicheres und faires Vereinsleben. Wenn diese Werte im Leitbild oder in den Statuten verankert sind, können Entscheidungen im Verein verantwortungsvoll und nachvollziehbar getroffen werden.

    Links: 

  • 2.4 Ethische Grundsätze definieren Massnahme

    Wir als Verein verpflichten uns zur Einhaltung und Förderung ethischer Grundsätze im Sport. Grundlage dafür bilden die neun Prinzipien der Ethik-Charta von Swiss Olympic und dem Bundesamt für Sport (BASPO). Dazu gehören insbesondere:

    • Respekt gegenüber allen Beteiligten
    • Fairness im sportlichen und zwischenmenschlichen Verhalten
    • Schutz der körperlichen und psychischen Integrität aller Mitglieder
    • Gleichbehandlung und Inklusion
    • Verantwortungsvoller Umgang mit Macht und Vertrauen

    Diese Werte gelten für alle Mitglieder, Funktionsträgerinnen und Funktionsträger sowie Trainerinnen und Trainer unseres Vereins. Sie bilden die Basis für unser tägliches Handeln und sind Teil unseres Verständnisses von Sicherheit und Verantwortung im Sport. Zur Umsetzung dieser Grundsätze …

    • ... machen wir die Ethik-Charta sichtbar (z. B. auf unserer Website, in Vereinsräumen oder bei Veranstaltungen),
    • ... informieren wir alle Funktionsträgerinnen und Trainer/-innen über die ethischen Prinzipien,
    • ... benennen wir eine Ansprechperson für ethische Fragen oder verweisen auf die Kooperations- und Meldestellen von Swiss Olympic (z. B. Swiss Sport Integrity) oder an den Beauftragten von Swiss Basketball, Valère Bula (valere.bula@swiss.basketball, +41 79 338 66 47).
  • 2.5 Teamsitzungen mit Sicherheitsthemen

    Regelmässige Sitzungen in denen Sicherheit und Unfallprävention thematisiert werden, fördern das Bewusstsein für Risiken im Vereinsalltag. Sie helfen dabei, Verantwortlichkeiten zu klären, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Lösungen zu finden. Durch die kontinuierliche Auseinandersetzung mit sicherheitsrelevanten Themen entsteht eine Kultur der Achtsamkeit – auf und neben dem Feld.

  • 2.6 An Teamsitzungen Sicherheitsthemen besprechen Massnahme

    Wir als Verein führen regelmässig Teamsitzungen durch, in denen Sicherheit und Unfallprävention thematisiert werden. In den Sitzungen sprechen wir gezielt über Themen wie:

    • Korrektes Verhalten unter dem Korb, insbesondere beim Rebound, und in Zweikämpfen keine gefährlichen Aktionen (gegnerische Spieler/-innen nicht in der Luft unterlaufen oder unnötig schubsen)
    • Vermeidung typischer Basketballverletzungen
    • Sichere Infrastruktur (z. B. rutschfester Hallenboden, keine Hindernisse am Spielfeldrand, ausreichender Sturzraum, standsichere Korbanlagen)
    • Erste-Hilfe-Massnahmen und Notfallorganisation
    • Respektvoller Umgang und Fairplay

    Ziel ist es, das Bewusstsein für Risiken zu schärfen, Verantwortlichkeiten zu klären und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

  • 3.1 Standardisiertes Aufwärmprogramm

    Ein strukturiertes Aufwärmprogramm ist ein wichtiger Bestandteil der Trainingsgestaltung und trägt wesentlich zur Unfallprävention bei. Es bereitet den Körper gezielt auf die sportliche Belastung vor, verbessert die Bewegungskoordination und reduziert nachweislich das Risiko für Muskel-, Bänder- und Gelenkverletzungen.

    Programme wie «Power to win» bieten geprüfte Übungen, die einfach in den Trainingsalltag integriert werden können. Durch die regelmässige Anwendung solcher Programme wird nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern auch die Leistungsfähigkeit langfristig gefördert.

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  • 3.2 Aufwärmprogramm definieren Massnahme

    In unserem Verein wird nach einem standardisierten Programm aufgewärmt, um die Verletzungsprävention im Trainings- und Spielbetrieb zu stärken. Zu Beginn jeder Trainingseinheit führen unsere Trainerinnen und Trainer ein strukturiertes Aufwärmen durch, bestehend aus den Power to win-Übungen.

    Das Programm umfasst Übungen zur Schnelligkeit, Explosivität und Kraft, die altersgerecht angepasst werden. Es wird regelmässig durchgeführt und ist fester Bestandteil unseres Trainingskonzepts. Ziel ist es, robuster, stärker und widerstandsfähiger zu werden.

  • 3.3 Altersgerechte Gestaltung von Trainingsinhalten und Belastung

    Kinder und Jugendliche befinden sich in einer wichtigen Entwicklungsphase – körperlich, geistig und emotional. Deshalb ist es entscheidend, dass Trainingsinhalte und Belastungen ihrem Alter und Entwicklungsstand angepasst werden. Ein altersgerechtes Training fördert nicht nur die Freude am Basketball, sondern schützt auch vor Überbelastung und Verletzungen.

    Links:

  • 3.4 Trainings altersgerecht gestalten Massnahme

    Wir als Verein gestalten unsere Trainings alters- und entwicklungsgerecht. Für das Training mit Kindern und Jugendlichen sind die Grundlage die Manuals «Basketball für Kinder» und «Basketball für Jugendliche» sowie das Konzept «Basketball für Kinder» und die weiteren Dokumente «Basketball für Kinder» von Swiss Basketball und vom BASPO, die Empfehlungen für die Trainingsgestaltung in den verschiedenen Altersstufen geben.

    Unsere Trainerinnen und Trainer achten darauf, dass ...

    • ... die Belastung dem Alter und Entwicklungsstand der Kinder und Jugendlichen entspricht,
    • ... Erholungsphasen eingeplant und Überforderungen vermieden werden,
    • ... soziale und emotionale Aspekte wie Teamgeist, Fairness und Freude am Spiel gefördert werden.

    Die Trainingsinhalte werden regelmässig reflektiert und bei Bedarf angepasst. So schaffen wir ein sicheres, motivierendes Umfeld, in dem sich Kinder und Jugendliche sportlich und persönlich gesund entwickeln können.

  • 3.5 Qualifizierte und kontinuierliche Schulung der Trainingsleitung

    Gut ausgebildete und regelmässig weitergebildete Trainerinnen und Trainer sind entscheidend für eine sichere, altersgerechte und qualitativ hochwertige Trainingsgestaltung. Durch den Einsatz von diplomierten Trainerinnen und Trainern (z. B. J+S, Swiss Basketball oder gleichwertige Ausbildungen), die regelmässig an Weiterbildungen teilnehmen und offizielle Unterlagen wie das J+S-Merkblatt verwenden, wird sichergestellt, dass Trainings fachgerecht geplant und durchgeführt werden. Dies stärkt nicht nur die sportliche Entwicklung, sondern reduziert auch das Risiko von Überbelastung und Verletzungen. 

    Links:

  • 3.6 Trainerinnen und Trainer qualifizieren Massnahme

    Wir als Verein legen grossen Wert auf eine fachlich kompetente und verantwortungsvolle Trainingsleitung. Deshalb setzen wir auf folgende Standards:

    • Ausbildung: 80 % unserer Teams werden von mindestens einer Trainerin oder einem Trainer betreut, die oder der über eine anerkannte Grundausbildung – z. B. eine J+S-Leiteranerkennung oder eine Swiss Basketball-Trainerlizenz verfügt. Neue Trainerinnen und Trainer werden aktiv zur Teilnahme an diesen Ausbildungen ermutigt.
    • Weiterbildung: Alle Trainerinnen und Trainer nehmen regelmässig an offiziellen Weiterbildungen teil. So stellen wir sicher, dass das Wissen aktuell bleibt und neue Erkenntnisse in die Trainingsgestaltung einfliessen.
    • Standards und Unterlagen: Wir orientieren uns am offiziellen J+S-Merkblatt und an Unterlagen von Swiss Basketball (Manuals), die klare Leitlinien für sichere, altersgerechte und entwicklungsfördernde Trainings bieten. Diese Unterlagen sind für alle Trainerinnen und Trainer zugänglich und werden im Trainerteam regelmässig besprochen.
    • Austausch im Team: Wir fördern den regelmässigen Austausch im Trainerteam, z. B. durch interne Sitzungen oder gemeinsame Besuche von Weiterbildungen. So entsteht ein gemeinsames Verständnis für Qualität, Sicherheit und pädagogisches Handeln im Verein.

    Mit diesen Massnahmen schaffen wir eine verlässliche Grundlage für ein sicheres, motivierendes und kompetentes Basketballtraining für Kinder und Jugendliche.

  • 3.7 «Return to Play»-Protokolle nach Verletzungen

    Die «Return to Play»-Checklisten helfen, Verletzungen zu erkennen und unterstützen die Entscheidung, ob eine Spielerin oder ein Spieler nach einer Verletzung weitermachen kann oder ob ein Abbruch der sportlichen Aktivität angezeigt ist.

    Links:

  • 3.8 Nach Verletzungen «Return to Play»-Checklisten einsetzen Massnahme

    Wir als Verein setzen nach einer Verletzung die «Return to Play»-Checklisten ein, um zu entscheiden, ob eine Spielerin oder ein Spieler wieder auf das Feld zurückkehren darf.

    Unsere Trainerinnen und Trainer achten darauf, dass ...

    • ... verletzte Spielerinnen und Spieler erst nach Freigabe durch einen Arzt oder Physio und bei Juniorinnen und Junioren in enger Absprache mit den Eltern wieder ins Training einsteigen,
    • ... der Wiedereinstieg stufenweise erfolgt – beginnend mit individuellen Übungen, gefolgt von reduziertem Mannschaftstraining und erst danach mit voller Belastung,
    • ... die Belastung an den Heilungsverlauf angepasst wird und keine Überforderung stattfindet,
    • ... die Spielerinnen und Spieler eng begleitet und regelmässig beobachtet werden, um Rückfälle zu vermeiden.
  • 4.1 Kontrolle der Sportanlage

    Eine sichere Sportanlage ist eine zentrale Voraussetzung für unfallfreies Training, Spiel und Vereinsleben. Mängel an der Infrastruktur stellen potenzielle Gefahrenquellen dar, die das Verletzungsrisiko deutlich erhöhen können. 

    Um solchen Risiken vorzubeugen, ist es entscheidend, dass die Sportanlage regelmässig mit dem Anlagenbetreiber kontrolliert wird. Sichtkontrollen helfen dabei, sicherheitsrelevante Mängel frühzeitig zu erkennen und entsprechende Massnahmen einzuleiten. So wird nicht nur die Sicherheit der Spielerinnen und Spieler erhöht, sondern auch ein verantwortungsvoller Umgang mit der Infrastruktur gefördert.

    Links:

  • 4.2 Sportanlage kontrollieren Massnahme

    Wir führen eine regelmässige Kontrolle unserer Sportanlage (gemeinsam mit dem Anlagenbetreiber) nach dem Anlagenkonzept von Swiss Basketball durch. Die Kontrolle erfolgt in regelmässigen Abständen – insbesondere vor Spiel- und Trainingsbetrieb – und wir dokumentieren sowohl den Zustand der Infrastruktur als auch allfällige Massnahmen zur Behebung festgestellter Mängel. Mit diesem Vorgehen schaffen wir eine verlässliche Grundlage für einen sicheren Trainings- und Spielbetrieb und übernehmen Verantwortung für die Gesundheit aller Beteiligten.

  • 4.3 Medizinkoffer

    Ein vollständig ausgerüsteter Medizinkoffer ist eine wichtige Voraussetzung für eine rasche Erste Hilfe bei Verletzungen. Damit er im Notfall zuverlässig zur Verfügung steht, muss sein Inhalt regelmässig überprüft und bei Bedarf ergänzt werden. Ebenso wichtig ist, dass alle Beteiligten wissen, wo sich der Koffer befindet.

  • 4.4 Medizinkoffer regelmässig kontrollieren und auffüllen Massnahme

    Unser Medizinkoffer ist vollständig ausgerüstet und steht bei jedem Training und Spiel griffbereit zur Verfügung. Wir stellen sicher, dass alle Trainerinnen und Trainer den Standort des Koffers kennen. 

    Um im Ernstfall schnell und wirksam Erste Hilfe leisten zu können, wird der Koffer regelmässig kontrolliert und bei Bedarf ergänzt. Die Kontrolle erfolgt mindestens einmal pro Quartal sowie nach jedem Einsatz.

    Empfohlene Inhalte des Medizinkoffers für Basketballvereine:

    • Kühlung und Schmerzbehandlung:
    • Kühl-/Eisspray oder Kühlpads
    • Arnikasalbe oder Sportsalbe
    • Schmerzgel
    • Wärmesalbe
    • Verbandsmaterial:
    • Elastische Binden (verschiedene Breiten)
    • Mullbinden (6–7 Stück)
    • Sterile Wundauflagen (verschiedene Grössen)
    • Wundpflaster und Wundverbände
    • Dreieckstuch
    • Rettungsdecke (gold/silber)
    • Fixierung und Stabilisierung:
    • Tape-Rollen (Kinesiotape, weisses Textiltape, 2–6 cm breit)
    • Haftbandagen (4–6 cm)
    • Verbandsschere und Tape-Schere
    • Hygiene und Schutz:
    • Einmalhandschuhe (mehrere Paare)
    • Alkoholtupfer
    • Einmalrasierer
    • Desinfektionsmittel
    • Sonstiges:
    • «Return to Play»-Checklisten
    • Plastik-/Papiertüten (z. B. bei Hyperventilation)
    • Schwämme oder Tücher für Kühlung
    • Nasenblut-Stopp-Hilfen (z. B. Gummiringe)
    • Liste mit Notfallnummern
    • Dokumentationsblatt für Erste-Hilfe-Leistungen
  • 4.5 Notfallplan

    Ein gut sichtbarer Notfallplan erleichtert in kritischen Situationen schnelles und gezieltes Eingreifen. Durch die Kombination aus Lageplan, wichtigen Telefonnummern, Defibrillator und klarer Rettungskette wird eine sichere Orientierung und rasche Hilfe ermöglicht. Voraussetzung dafür ist ein aktueller Plan mit klar geregelten Zuständigkeiten.

    Links: 

  • 4.6 Notfallplan aufhängen Massnahme

    Wir als Verein stellen sicher, dass im Notfall rasch und gezielt gehandelt werden kann. Dazu hängen wir an zentralen Orten (z. B. Garderoben, Materialraum, Eingangsbereich) einen gut sichtbaren Notfallplan auf. Der Plan wird vom Vorstand oder von der Ansprechperson für Sicherheit regelmässig überprüft und bei Änderungen umgehend aktualisiert.

  • 5.1 Schutzausrüstung

    Die persönliche Schutzausrüstung spielt eine wichtige Rolle in der Verletzungsprävention. Das konsequente Tragen der richtigen Ausrüstung schützt vor schweren Verletzungen und ist insbesondere bei Kindern und Jugendlichen wichtig.

  • 5.2 Ausrüstung kontrollieren Massnahme

    In unserem Verein tragen alle Spielerinnen und Spieler während des Spiels und Trainings die sportartenspezifische notwendige Ausrüstung. Unsere Trainerinnen und Trainer achten darauf, dass Hallenschuhe mit guter, rutschfester Sohle und seitlichem Halt verwendet werden. Niemand spielt barfuss oder in Strassenschuhen. Das Tragen von Schmuck und Uhren ist untersagt, da diese bei Stürzen oder Kollisionen zu Schnitt-, Quetsch- oder Augenverletzungen führen können. Der Verein empfiehlt insbesondere bei Juniorinnen und Junioren das Tragen eines Zahn- bzw. Mundschutzes, um Zahn- und Gesichtsverletzungen durch Bälle oder Zusammenstösse zu reduzieren. Zusätzlich werden die Ausrüstungsteile regelmässig kontrolliert und bei Bedarf sofort ersetzt, um die Sicherheit jederzeit zu gewährleisten. Wir legen Wert darauf, dass Mängel in der Ausrüstung umgehend behoben werden, bevor die Person wieder am Spielbetrieb teilnimmt.

  • 6.1 Fitness und deren Bedeutung

    Eine gute körperliche Verfassung ist ein zentraler Faktor zur Vorbeugung von Verletzungen. Spielerinnen und Spieler mit ausreichender Grundlagenausdauer, Kraft und Beweglichkeit sind weniger anfällig für Überbelastungen und können Bewegungen kontrollierter ausführen. 

    Ergänzende Trainingsangebote wie Lauf-, Athletik- oder Krafttrainings leisten hierzu einen wichtigen Beitrag. Ebenso entscheidend ist die bewusste Kommunikation der Bedeutung von Fitness im Vereinsalltag. Wenn Trainerinnen und Trainer sowie Vereinsverantwortliche klare Erwartungen formulieren, wird die Eigenverantwortung der Spielerinnen und Spieler gestärkt und ein gemeinsames Verständnis für Prävention gefördert.

  • 6.2 Fitness trainieren Massnahme

    Wir als Verein kennen die Bedeutung einer guten körperlichen Verfassung für die Verletzungsprävention und Leistungsfähigkeit unserer Spielerinnen und Spieler. Deshalb fördern wir die individuelle Fitness gezielt – sowohl durch ergänzende Trainingsangebote als auch durch klare Kommunikation im Vereinsalltag.

    Umsetzungsmöglichkeiten:

    1. Zusätzliche Trainingseinheiten im Verein

    • Einmal pro Woche ein freiwilliger Lauf- oder Athletiktreff (z. B. 30–45 Minuten an trainingsfreien Tagen).

    2. Kooperationen im Ort

    • Zusammenarbeit mit dem örtlichen Turnverein oder Leichtathletikclub für gemeinsame Einheiten oder Techniktrainings.
    • Nutzung von bestehenden Angeboten wie Lauftreffs oder Bewegungsgruppen.

    3. Partnerschaften mit Fitnesscentern

    • Aushandeln eines Promotionsangebots für Vereinsmitglieder (z. B. vergünstigte Monatsabos oder Zehnerkarten).
    • Gegenseitige Werbung als Gegenleistung (z. B. Logo auf Vereinswebsite oder Flyer im Clubhaus).

    4. Selbstverantwortung stärken

    • Spielerinnen und Spieler werden regelmässig über die Bedeutung von Fitness informiert (z. B. durch kurze Inputs im Training oder Aushänge).
    • Trainerinnen und Trainer sprechen individuelle Defizite offen an und geben einfache Trainingsvorschläge für zu Hause.

    5. Digitale Unterstützung

    • Empfehlung kostenloser Fitness-Apps oder YouTube-Kanäle mit basketballspezifischen Übungen
    • Teilen von kurzen Trainingsvideos über Vereinskanäle oder Gruppenchats.
  • 6.3 Fairplay

    Ein respektvoller Umgang auf und neben dem Platz ist eine wichtige Grundlage für ein sicheres und positives Sportumfeld. Klare Verhaltensregeln, die Fairplay, gegenseitige Rücksichtnahme und den respektvollen Umgang mit Mitspielenden, Gegnerinnen und Schiedsrichtern fördern, helfen dabei, Konflikte und Eskalationen zu vermeiden. 

    Ebenso wichtig ist die Förderung der Selbstwahrnehmung – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Kurze Feedbackrunden, in denen Spielerinnen und Spieler z. B. gefragt werden «Wie fühlst du dich heute?», unterstützen dabei, Überbelastung oder Unwohlsein frühzeitig zu erkennen und ernst zu nehmen. Beides trägt dazu bei, das Sicherheitsniveau im Trainings- und Spielbetrieb nachhaltig zu stärken.

  • 6.4 Fairplay-Regeln definieren Massnahme

    Wir als Verein fördern eine aktive Fairplay-Kultur, die auf gegenseitigem Respekt, Verantwortung und einem sicheren Miteinander basiert. Um dies nachhaltig zu verankern, definieren wir klare Verhaltensregeln für den Trainings- und Spielbetrieb. Diese beinhalten den respektvollen Umgang mit Mitspielenden, Trainerinnen, Gegnern und Schiedsrichterinnen sowie den Umgang mit Konflikten und Emotionen.

    Umsetzung im Vereinsalltag:

    1. Verhaltensregeln schriftlich festhalten:

    • Ich handle vorbildlich.
    • Ich akzeptiere Entscheide.
    • Ich spiele verantwortungsvoll.
    • Ich bleibe cool.
    • Ich denke und handle positiv.

    2. Regelmässige Thematisierung im Training:

    • Trainerinnen und Trainer sprechen Fairplay aktiv an – z. B. in kurzen Gesprächsrunden vor oder nach dem Training.
    • Reflexionsfragen wie «Was war heute fair/unfair?» oder «Wie hast du dich gefühlt?» fördern die Selbstwahrnehmung und das soziale Lernen.

    3. Feedbackrunden etablieren:

    • Wöchentliche, kurze Runden mit Fragen wie «Wie fühlst du dich heute?» oder «Was brauchst du, um dich wohlzufühlen?».
    • Förderung der Selbstverantwortung und frühzeitige Erkennung von Überbelastung oder emotionalem Stress.

    4. Konsequenzen bei Fehlverhalten:

    • Klare, altersgerechte Sanktionen bei wiederholtem respektlosem Verhalten (z. B. Gespräch mit Eltern, Trainingspause).
    • Fokus liegt auf Lernen und Entwicklung, nicht auf Strafe.

    5. Vorbildfunktion stärken:

    • Trainerinnen und Trainer und Vorstandsmitglieder leben die Werte vor und greifen bei Fehlverhalten konsequent und ruhig ein.

    Diese Massnahmen fördern nicht nur ein sicheres Umfeld, sondern auch die sozialen Kompetenzen der Spielerinnen und Spieler – ein zentrales Ziel insbesondere im Kinder- und Jugendbasketball.

Handball

  • 1.1 Ein Konzept für weniger Unfälle

    Handball ist eine ausgesprochen dynamische und athletische Mannschaftssportart, gekennzeichnet durch einen ständigen Wechsel zwischen Angriff und Abwehr mit zahlreichen Toraktionen und intensiven Zweikämpfen. Gerade Kinder und Jugendliche sind von diesem schnellen, explosiven Sport mit seinen Sprungwürfen, Körperkontakten und temporeichen Spielzügen fasziniert, sei es im Verein oder in der Schule.

    Doch wo so viel Dynamik und Körpereinsatz im Spiel ist, passieren leider auch Unfälle. Jedes Jahr verletzen sich in der Schweiz rund 5000 Personen. Am häufigsten betroffen sind Knie- und Sprunggelenke, gefolgt von Schulter und Ellbogen sowie Händen und Fingern.  

    Seit dem Inkrafttreten der revidierten Sportförderungsverordnung vom 1. März 2023 sind Sportvereine verpflichtet, gezielte Massnahmen zur Reduktion von Unfällen umzusetzen, ansonsten droht ihnen in letzter Konsequenz eine Kürzung der Jugend+Sport-Gelder. Umso wichtiger ist ein wirksames Unfallpräventionskonzept, das systematisch auf den verschiedenen Wirkungsebenen eines Sportvereins ansetzt. 

  • 1.2 Inhalte eines Konzepts

    Dieses Konzept enthält Massnahmen, die unser Handballverein mit gezieltem Aufwand umsetzen kann. Die Massnahmen sind unterteilt in Ansätze für Vorstandsmitglieder, Trainerinnen und Trainer sowie Spielerinnen und Spieler.

  • 2.1 Ansprechperson für Sicherheit

    Ein funktionierendes Unfallpräventionskonzept im Verein hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen und Unfälle zu vermeiden. Wenn klar ist, wer wofür zuständig ist, können sicherheitsrelevante Themen gezielt und wirksam angegangen werden.

  • 2.2 Ansprechperson für Sicherheit ernennen Massnahme

    Wir als Verein ernennen jeweils zu Beginn der Saison eine Ansprechperson für Sicherheit. Diese Person ist erste Kontaktstelle für sicherheitsrelevante Fragen und unterstützt den Vorstand dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Massnahmen zu ergreifen. Klare Zuständigkeiten helfen, systematisch und wirksam für die Sicherheit aller Mitglieder zu sorgen.

    Unsere Ansprechperson: [Namen einsetzen]

    E-Mail-Adresse: [...]

    Telefonnummer: [...]

  • 2.3 Verankerung ethischer Grundsätze im Leitbild oder in den Statuten

    Ethische Grundsätze wie Fairness, Respekt und Schutz der Persönlichkeit schaffen eine klare Grundlage für ein sicheres und faires Vereinsleben. Wenn diese Werte im Leitbild oder in den Statuten verankert sind, können Entscheidungen im Verein verantwortungsvoll und nachvollziehbar getroffen werden.

    Links: 

  • 2.4 Ethische Grundsätze definieren Massnahme

    Wir als Verein verpflichten uns zur Einhaltung und Förderung ethischer Grundsätze im Sport. Grundlage dafür bilden die neun Prinzipien der Ethik-Charta von Swiss Olympic und dem Bundesamt für Sport (BASPO) und das Konzept des Handballverbandes (Vorlage Ethik-Statut in den Vereinsstatuten, Umsetzung in den Vereinen). Dazu gehören insbesondere:

    • Respekt gegenüber allen Beteiligten
    • Fairness im sportlichen und zwischenmenschlichen Verhalten
    • Schutz der körperlichen und psychischen Integrität aller Mitglieder
    • Gleichbehandlung und Inklusion
    • Verantwortungsvoller Umgang mit Macht und Vertrauen

    Diese Werte gelten für alle Mitglieder, Funktionsträgerinnen und Funktionsträger sowie Trainerinnen und Trainer unseres Vereins. Sie bilden die Basis für unser tägliches Handeln und sind Teil unseres Verständnisses von Sicherheit und Verantwortung im Sport. Zur Umsetzung dieser Grundsätze …

    • ... machen wir die Ethik-Charta sichtbar (z. B. auf unserer Website, in Vereinsräumen oder bei Veranstaltungen),
    • ... informieren wir alle Funktionsträgerinnen und Trainer/-innen über die ethischen Prinzipien,
    • ... benennen wir eine Ansprechperson für ethische Fragen oder verweisen auf die Kooperations- und Meldestellen von Swiss Olympic (z. B. Swiss Sport Integrity) oder an die Beauftragten von Handball Schweiz, Daniel Willi (daniel.willi@handball.ch, +41 76 375 75 75), Ariane Pejkovic (ariane.pejkovic@handball.ch, +41 79 698 5838).
  • 2.5 Teamsitzungen mit Sicherheitsthemen

    Regelmässige Sitzungen in denen Sicherheit und Unfallprävention thematisiert werden, fördern das Bewusstsein für Risiken im Vereinsalltag. Sie helfen dabei, Verantwortlichkeiten zu klären, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Lösungen zu finden. Durch die kontinuierliche Auseinandersetzung mit sicherheitsrelevanten Themen entsteht eine Kultur der Achtsamkeit – auf und neben dem Feld.

  • 2.6 An Teamsitzungen Sicherheitsthemen besprechen Massnahme

    Wir als Verein führen regelmässig Teamsitzungen durch, in denen Sicherheit und Unfallprävention thematisiert werden. In den Sitzungen sprechen wir gezielt über Themen wie:

    • Korrektes Verhalten in Zweikämpfen, insbesondere bei Sprungwürfen keine gefährlichen Aktionen (Gegenspieler/-innen nicht in der Luft stossen oder am Wurfarm festhalten)
    • Vermeidung typischer Handballverletzungen
    • Sicheres Material (z. B. flache, rutschfeste Bodenmarkierungen, keine Hindernisse am Spielfeldrand, korrekt befestigte Tore, ausreichender Sturzraum) 
    • Erste-Hilfe-Massnahmen und Notfallorganisation
    • Respektvoller Umgang und Fairplay

    Ziel ist es, das Bewusstsein für Risiken zu schärfen, Verantwortlichkeiten zu klären und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

  • 3.1 Standardisiertes Aufwärmprogramm

    Ein strukturiertes Aufwärmprogramm ist ein wichtiger Bestandteil der Trainingsgestaltung und trägt wesentlich zur Unfallprävention bei. Es bereitet den Körper gezielt auf die sportliche Belastung vor, verbessert die Bewegungskoordination und reduziert nachweislich das Risiko für Muskel-, Bänder- und Gelenkverletzungen.

    Programme wie «Power to win» bieten Übungen, die einfach in den Trainingsalltag integriert werden können. Durch die regelmässige Anwendung solcher Programme werden die Spieler/-innen robuster, widerstandsfähiger und minimieren so das Verletzungsrisiko.

    Links:

  • 3.2 Aufwärmprogramm definieren Massnahme

    In unserem Verein wird nach einem standardisierten Programm aufgewärmt, um die Verletzungsprävention im Trainings- und Spielbetrieb zu stärken. Zu Beginn jeder Trainingseinheit führen unsere Trainerinnen und Trainer ein strukturiertes Aufwärmen durch, bestehend aus den Power to win-Komponenten.

    Das Programm umfasst Übungen zur Schnelligkeit, Explosivität und Kraft, die altersgerecht angepasst werden. Es wird regelmässig durchgeführt und ist fester Bestandteil unseres Trainingskonzepts. Ziel ist es, robuster, stärker und widerstandsfähiger zu werden.

  • 3.3 Altersgerechte Gestaltung von Trainingsinhalten und Belastung

    Kinder und Jugendliche befinden sich in einer wichtigen Entwicklungsphase – körperlich, geistig und emotional. Deshalb ist es entscheidend, dass Trainingsinhalte und Belastungen ihrem Entwicklungsstand angepasst werden. Ein altersgerechtes Training fördert nicht nur die Freude am Handball, sondern schützt auch vor Überbelastung und Verletzungen. 

  • 3.4 Trainings entwicklungsgerecht gestalten Massnahme

    Wir als Verein gestalten unsere Trainings entwicklungsgerecht. Für das Training mit Kindern und Jugendlichen ist die Grundlage das Manual «Handball Kinder» von Handball Schweiz und BASPO, das klare Empfehlungen für die Trainingsgestaltung in den verschiedenen Entwicklungsstufen gibt. 

    Unsere Trainerinnen und Trainer achten darauf, dass ...

    • ... die Belastung dem Entwicklungsstand der Kinder und Jugendlichen entspricht,
    • ... Erholungsphasen eingeplant und Über- und Unterforderungen vermieden werden,
    • ... soziale und emotionale Aspekte wie Teamgeist, Fairness und Freude am Spiel gefördert werden.

    Die Trainingsinhalte werden regelmässig reflektiert und bei Bedarf angepasst. So schaffen wir ein sicheres, motivierendes Umfeld, in dem sich Kinder und Jugendliche sportlich und persönlich gesund entwickeln können.

  • 3.5 Qualifizierte und kontinuierliche Schulung der Trainingsleitung

    Gut ausgebildete und regelmässig weitergebildete Trainerinnen und Trainer sind entscheidend für eine sichere, altersgerechte und qualitativ hochwertige Trainingsgestaltung. Durch den Einsatz von diplomierten Trainerinnen und Trainern (z. B. J+S, Handball Schweiz oder gleichwertige Ausbildungen), die regelmässig an Weiterbildungen teilnehmen und offizielle Unterlagen wie das J+S-Merkblatt verwenden, wird sichergestellt, dass Trainings fachgerecht geplant und durchgeführt werden. Dies stärkt nicht nur die sportliche Entwicklung, sondern reduziert auch das Risiko von Überbelastung und Verletzungen. 

    Links:

  • 3.6 Trainerinnen und Trainer qualifizieren Massnahme

    Wir als Verein legen grossen Wert auf eine fachlich kompetente und verantwortungsvolle Trainingsleitung. Deshalb setzen wir auf folgende Standards:

    • Ausbildung: 80 % unserer Teams werden von mindestens einer Trainerin oder einem Trainer betreut, die oder der über eine anerkannte Grundausbildung – z. B. eine J+S-Leiteranerkennung und eine Handballlizenz verfügt. Neue Trainerinnen und Trainer werden aktiv zur Teilnahme an diesen Ausbildungen ermutigt.
    • Weiterbildung: Alle Trainerinnen und Trainer nehmen regelmässig an offiziellen Aus- und Weiterbildungen teil. So stellen wir sicher, dass das Wissen aktuell bleibt und neue Erkenntnisse in die Trainingsgestaltung einfliessen.
    • Standards und Unterlagen: Wir orientieren uns am offiziellen J+S-Merkblatt und an Unterlagen von Handball Schweiz (Manual), die klare Leitlinien für sichere, altersgerechte und entwicklungsfördernde Trainings bieten. Diese Unterlagen sind für alle Trainerinnen und Trainer zugänglich und werden im Trainerteam regelmässig besprochen.
    • Austausch im Team: Wir fördern den regelmässigen Austausch im Trainerteam, z. B. durch interne Sitzungen oder gemeinsame Besuche von Weiterbildungen. So entsteht ein gemeinsames Verständnis für Qualität, Sicherheit und pädagogisches Handeln im Verein.

    Mit diesen Massnahmen schaffen wir eine verlässliche Grundlage für ein sicheres, motivierendes und kompetentes Handballtraining für Kinder und Jugendliche.

  • 3.7 «Return to Play»-Protokolle nach Verletzungen

    Die «Return to Play»-Checklisten helfen, Verletzungen zu erkennen und unterstützen die Entscheidung, ob eine Spielerin oder ein Spieler nach einer Verletzung weitermachen kann oder ob ein Abbruch der sportlichen Aktivität angezeigt ist.

    Links:

  • 3.8 Nach Verletzungen «Return to Play»-Checklisten einsetzen Massnahme

    Wir als Verein setzen nach einer Verletzung die «Return to Play»-Checklisten ein, um zu entscheiden, ob eine Spielerin oder ein Spieler wieder auf das Feld zurückkehren darf.

    Unsere Trainerinnen und Trainer achten darauf, dass ...

    • ... verletzte Spielerinnen und Spieler erst nach Freigabe durch einen Arzt oder eine Ärztin oder Physiotherapeut/-in und bei Kindern oder Juniorinnen und Junioren in enger Absprache mit den Eltern wieder ins Training einsteigen,
    • ... der Wiedereinstieg stufenweise erfolgt – beginnend mit individuellen Übungen, gefolgt von reduziertem Teamtraining und erst danach mit voller Belastung,
    • ... die Belastung an den Heilungsverlauf angepasst wird und keine Überforderung stattfindet,
    • ... die Spielerinnen und Spieler eng begleitet und regelmässig beobachtet werden, um Rückfälle zu vermeiden.
  • 4.1 Kontrolle der Sportanlage

    Eine sichere Sportanlage ist eine zentrale Voraussetzung für unfallfreies Training, Spiel und Vereinsleben. Mängel an der Infrastruktur stellen potenzielle Gefahrenquellen dar, die das Verletzungsrisiko deutlich erhöhen können.

    Um solchen Risiken vorzubeugen, ist es entscheidend, dass die Sportanlage regelmässig mit dem Anlagenbetreiber kontrolliert wird. Sichtkontrollen helfen dabei, sicherheitsrelevante Mängel frühzeitig zu erkennen und entsprechende Massnahmen einzuleiten. So wird nicht nur die Sicherheit der Spielerinnen und Spieler erhöht, sondern auch ein verantwortungsvoller Umgang mit der Infrastruktur gefördert.

  • 4.2 Massnahme: Sportanlage kontrollieren Massnahme

    Wir führen eine regelmässige Kontrolle unserer Sportanlage (gemeinsam mit dem Anlagenbetreiber) durch. Die Kontrolle erfolgt in regelmässigen Abständen – insbesondere vor Spiel- und Trainingsbetrieb – und wir dokumentieren sowohl den Zustand der Infrastruktur als auch allfällige Massnahmen zur Behebung festgestellter Mängel. Mit diesem Vorgehen schaffen wir eine verlässliche Grundlage für einen sicheren Trainings- und Spielbetrieb und übernehmen Verantwortung für die Gesundheit aller Beteiligten.

  • 4.3 Medizinkoffer

    Ein vollständig ausgerüsteter Medizinkoffer ist eine wichtige Voraussetzung für eine rasche Erste Hilfe bei Verletzungen. Damit er im Notfall zuverlässig zur Verfügung steht, muss sein Inhalt regelmässig überprüft und bei Bedarf ergänzt werden. Ebenso wichtig ist, dass alle Beteiligten wissen, wo sich der Koffer befindet.

  • 4.4 Medizinkoffer regelmässig kontrollieren und auffüllen Massnahme

    Unser Medizinkoffer ist vollständig ausgerüstet und steht bei jedem Training und Spiel griffbereit zur Verfügung. Wir stellen sicher, dass alle Trainerinnen und Trainer den Standort des Koffers kennen. 

    Um im Ernstfall schnell und wirksam Erste Hilfe leisten zu können, wird der Koffer regelmässig kontrolliert und bei Bedarf ergänzt. Die Kontrolle erfolgt mindestens einmal pro Quartal sowie nach jedem Einsatz.

    Empfohlene Inhalte des Medizinkoffers für Handballvereine

    • Kühlung und Schmerzbehandlung:
    • Kühl-/Eisspray oder Kühlpads
    • Arnikasalbe oder Sportsalbe
    • Schmerzgel
    • Wärmesalbe
    • Verbandsmaterial:
    • Elastische Binden (verschiedene Breiten)
    • Mullbinden (6–7 Stück)
    • Sterile Wundauflagen (verschiedene Grössen)
    • Wundpflaster und Wundverbände
    • Wundverschlussstreifen
    • Dreieckstuch
    • Rettungsdecke (gold/silber)
    • Fixierung und Stabilisierung:
    • Tape-Rollen (Kinesiotape, weisses Textiltape, 2–6 cm breit)
    • Haftbandagen (4–6 cm)
    • Verbandsschere und Tape-Schere
    • Hygiene und Schutz:
    • Einmalhandschuhe (mehrere Paare)
    • Alkoholtupfer
    • Einmalrasierer
    • Desinfektionsmittel
    • Sonstiges:
    • «Return to Play»-Checklisten
    • Plastik-/Papiertüten (z. B. bei Hyperventilation)
    • Schwämme oder Tücher für Kühlung
    • Nasenblut-Stopp-Hilfen (z. B. Gummiringe)
    • Liste mit Notfallnummern
    • Dokumentationsblatt für Erste-Hilfe-Leistungen
  • 4.5 Notfallplan

    Ein gut sichtbarer Notfallplan erleichtert in kritischen Situationen schnelles und gezieltes Eingreifen. Durch die Kombination aus Lageplan, wichtigen Telefonnummern, Defibrillator und klarer Rettungskette wird eine sichere Orientierung und rasche Hilfe ermöglicht. Voraussetzung dafür ist ein aktueller Plan mit klar geregelten Zuständigkeiten.

    Links: 

  • 4.6 Notfallplan aufhängen Massnahme

    Wir als Verein stellen sicher, dass im Notfall rasch und gezielt gehandelt werden kann. Dazu hängen wir an zentralen Orten (z. B. Garderoben, Materialraum, Eingangsbereich) einen gut sichtbaren Notfallplan auf. Der Plan wird vom Vorstand oder von der Ansprechperson für Sicherheit regelmässig überprüft und bei Änderungen umgehend aktualisiert. 

  • 5.1 Schutzausrüstung

    Die persönliche Schutzausrüstung spielt eine wichtige Rolle in der Verletzungsprävention. Das konsequente Tragen der richtigen Ausrüstung schützt vor schweren Verletzungen und ist insbesondere bei Kindern und Jugendlichen wichtig.

  • 5.2 Ausrüstung kontrollieren Massnahme

    In unserem Verein tragen alle Spielerinnen und Spieler während des Spiels und Trainings die sportartspezifische notwendige Ausrüstung. Unsere Trainerinnen und Trainer achten darauf, dass Hallenschuhe mit guter rutschfester Sohle und seitlichem Halt verwendet werden. Niemand spielt barfuss oder in Strassenschuhen. Das Tragen von Schmuck und Uhren ist untersagt, da diese bei Stürzen, oder Kollisionen zu Schnitt-, Quetsch- oder Augenverletzungen führen können. Der Verein empfiehlt das Tragen eines Zahn- bzw. Mundschutzes, um Zahn- und Gesichtsverletzungen durch Bälle oder Zusammenstösse zu reduzieren. Wir raten ausserdem zum Gebrauch von Knie- und Ellbogenschonern, insbesondere im Nachwuchsbereich, um Verletzungen durch Stürze oder Aufprälle weiter zu verringern. Unseren Torhüterinnen und Torhütern empfehlen wir zudem dringend das Tragen eines Tiefschutzes, um Verletzungen im Unterleibsbereich vorzubeugen. Wir legen Wert darauf, dass Mängel in der Ausrüstung umgehend behoben werden, bevor die Person wieder am Spielbetrieb teilnimmt.

  • 6.1 Fitness und deren Bedeutung

    Eine gute körperliche Verfassung ist ein zentraler Faktor zur Vorbeugung von Verletzungen. Spielerinnen und Spieler mit ausreichender Grundlagenausdauer, Kraft und Beweglichkeit sind weniger anfällig für Überbelastungen und können Bewegungen kontrollierter ausführen.


    Ergänzende Trainingsangebote wie Lauf-, Athletik- oder Krafttrainings leisten hierzu einen wichtigen Beitrag. Ebenso entscheidend ist die bewusste Kommunikation der Bedeutung von Fitness im Vereinsalltag. Wenn Trainerinnen und Trainer sowie Vereinsverantwortliche klare Erwartungen formulieren, wird die Eigenverantwortung der Spielerinnen und Spieler gestärkt und ein gemeinsames Verständnis für Prävention gefördert.

  • 6.2 Fitness trainieren Massnahme

    Wir als Verein kennen die Bedeutung einer guten körperlichen Verfassung für die Verletzungsprävention und Leistungsfähigkeit unserer Spielerinnen und Spieler. Deshalb fördern wir die individuelle Fitness gezielt – sowohl durch ergänzende Trainingsangebote als auch durch klare Kommunikation im Vereinsalltag.

    Umsetzungsmöglichkeiten:

    1. Zusätzliche Trainingseinheiten im Verein

    • Einmal pro Woche ein freiwilliger Lauf- oder Athletiktreff (z. B. 30–45 Minuten an trainingsfreien Tagen).

    2. Kooperationen im Ort

    • Zusammenarbeit mit dem örtlichen Turnverein oder Leichtathletikclub für gemeinsame Einheiten oder Techniktrainings.
    • Nutzung von bestehenden Angeboten wie Lauftreffs oder Bewegungsgruppen.

    3. Partnerschaften mit Fitnesscentern

    • Aushandeln eines Promotionsangebots für Vereinsmitglieder (z. B. vergünstigte Monatsabos oder Zehnerkarten).
    • Gegenseitige Werbung als Gegenleistung (z. B. Logo auf Vereinswebsite oder Flyer im Clubhaus).

    4. Selbstverantwortung stärken

    • Spielerinnen und Spieler werden regelmässig über die Bedeutung von Fitness informiert (z. B. durch kurze Inputs im Training oder Aushänge).
    • Trainerinnen und Trainer sprechen individuelle Defizite offen an und geben einfache Trainingsvorschläge für zu Hause.

    5. Digitale Unterstützung

    • Empfehlung kostenloser Fitness-Apps oder YouTube-Kanäle mit handballspezifischen Übungen
    • Teilen von kurzen Trainingsvideos über Vereinskanäle oder Gruppenchats.
    • Kinder und Jugendliche sollen unter Anleitung trainieren und nicht zu Hause oder alleine im Kraftraum ohne Kontrolle.
  • 6.3 Fairplay

    Ein respektvoller Umgang auf und neben dem Platz ist eine wichtige Grundlage für ein sicheres und positives Sportumfeld. Klare Verhaltensregeln, die Fairplay, gegenseitige Rücksichtnahme und den respektvollen Umgang mit Mitspielenden, gegnerischen Teams sowie Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern fördern, helfen dabei, Konflikte und Eskalationen zu vermeiden. 

    Ebenso wichtig ist die Förderung der Selbstwahrnehmung – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Kurze Feedbackrunden, in denen Spielerinnen und Spieler z. B. gefragt werden «Wie fühlst du dich heute?», unterstützen dabei, Überbelastung oder Unwohlsein frühzeitig zu erkennen und ernst zu nehmen. Beides trägt dazu bei, das Sicherheitsniveau im Trainings- und Spielbetrieb nachhaltig zu stärken.

  • 6.4 Fairplay-Regeln definieren Massnahme

    Wir als Verein fördern eine aktive Fairplay-Kultur, die auf gegenseitigem Respekt, Verantwortung und einem sicheren Miteinander basiert. Um dies nachhaltig zu verankern, definieren wir klare Verhaltensregeln für den Trainings- und Spielbetrieb. Diese beinhalten den respektvollen Umgang mit Mitspielenden, Trainerinnen, Gegnern und Schiedsrichterinnen sowie den Umgang mit Konflikten und Emotionen.

    Umsetzung im Vereinsalltag:

    1. Verhaltensregeln schriftlich festhalten:

    • Ich handle vorbildlich.
    • Ich akzeptiere Entscheide.
    • Ich spiele verantwortungsvoll.
    • Ich bleibe cool.
    • Ich denke und handle positiv.

    2. Regelmässige Thematisierung im Training:

    • Trainerinnen und Trainer sprechen Fairplay aktiv an – z. B. in kurzen Gesprächsrunden vor oder nach dem Training.
    • Reflexionsfragen wie «Was war heute fair/unfair?» oder «Wie hast du dich gefühlt?» fördern die Selbstwahrnehmung und das soziale Lernen.

    3. Feedbackrunden etablieren:

    • Wöchentliche, kurze Runden mit Fragen wie «Wie fühlst du dich heute?» oder «Was brauchst du, um dich wohlzufühlen?».
    • Förderung der Selbstverantwortung und frühzeitige Erkennung von Überbelastung oder emotionalem Stress.

    4. Konsequenzen bei Fehlverhalten:

    • Klare, altersgerechte Sanktionen bei wiederholtem respektlosem Verhalten (z. B. Gespräch mit Eltern, Trainingspause).
    • Fokus liegt auf Lernen und Entwicklung, nicht auf Strafe.

    5. Vorbildfunktion stärken:

    • Trainerinnen und Trainer und Vorstandsmitglieder leben die Werte vor und greifen bei Fehlverhalten konsequent und ruhig ein.

    Diese Massnahmen fördern nicht nur ein sicheres Umfeld, sondern auch die sozialen Kompetenzen der Spielerinnen und Spieler – ein zentrales Ziel insbesondere im Kinder- und Jugendhandball.

Unihockey

  • 1.1 Ein Konzept für weniger Unfälle

    Seit dem Inkrafttreten der revidierten Sportförderungsverordnung am 1. März 2023 sind Sportvereine verpflichtet, gezielte Massnahmen zur Reduktion von Unfällen umzusetzen, ansonsten droht ihnen in letzter Konsequenz eine Kürzung der Jugend+Sport-Gelder. Umso wichtiger ist ein wirksames Unfallpräventionskonzept, das systematisch auf den verschiedenen Wirkungsebenen eines Sportvereins ansetzt. 

  • 1.2 Inhalte eines Konzepts

    Dieses Konzept enthält Massnahmen, die unser Unihockeyverein mit gezieltem Aufwand umsetzen kann. Die Massnahmen sind unterteilt in Ansätze für Vorstandsmitglieder, Trainerinnen und Trainer sowie Spielerinnen und Spieler.

  • 2.1 Ansprechperson für Sicherheit

    Wenn klar ist, wer wofür zuständig ist, können sicherheitsrelevante Themen gezielt und wirksam angegangen werden und dadurch Unfälle vermieden werden.

  • 2.2 Ansprechperson für Sicherheit ernennen Massnahme

    Wir als Verein ernennen jeweils zu Beginn der Saison eine Ansprechperson für Sicherheit. Diese Person ist erste Kontaktstelle für sicherheitsrelevante Fragen und unterstützt den Vorstand dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Massnahmen zu ergreifen. Klare Zuständigkeiten helfen, systematisch und wirksam für die Sicherheit aller Mitglieder zu sorgen.

    Unsere Ansprechperson: [Namen einsetzen]

    E-Mail-Adresse: [...]

    Telefonnummer: [...]

  • 2.3 Entscheidungen und Handlungen nach ethischen Grundsätzen

    Ethische Grundsätze wie Fairness, Respekt und Schutz der Persönlichkeit schaffen eine klare Grundlage für ein sicheres und faires Vereinsleben. 

    Links: 

  • 2.4 Ethische Grundsätze definieren Massnahme

    Wir als Verein verpflichten uns zur Einhaltung und Förderung ethischer Grundsätze im Sport. Grundlage dafür bilden die neun Prinzipien der Ethik-Charta von Swiss Olympic und dem Bundesamt für Sport (BASPO). Dazu gehören insbesondere:

    • Respekt gegenüber allen Beteiligten
    • Fairness im sportlichen und zwischenmenschlichen Verhalten
    • Schutz der körperlichen und psychischen Integrität aller Mitglieder
    • Gleichbehandlung und Inklusion
    • Verantwortungsvoller Umgang mit Macht und Vertrauen

    Diese Werte gelten für alle Mitglieder, Funktionsträgerinnen und Funktionsträger sowie Trainerinnen und Trainer unseres Vereins. Sie bilden die Basis für unser tägliches Handeln und sind Teil unseres Verständnisses von Sicherheit und Verantwortung im Sport. Zur Umsetzung dieser Grundsätze …

    • ... machen wir die Ethik-Charta sichtbar (z. B. auf unserer Website, in Vereinsräumen oder bei Veranstaltungen),
    • ... informieren wir alle Funktionsträgerinnen und Trainer/-innen über die ethischen Prinzipien,
    • ... benennen wir eine Ansprechperson für ethische Fragen oder verweisen auf die Kooperations- und Meldestellen von Swiss Olympic (z. B. Swiss Sport Integrity) bzw. von swiss unihockey.
  • 2.5 Sicherheitsthemen

    Die verantwortliche Person für die Sicherheit erstellt und aktualisiert das Sicherheits-, Unfall- und Notfallkonzept SUN.

  • 2.6 Vereinsbeitritt und Sitzung zum Saisonstart Massnahme

    Treten neue Trainer/-innen oder Vorstandsmitglieder dem Verein bei, vereinbart die verantwortliche Person für Sicherheit eine Besprechung, in welcher die Inhalte des SUN vermittelt werden.

    In der jährlichen Sitzung im Mai wird das SUN als zwingendes Traktandum geführt. Die Trainer/-innen sind fähig, jederzeit im Sinne des SUN zu handeln.

  • 3.1 Standardisiertes Aufwärmprogramm

    Ein strukturiertes Aufwärmprogramm ist ein wichtiger Bestandteil der Trainingsgestaltung und trägt wesentlich zur Unfallprävention bei. Es bereitet den Körper gezielt auf die sportliche Belastung vor, verbessert die Bewegungskoordination und reduziert nachweislich das Risiko für Muskel-, Bänder- und Gelenkverletzungen.

    Programme wie «Swiss Way Warm-up» bieten wissenschaftlich geprüfte Übungen, die einfach in den Trainingsalltag integriert werden können. Durch die regelmässige Anwendung solcher Programme wird nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern auch die Leistungsfähigkeit langfristig gefördert.

    Links:

  • 3.2 Aufwärmprogramm definieren Massnahme

    In unserem Verein wird nach einem standardisierten Programm aufgewärmt, um die Verletzungsprävention im Trainings- und Spielbetrieb zu stärken. Zu Beginn jeder Trainingseinheit führen unsere Trainerinnen und Trainer ein strukturiertes Aufwärmen durch, bestehend aus den Übungen von Swiss Way Warm-up.

    Das Programm umfasst koordinative, kräftigende und mobilisierende Übungen, die altersgerecht angepasst werden. Es wird regelmässig durchgeführt und ist fester Bestandteil unseres Trainingskonzepts. Ziel ist es, Muskel-, Bänder- und Gelenkverletzungen zu reduzieren und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Spielerinnen und Spieler zu fördern.

    Auf der Stufe F- und E-Junioren/-innen (bis U10) werden zu Trainingsbeginn Trainingsformen zur Vielseitigkeit durchgeführt (Bewegungs- und Spielgrundformen). 

    Ab der Stufe D-Junioren/-innen (U12) empfiehlt swiss unihockey ein strukturiertes Warm-up sowie nachfolgende Inhalte zur Athletik (vgl. Power to Win). Im Athletikteil werden in den Junioren- und Nachwuchsteams abwechslungsweise und gleichmässig verteilt die Entwicklungsfaktoren Schnelligkeit, Explosivität und Kraft trainiert.

  • 3.3 Altersgerechte Gestaltung von Trainingsinhalten und Belastung

    Kinder und Jugendliche befinden sich in einer wichtigen Entwicklungsphase – körperlich, geistig und emotional. Deshalb ist es entscheidend, dass Trainingsinhalte und Belastungen ihrem Alter und Entwicklungsstand angepasst werden. Ein altersgerechtes Training fördert nicht nur die Freude am Unihockey, sondern schützt auch vor Überbelastung und Verletzungen. 

    Links:

  • 3.4 Trainings altersgerecht gestalten Massnahme

    Wir als Verein gestalten unsere Trainings alters- und entwicklungsgerecht. Für das Training mit Kindern und Jugendlichen sind die Grundlage die Rahmentrainingspläne, das Manual «Unihockey», die «Broschüre Kinder-Unihockey» und das «Ausbildungskonzept für Unihockeyvereine» von swiss unihockey und BASPO, die klare Empfehlungen für die Trainingsgestaltung in den verschiedenen Altersstufen geben. 

    Unsere Trainerinnen und Trainer achten darauf, dass ...

    • ... die Belastung dem Alter und Entwicklungsstand der Kinder und Jugendlichen entspricht,
    • ... Erholungsphasen eingeplant und Überforderungen vermieden werden,
    • ... soziale und emotionale Aspekte wie Teamgeist, Fairness und Freude am Spiel gefördert werden.

    Die Trainingsinhalte werden regelmässig reflektiert und bei Bedarf angepasst. So schaffen wir ein sicheres, motivierendes Umfeld, in dem sich Kinder und Jugendliche sportlich und persönlich gesund entwickeln können.

  • 3.5 Qualifizierte und kontinuierliche Schulung der Trainingsleitung

    Gut ausgebildete und regelmässig weitergebildete Trainerinnen und Trainer sind entscheidend für eine sichere, altersgerechte und qualitativ hochwertige Trainingsgestaltung. Durch den Einsatz von anerkannten Trainerinnen und Trainern (swiss unihockey, J+S, Trainerbildung Schweiz), die regelmässig an Weiterbildungen teilnehmen und die Inhalte des J+S-Merkblatts umsetzen, wird sichergestellt, dass Trainings fachgerecht geplant und durchgeführt werden. Dies stärkt nicht nur die sportliche Entwicklung, sondern reduziert auch das Risiko von Überbelastung und Verletzungen. 

    Links:

  • 3.6 Trainerinnen und Trainer qualifizieren Massnahme

    Wir als Verein legen grossen Wert auf eine fachlich kompetente und verantwortungsvolle Trainingsleitung. Deshalb setzen wir auf folgende Standards:

    • Ausbildung: Unsere Trainerinnen und Trainer erfüllen die Lizenzvorgaben von swiss unihockey. Der Verein übernimmt die Ausbildungskosten bis zur erforderlichen Lizenzstufe und beteiligt sich gemäss Absprache an weiterführenden Ausbildungen. Neue Trainerinnen und Trainer werden aktiv zur Teilnahme an diesen Ausbildungen ermutigt.
    • Weiterbildung: Alle Trainerinnen und Trainer nehmen regelmässig an offiziellen Weiterbildungen teil. So stellen wir sicher, dass das Wissen aktuell bleibt und neue Erkenntnisse in die Trainingsgestaltung einfliessen.
    • Standards und Unterlagen: Wir orientieren uns am offiziellen J+S-Merkblatt und an Unterlagen von swiss unihockey, die klare Leitlinien für sichere, altersgerechte und entwicklungsfördernde Trainings bieten. Diese Unterlagen sind für alle Trainerinnen und Trainer zugänglich und werden im Trainerteam regelmässig besprochen.
    • Austausch im Team: Wir fördern den regelmässigen Austausch im Trainerteam, z. B. durch interne Sitzungen oder gemeinsame Besuche von Weiterbildungen. So entsteht ein gemeinsames Verständnis für Qualität, Sicherheit und pädagogisches Handeln im Verein.

    Mit diesen Massnahmen schaffen wir eine verlässliche Grundlage für ein sicheres, motivierendes und kompetentes Unihockeytraining für Kinder und Jugendliche.

  • 3.7 «Return to Play»-Protokolle nach Verletzungen

    Die «Return to Play»-Checklisten helfen, Verletzungen zu erkennen und unterstützen die Entscheidung, ob eine Spielerin oder ein Spieler nach einer Verletzung weitermachen kann oder ob ein Abbruch der sportlichen Aktivität angezeigt ist.

    Links:

  • 3.8 Nach Verletzungen «Return to Play»-Checklisten einsetzen Massnahme

    Wir als Verein setzen nach einer Verletzung die «Return to Play»-Checklisten ein, um zu entscheiden, ob eine Spielerin oder ein Spieler wieder auf das Feld zurückkehren darf.

    Unsere Trainerinnen und Trainer achten darauf, dass ...

    • ... verletzte Spielerinnen und Spieler erst nach Freigabe durch einen Arzt oder Physio und bei Juniorinnen und Junioren in enger Absprache mit den Eltern wieder ins Training einsteigen,
    • ... der Wiedereinstieg stufenweise erfolgt – beginnend mit individuellen Übungen, gefolgt von reduziertem Mannschaftstraining und erst danach mit voller Belastung,
    • ... die Belastung an den Heilungsverlauf angepasst wird und keine Überforderung stattfindet,
    • ... die Spielerinnen und Spieler eng begleitet und regelmässig beobachtet werden, um Rückfälle zu vermeiden.
  • 4.1 Kontrolle der Sportanlage

    Eine sichere Sportanlage ist eine zentrale Voraussetzung für unfallfreies Training, Spiel und Vereinsleben. Mängel an der Infrastruktur stellen potenzielle Gefahrenquellen dar, die das Verletzungsrisiko deutlich erhöhen können. 

    Um solchen Risiken vorzubeugen, ist es entscheidend, dass die Sportanlage regelmässig durch den Anlagenbetreiber kontrolliert wird. Sichtkontrollen helfen dabei, sicherheitsrelevante Mängel frühzeitig zu erkennen und entsprechende Massnahmen einzuleiten. So wird nicht nur die Sicherheit der Spielerinnen und Spieler erhöht, sondern auch ein verantwortungsvoller Umgang mit der Infrastruktur gefördert.

    Links:

  • 4.2 Sportanlage und Material kontrollieren Massnahme

    Wir führen eine regelmässige Kontrolle unserer Sportanlage (gemeinsam mit dem Anlagenbetreiber) nach dem Sportanlagenkonzept von swiss unihockey durch. Die Kontrolle erfolgt in regelmässigen Abständen – insbesondere vor Spiel- und Trainingsbetrieb – und wir dokumentieren sowohl den Zustand der Infrastruktur und des verwendeten Materials (z. B. Banden, Tore) als auch allfällige Massnahmen zur Behebung festgestellter Mängel. Mit diesem Vorgehen schaffen wir eine verlässliche Grundlage für einen sicheren Trainings- und Spielbetrieb und übernehmen Verantwortung für die Gesundheit aller Beteiligten.

  • 4.3 Medizinkoffer

    Ein vollständig ausgerüsteter Medizinkoffer ist eine wichtige Voraussetzung für eine rasche Erste Hilfe bei Verletzungen. Damit er im Notfall zuverlässig zur Verfügung steht, muss sein Inhalt regelmässig überprüft und bei Bedarf ergänzt werden. Ebenso wichtig ist, dass alle Beteiligten wissen, wo sich der Koffer befindet.

  • 4.4 Medizinkoffer regelmässig kontrollieren und auffüllen Massnahme

    Unser Medizinkoffer ist vollständig ausgerüstet und steht bei jedem Training und Spiel griffbereit zur Verfügung. Wir stellen sicher, dass alle Trainerinnen und Trainer den Standort des Koffers kennen. 

    Um im Ernstfall schnell und wirksam Erste Hilfe leisten zu können, wird der Koffer regelmässig kontrolliert und bei Bedarf ergänzt. Die Kontrolle erfolgt mindestens einmal pro Quartal sowie nach jedem Einsatz.

    Empfohlene Inhalte des Medizinkoffers für Unihockeyvereine

    • Kühlung und Schmerzbehandlung:
    • Kühl-/Eisspray oder Kühlpads
    • Arnikasalbe oder Sportsalbe
    • Schmerzgel
    • Wärmesalbe
    • Verbandsmaterial:
    • Elastische Binden (verschiedene Breiten)
    • Mullbinden (6–7 Stück)
    • Sterile Wundauflagen (verschiedene Grössen)
    • Wundpflaster und Wundverbände
    • Wundverschlussstreifen
    • Dreieckstuch
    • Rettungsdecke (gold/silber)
    • Fixierung und Stabilisierung:
    • Tape-Rollen (Kinesiotape, weisses Textiltape, 2–6 cm breit)
    • Haftbandagen (4–6 cm)
    • Verbandsschere und Tape-Schere
    • Hygiene und Schutz:
    • Einmalhandschuhe (mehrere Paare)
    • Alkoholtupfer
    • Einmalrasierer
    • Desinfektionsmittel
    • Sonstiges:
    • «Return to Play»-Checklisten
    • Plastik-/Papiertüten (z. B. bei Hyperventilation)
    • Schwämme oder Tücher für Kühlung
    • Nasenblut-Stopp-Hilfen (z. B. Gummiringe)
    • Liste mit Notfallnummern
    • Dokumentationsblatt für Erste-Hilfe-Leistungen
  • 4.5 Notfallplan

    Ein gut sichtbarer Notfallplan erleichtert in kritischen Situationen schnelles und gezieltes Eingreifen. Durch die Kombination aus Lageplan, wichtigen Telefonnummern, Defibrillator und klarer Rettungskette wird eine sichere Orientierung und rasche Hilfe ermöglicht. Voraussetzung dafür ist ein aktueller Plan mit klar geregelten Zuständigkeiten.

    Links: 

  • 4.6 Notfallplan aufhängen Massnahme

    Wir als Verein stellen sicher, dass im Notfall rasch und gezielt gehandelt werden kann. Dazu hängen wir an zentralen Orten (z. B. Garderoben, Materialraum, Eingangsbereich) einen gut sichtbaren Notfallplan auf. Der Plan wird vom Vorstand oder von der Ansprechperson für Sicherheit regelmässig überprüft und bei Änderungen umgehend aktualisiert. Auf dem Notfallplan wird u. a. festgehalten, wo der nächste Defibrillator zu finden ist.

  • 5.1 Schutzausrüstung

    Die persönliche Schutzausrüstung spielt eine wichtige Rolle in der Verletzungsprävention. Das konsequente Tragen der richtigen Ausrüstung schützt vor schweren Verletzungen und ist insbesondere bei Kindern und Jugendlichen wichtig.

  • 5.2 Ausrüstung kontrollieren Massnahme

    In unserem Verein tragen alle Spielerinnen und Spieler während des Spiels und Trainings die sportartspezifische notwendige Ausrüstung. Unsere Trainerinnen und Trainer achten darauf, dass Hallenschuhe mit guter rutschfester Sohle und seitlichem Halt verwendet werden. Niemand spielt barfuss oder in Strassenschuhen. Das Tragen von Schmuck und Uhren ist untersagt, da diese bei Stürzen, Stockkontakten oder Kollisionen zu Schnitt-, Quetsch- oder Augenverletzungen führen können. Schutzbrillen werden von allen Juniorinnen und Junioren bis und mit U16 (Knaben) bzw. U17 (Mädchen) im Wettkampf und im Training getragen. Älteren Spielerinnen und Spielern wird das Tragen einer Schutzbrille ebenfalls dringend empfohlen. Der Verein stellt für Probetrainings oder bei Vergessen Leih-Schutzbrillen bereit. Torhüter/-innen gehen nur mit vollständiger, intakter Ausrüstung aufs Feld. Dazu gehören insbesondere Helm mit Gittervisier, Knieschoner und Tiefschutz. Zusätzlich werden die Ausrüstungsteile regelmässig kontrolliert und bei Bedarf sofort ersetzt, um die Sicherheit jederzeit zu gewährleisten. Wir legen Wert darauf, dass Mängel in der Ausrüstung umgehend behoben werden, bevor die Person wieder am Spielbetrieb teilnimmt.

  • 6.1 Fitness und deren Bedeutung

    Eine gute körperliche Verfassung ist ein zentraler Faktor zur Vorbeugung von Verletzungen. Spielerinnen und Spieler mit ausreichender Grundlagenausdauer, Kraft und Beweglichkeit sind weniger anfällig für Überbelastungen und können Bewegungen kontrollierter ausführen. 

    Ergänzende Trainingsangebote wie Lauf-, Athletik- oder Krafttrainings leisten hierzu einen wichtigen Beitrag. Ebenso entscheidend ist die bewusste Kommunikation der Bedeutung von Fitness im Vereinsalltag. Wenn Trainerinnen und Trainer sowie Vereinsverantwortliche klare Erwartungen formulieren, wird die Eigenverantwortung der Spielerinnen und Spieler gestärkt und ein gemeinsames Verständnis für Prävention gefördert.

  • 6.2 Fitness trainieren Massnahme

    Wir als Verein kennen die Bedeutung einer guten körperlichen Verfassung für die Verletzungsprävention und Leistungsfähigkeit unserer Spielerinnen und Spieler. Deshalb fördern wir die individuelle Fitness gezielt – sowohl durch ergänzende Trainingsangebote als auch durch klare Kommunikation im Vereinsalltag.

    Umsetzungsmöglichkeiten:

    1. Zusätzliche Trainingseinheiten im Verein

    • Einmal pro Woche ein freiwilliger Lauf- oder Athletiktreff (z. B. 30–45 Minuten an trainingsfreien Tagen).

    2. Kooperationen im Ort

    • Zusammenarbeit mit dem örtlichen Turnverein oder Leichtathletikclub für gemeinsame Einheiten oder Techniktrainings.
    • Nutzung von bestehenden Angeboten wie Lauftreffs oder Bewegungsgruppen.

    3. Partnerschaften mit Fitnesscentern

    • Aushandeln eines Promotionsangebots für Vereinsmitglieder (z. B. vergünstigte Monatsabos oder Zehnerkarten).
    • Gegenseitige Werbung als Gegenleistung (z. B. Logo auf Vereinswebsite oder Flyer im Clubhaus).

    4. Selbstverantwortung stärken

    • Spielerinnen und Spieler werden regelmässig über die Bedeutung von Fitness informiert (z. B. durch kurze Inputs im Training oder Aushänge).
    • Trainerinnen und Trainer sprechen individuelle Defizite offen an und geben einfache Trainingsvorschläge für zu Hause.

    5. Digitale Unterstützung

    • Empfehlung von unterstützenden Tools/Technologien und/oder Trainingsideen.
    • Teilen von kurzen Trainingsvideos über Vereinskanäle oder Gruppenchats.
  • 6.3 Fairplay

    Ein respektvoller Umgang auf und neben dem Platz ist eine wichtige Grundlage für ein sicheres und positives Sportumfeld. Klare Verhaltensregeln, die Fairplay, gegenseitige Rücksichtnahme und den respektvollen Umgang mit Mitspielenden, Gegnerinnen und Schiedsrichtern fördern, helfen dabei, Konflikte und Eskalationen zu vermeiden. 

    Ebenso wichtig ist die Förderung der Selbstwahrnehmung – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Kurze Feedbackrunden, in denen Spielerinnen und Spieler z. B. gefragt werden «Wie fühlst du dich heute?», unterstützen dabei, Überbelastung oder Unwohlsein frühzeitig zu erkennen und ernst zu nehmen. Beides trägt dazu bei, das Sicherheitsniveau im Trainings- und Spielbetrieb nachhaltig zu stärken.

  • 6.4 Fairplay-Regeln definieren Massnahme

    Wir als Verein fördern eine aktive Fairplay-Kultur, die auf gegenseitigem Respekt, Verantwortung und einem sicheren Miteinander basiert. Um dies nachhaltig zu verankern, definieren wir klare Verhaltensregeln für den Trainings- und Spielbetrieb. Diese beinhalten den respektvollen Umgang mit Mitspielenden, Trainerinnen, Gegnern und Schiedsrichterinnen sowie den Umgang mit Konflikten und Emotionen.

    Umsetzung im Vereinsalltag:

    1. Verhaltensregeln schriftlich festhalten:

    • Ich handle vorbildlich.
    • Ich akzeptiere Entscheide.
    • Ich spiele verantwortungsvoll.
    • Ich bleibe cool.
    • Ich denke und handle positiv.

    2. Regelmässige Thematisierung im Training:

    • Trainerinnen und Trainer sprechen Fairplay aktiv an – z. B. in kurzen Gesprächsrunden vor oder nach dem Training.
    • Reflexionsfragen wie «Was war heute fair/unfair?» oder «Wie hast du dich gefühlt?» fördern die Selbstwahrnehmung und das soziale Lernen.

    3. Feedbackrunden etablieren:

    • Wöchentliche, kurze Runden mit Fragen wie «Wie fühlst du dich heute?» oder «Was brauchst du, um dich wohlzufühlen?».
    • Förderung der Selbstverantwortung und frühzeitige Erkennung von Überbelastung oder emotionalem Stress.

    4. Konsequenzen bei Fehlverhalten:

    • Klare, altersgerechte Sanktionen bei wiederholtem respektlosem Verhalten (z. B. Gespräch mit Eltern, Trainingspause).
    • Fokus liegt auf Lernen und Entwicklung, nicht auf Strafe.

    5. Vorbildfunktion stärken:

    • Trainerinnen und Trainer und Vorstandsmitglieder leben die Werte vor und greifen bei Fehlverhalten konsequent und ruhig ein.

    Diese Massnahmen fördern nicht nur ein sicheres Umfeld, sondern auch die sozialen Kompetenzen der Spielerinnen und Spieler – ein zentrales Ziel insbesondere im Kinder- und Jugend-Unihockey.

Eishockey

  • 1.1 Ein Konzept für weniger Unfälle

    Eishockey ist eine der dynamischsten und körperintensivsten Mannschaftssportarten. Es fördert Teamgeist, Schnelligkeit, Koordination und mentale Stärke. Besonders bei Kindern und Jugendlichen erfreut sich Eishockey grosser Beliebtheit, sei es im Verein, in der Schule oder im Freizeitbereich.

    Doch trotz aller positiver Wirkungen birgt der Eishockeysport auch erhebliche Risiken. Jährlich verletzen sich in der Schweiz rund 5000 Spielerinnen und Spieler. Besonders häufig betroffen sind Kopf, Schulter, Oberarm und Knie. Über 60 % der Kopfverletzungen stehen im Zusammenhang mit Körperkontakt, etwa durch Checks gegen den Kopf oder Bandenkollisionen. Die Folgen reichen von Prellungen bis hin zu schweren Gehirnerschütterungen.

    Seit dem Inkrafttreten der revidierten Sportförderungsverordnung am 1. März 2023 sind Sportvereine verpflichtet, Massnahmen zur Reduktion von Unfällen umzusetzen, ansonsten droht ihnen in letzter Konsequenz eine Kürzung der Jugend+Sport-Gelder. Umso wichtiger ist ein wirksames Unfallpräventionskonzept, das systematisch auf den verschiedenen Wirkungsebenen eines Sportvereins ansetzt. 

  • 1.2 Inhalte eines Konzepts

    Dieses Konzept enthält Massnahmen, die unser Eishockeyverein mit gezieltem Aufwand umsetzen kann. Die Massnahmen sind unterteilt in Ansätze für Vorstandsmitglieder, Trainerinnen und Trainer sowie Spielerinnen und Spieler.

  • 2.1 Ansprechperson für Sicherheit

    Wenn klar ist, wer wofür zuständig ist, können sicherheitsrelevante Themen gezielt und wirksam angegangen werden und dadurch Unfälle vermieden werden. Die Ansprechperson für Sicherheit unterstützt die Schlüsselpersonen im Verein dabei.

  • 2.2 Ansprechperson für Sicherheit ernennen Massnahme

    Wir als Verein ernennen jeweils zu Beginn der Saison eine Ansprechperson für Sicherheit. Diese Person ist erste Kontaktstelle für sicherheitsrelevante Fragen, und sie unterstützt den Vorstand dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Massnahmen zu ergreifen. Klare Zuständigkeiten helfen, systematisch und wirksam für die Sicherheit aller Mitglieder zu sorgen.

    Unsere Ansprechperson: [Namen einsetzen]

    E-Mail-Adresse: [...]

    Telefonnummer: [...]

    Wir empfehlen zwecks kontinuierlicher Weiterentwicklung und nachhaltiger Sicherheitsprävention, dass sich die Ansprechperson für Sicherheit idealerweise längerfristig engagiert.

  • 2.3 Verankerung ethischer Grundsätze im Leitbild oder in den Statuten

    Ethische Grundsätze wie Fairness, Respekt und Schutz der Persönlichkeit schaffen eine klare Grundlage für ein sicheres und faires Vereinsleben. Wenn diese Werte im Leitbild oder in den Statuten verankert sind, können Entscheidungen im Verein verantwortungsvoll und nachvollziehbar getroffen werden.

    Links: 

  • 2.4 Ethische Grundsätze definieren Massnahme

    Wir als Verein verpflichten uns zur Einhaltung und Förderung ethischer Grundsätze im Sport. Grundlage dafür bilden die neun Prinzipien der Ethik-Charta von Swiss Olympic und dem Bundesamt für Sport (BASPO). Dazu gehören insbesondere:

    • Respekt gegenüber allen Beteiligten
    • Fairness im sportlichen und zwischenmenschlichen Verhalten
    • Schutz der körperlichen und psychischen Integrität aller Mitglieder
    • Gleichbehandlung und Inklusion
    • Verantwortungsvoller Umgang mit Macht und Vertrauen

    Diese Werte gelten für alle Mitglieder, Funktionsträgerinnen und Funktionsträger sowie Trainerinnen und Trainer unseres Vereins. Sie bilden die Basis für unser tägliches Handeln und sind Teil unseres Verständnisses von Sicherheit und Verantwortung im Sport. Zur Umsetzung dieser Grundsätze ...

    • ... machen wir die Ethik-Charta sichtbar (z. B. auf unserer Website, in Vereinsräumen oder bei Veranstaltungen) und stellen sicher, dass sie in der täglichen Vereinsarbeit, in Trainings und im Spielbetrieb aktiv gefördert und eingefordert wird.
    • ... informieren wir alle Funktionsträgerinnen und Trainer/-innen über die ethischen Prinzipien.
    • ... benennen wir eine Ansprechperson für ethische Fragen oder verweisen auf die Kooperations- und Meldestellen von Swiss Olympic (z. B. Swiss Sport Integrity) bzw. von Swiss Ice Hockey.
    • ... stellen wir sicher, dass Massnahmen stufen- und niveaugerecht umgesetzt werden.
  • 2.5 Teamsitzungen mit Sicherheitsthemen

    Regelmässige Sitzungen in denen Sicherheit und Unfallprävention thematisiert werden, fördern das Bewusstsein für Risiken im Vereinsalltag. Sie helfen dabei, Verantwortlichkeiten zu klären, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Lösungen zu finden. Durch die kontinuierliche Auseinandersetzung mit sicherheitsrelevanten Themen entsteht eine Kultur der Achtsamkeit – auf und neben dem Eis.

    Die offiziellen Empfehlungen des Schweizerischen Eishockeyverbands SIHF zur Sicherheit und Prävention im Eishockey enthalten zentrale Themenbereiche mit konkreten Handlungsempfehlungen und Hilfsmitteln. Sie unterstützen Vereine dabei, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und gezielt zu minimieren. Ziel ist es, allen Beteiligten eine sichere Umgebung zu bieten.

    Links:

  • 2.6 An Teamsitzungen Sicherheitsthemen besprechen Massnahme

    Wir als Verein führen regelmässig Teamsitzungen durch, in denen Sicherheit und Unfallprävention thematisiert werden. Dabei orientieren wir uns an den offiziellen Richtlinien des SIHF, die zentrale Präventionsaspekte mit konkreten Handlungsempfehlungen und Hilfsmitteln enthalten. In den Sitzungen sprechen wir gezielt über Themen wie:

    • Korrektes Verhalten bei Checks und Bandenkontakten
    • Vermeidung typischer Eishockeyverletzungen
    • Sichere Infrastruktur (z. B. flexible Banden, Eisqualität)
    • Erste-Hilfe-Massnahmen und Notfallorganisation
    • Respektvoller Umgang und Fairplay

    Ziel ist es, das Bewusstsein für Risiken zu schärfen, Verantwortlichkeiten zu klären und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

  • 3.1 Standardisiertes Aufwärmprogramm

    Ein strukturiertes Aufwärmprogramm ist ein wichtiger Bestandteil der Trainingsgestaltung und trägt wesentlich zur Unfallprävention bei. Es bereitet den Körper gezielt auf die sportliche Belastung vor, verbessert die Bewegungskoordination und reduziert nachweislich das Risiko für Muskel-, Bänder- und Gelenkverletzungen.

    Programme wie «Respect your Fitness» bieten wissenschaftlich geprüfte Übungen, die einfach in den Trainingsalltag integriert werden können. Durch die regelmässige Anwendung solcher Programme wird nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern auch die Leistungsfähigkeit langfristig gefördert.

    Links:

  • 3.2 Aufwärmprogramm definieren Massnahme

    In unserem Verein wird nach einem standardisierten Programm aufgewärmt, um die Verletzungsprävention im Trainings- und Spielbetrieb zu stärken. Zu Beginn jeder Trainingseinheit führen unsere Trainerinnen und Trainer ein strukturiertes Aufwärmen durch, bestehend aus Off-Ice- und On-Ice-Elementen.

    Das Programm umfasst koordinative, kräftigende und mobilisierende Übungen, die altersgerecht angepasst werden. Es wird regelmässig durchgeführt und ist fester Bestandteil unseres Trainingskonzepts. Ziel ist es, Muskel-, Bänder- und Gelenkverletzungen zu reduzieren und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Spielerinnen und Spieler zu fördern.

  • 3.3 Altersgerechte Gestaltung von Trainingsinhalten und Belastung

    Kinder und Jugendliche befinden sich in einer wichtigen Entwicklungsphase – körperlich, geistig und emotional. Deshalb ist es entscheidend, dass Trainingsinhalte und Belastungen ihrem Alter und Entwicklungsstand angepasst werden. Ein altersgerechtes Training fördert nicht nur die Freude am Eishockey, sondern schützt auch vor Überbelastung und Verletzungen.

  • 3.4 Trainings altersgerecht gestalten Massnahme

    Wir als Verein gestalten unsere Trainings alters- und entwicklungsgerecht. Für das Training mit Kindern und Jugendlichen sind die Grundlage die Manuals «Eishockey für Kinder» und «Eishockey für Jugendliche» von SIHF und BASPO, die klare Empfehlungen für die Trainingsgestaltung in den verschiedenen Altersstufen geben. 

    Unsere Trainerinnen und Trainer achten darauf, dass ...

    • ... die Belastung dem Alter und Entwicklungsstand der Kinder und Jugendlichen entspricht,
    • ... Erholungsphasen eingeplant und Überforderungen vermieden werden,
    • ... soziale und emotionale Aspekte wie Teamgeist, Fairness und Freude am Spiel gefördert werden.

    Die Trainingsinhalte werden regelmässig reflektiert und bei Bedarf angepasst. So schaffen wir ein sicheres, motivierendes Umfeld, in dem sich Kinder und Jugendliche sportlich und persönlich gesund entwickeln können.

  • 3.5 Qualifizierte und kontinuierliche Schulung der Trainingsleitung

    Gut ausgebildete und regelmässig weitergebildete Trainerinnen und Trainer sind entscheidend für eine sichere, altersgerechte und qualitativ hochwertige Trainingsgestaltung. Durch den Einsatz von diplomierten Trainerinnen und Trainern (z. B. J+S, SIHF oder gleichwertige Ausbildungen), die regelmässig an Weiterbildungen teilnehmen und offizielle Unterlagen wie das J+S-Merkblatt verwenden, wird sichergestellt, dass Trainings fachgerecht geplant und durchgeführt werden. Dies stärkt nicht nur die sportliche Entwicklung, sondern reduziert auch das Risiko von Überbelastung und Verletzungen. 

    Links:

  • 3.6 Trainerinnen und Trainer qualifizieren Massnahme

    Wir als Verein legen grossen Wert auf eine fachlich kompetente und verantwortungsvolle Trainingsleitung. Deshalb setzen wir auf folgende Standards:

    • Ausbildung: Unsere Trainer/-innen erfüllen die offiziellen Mindestanforderungen der Coachingdiplome, die im Trainerreglement geregelt sind – je nach Liga, in der das Team spielt.
    • Weiterbildung: Alle Trainerinnen und Trainer nehmen regelmässig an offiziellen Weiterbildungen teil. So stellen wir sicher, dass das Wissen aktuell bleibt und neue Erkenntnisse in die Trainingsgestaltung einfliessen.
    • Standards und Unterlagen: Wir orientieren uns am offiziellen J+S-Merkblatt und an Unterlagen des SIHF (Manuals), die klare Leitlinien für sichere, altersgerechte und entwicklungsfördernde Trainings bieten. Diese Unterlagen sind für alle Trainerinnen und Trainer zugänglich und werden im Trainerteam regelmässig besprochen.
    • Austausch im Team: Wir fördern den regelmässigen Austausch im Trainerteam, z. B. durch interne Sitzungen oder gemeinsame Besuche von Weiterbildungen. So entsteht ein gemeinsames Verständnis für Qualität, Sicherheit und pädagogisches Handeln im Verein.

    Mit diesen Massnahmen schaffen wir eine verlässliche Grundlage für ein sicheres, motivierendes und kompetentes Eishockeytraining für Kinder und Jugendliche.

  • 3.7 «Return to Play»-Protokolle nach Verletzungen

    Die «Return to Play»-Checklisten helfen, Verletzungen zu erkennen und unterstützen die Entscheidung, ob eine Spielerin oder ein Spieler nach einer Verletzung weitermachen kann oder ob ein Abbruch der sportlichen Aktivität angezeigt ist.

    Links:

  • 3.8 Nach Verletzungen «Return to Play»-Checklisten einsetzen Massnahme

    Wir als Verein setzen nach einer Verletzung die «Return to Play»-Checklisten ein, um zu entscheiden, ob eine Spielerin oder ein Spieler wieder aufs Eis zurückkehren darf.

    Unsere Trainerinnen und Trainer achten darauf, dass ...

    • ... verletzte Spielerinnen und Spieler erst nach Freigabe durch einen Arzt oder Physio und bei Juniorinnen und Junioren in enger Absprache mit den Eltern wieder ins Training einsteigen,
    • ... der Wiedereinstieg stufenweise erfolgt – beginnend mit individuellen Übungen, gefolgt von reduziertem Mannschaftstraining und erst danach mit voller Belastung,
    • ... die Belastung an den Heilungsverlauf angepasst wird und keine Überforderung stattfindet,
    • ... die Spielerinnen und Spieler eng begleitet und regelmässig beobachtet werden, um Rückfälle zu vermeiden,
    • ... bei Juniorenteams Eltern an Elternabenden für die potenziellen Gefahren von (aufeinanderfolgenden) Gehirnerschütterungen sensibilisiert werden. 
  • 4.1 Kontrolle der Sportanlage

    Eine sichere Sportanlage ist eine zentrale Voraussetzung für unfallfreies Training, Spiel und Vereinsleben. Mängel an der Infrastruktur stellen potenzielle Gefahrenquellen dar, die das Verletzungsrisiko deutlich erhöhen können. 

    Um solchen Risiken vorzubeugen, ist es entscheidend, dass die Sportanlage regelmässig mit dem Anlagenbetreiber kontrolliert wird. Sichtkontrollen helfen dabei, sicherheitsrelevante Mängel frühzeitig zu erkennen und entsprechende Massnahmen einzuleiten. So wird nicht nur die Sicherheit der Spielerinnen und Spieler erhöht, sondern auch ein verantwortungsvoller Umgang mit der Infrastruktur gefördert.

  • 4.2 Sportanlage kontrollieren Massnahme

    Wir führen eine regelmässige Kontrolle unserer Sportanlage (gemeinsam mit dem Anlagenbetreiber) durch. Die Kontrolle erfolgt in regelmässigen Abständen – insbesondere vor Spiel- und Trainingsbetrieb – und wir dokumentieren sowohl den Zustand der Infrastruktur als auch allfällige Massnahmen zur Behebung festgestellter Mängel. Mit diesem Vorgehen schaffen wir eine verlässliche Grundlage für einen sicheren Trainings- und Spielbetrieb und übernehmen Verantwortung für die Gesundheit aller Beteiligten.

  • 4.3 Medizinkoffer

    Ein vollständig ausgerüsteter Medizinkoffer ist eine wichtige Voraussetzung für eine rasche Erste Hilfe bei Verletzungen. Damit er im Notfall zuverlässig zur Verfügung steht, muss sein Inhalt regelmässig überprüft und bei Bedarf ergänzt werden. Ebenso wichtig ist, dass alle Beteiligten wissen, wo sich der Koffer befindet.

  • 4.4 Medizinkoffer regelmässig kontrollieren und auffüllen Massnahme

    Unser Medizinkoffer ist vollständig ausgerüstet und steht bei jedem Training und Spiel griffbereit zur Verfügung. Wir stellen sicher, dass alle Trainerinnen und Trainer den Standort des Koffers kennen. 

    Um im Ernstfall schnell und wirksam Erste Hilfe leisten zu können, wird der Koffer regelmässig kontrolliert und bei Bedarf ergänzt. Die Kontrolle erfolgt mindestens einmal pro Quartal sowie nach jedem Einsatz.

    Empfohlene Inhalte des Medizinkoffers für Eishockeyvereine

    • Kühlung und Schmerzbehandlung:
    • Kühl-/Eisspray oder Kühlpads
    • Arnikasalbe oder Sportsalbe
    • Schmerzgel
    • Wärmesalbe
    • Verbandsmaterial:
    • Elastische Binden (verschiedene Breiten)
    • Mullbinden (6–7 Stück)
    • Sterile Wundauflagen (verschiedene Grössen)
    • Wundpflaster und Wundverbände
    • Wundverschlussstreifen
    • Dreieckstuch
    • Rettungsdecke (gold/silber)
    • Fixierung und Stabilisierung:
    • Tape-Rollen (Kinesiotape, weisses Textiltape, 2–6 cm breit)
    • Haftbandagen (4–6 cm)
    • Verbandsschere und Tape-Schere
    • Hygiene und Schutz:
    • Einmalhandschuhe (mehrere Paare)
    • Alkoholtupfer
    • Einmalrasierer
    • Desinfektionsmittel
    • Sonstiges:
    • «Return to Play»-Checklisten
    • Plastik-/Papiertüten (z. B. bei Hyperventilation)
    • Schwämme oder Tücher für Kühlung
    • Nasenblut-Stopp-Hilfen (z. B. Gummiringe)
    • Liste mit Notfallnummern
    • Dokumentationsblatt für Erste-Hilfe-Leistungen
  • 4.5 Notfallplan

    Ein gut sichtbarer Notfallplan erleichtert in kritischen Situationen schnelles und gezieltes Eingreifen. Durch die Kombination aus Lageplan, wichtigen Telefonnummern, Defibrillator und klarer Rettungskette wird eine sichere Orientierung und rasche Hilfe ermöglicht. Voraussetzung dafür ist ein aktueller Plan mit klar geregelten Zuständigkeiten.

    Links: 

  • 4.6 Notfallplan aufhängen Massnahme

    Wir als Verein stellen sicher, dass im Notfall rasch und gezielt gehandelt werden kann. Dazu hängen wir an zentralen Orten (z. B. Garderoben, Materialraum, Eingangsbereich) einen gut sichtbaren Notfallplan auf. Der Plan wird vom Vorstand oder von der Ansprechperson für Sicherheit regelmässig überprüft und bei Änderungen umgehend aktualisiert.

  • 5.1 Schutzausrüstung

    Die persönliche Schutzausrüstung spielt eine wichtige Rolle in der Verletzungsprävention. Das konsequente Tragen der richtigen Ausrüstung schützt vor schweren Verletzungen und ist insbesondere bei Kindern und Jugendlichen wichtig. Gemäss Trainerreglement gilt im Nachwuchs-, Amateur- und Frauensport (NAFS) die Helmpflicht auch für Coaches auf dem Eis.

  • 5.2 Ausrüstung kontrollieren Massnahme

    In unserem Verein tragen alle Spielerinnen und Spieler während des Spiels und Trainings die vollständige und gut sitzende Schutzausrüstung. Vor dem Betreten des Eises werden Schmuckstücke und Uhren abgelegt. Unsere Trainerinnen und Trainer achten darauf, dass Helme korrekt sitzen und geschlossen sind (Juniorinnen und Junioren tragen zwingend ein Gittervisier), keine beschädigten Ausrüstungsteile verwendet werden und Torhüterinnen und Torhüter nur mit vollständiger, intakter Ausrüstung aufs Eis gehen. Zusätzlich werden die Ausrüstungsteile regelmässig kontrolliert und bei Bedarf sofort ersetzt, um die Sicherheit jederzeit zu gewährleisten. Wir legen Wert darauf, dass Mängel in der Ausrüstung umgehend behoben werden, bevor die Person wieder am Spielbetrieb teilnimmt. 

  • 6.1 Fitness und deren Bedeutung

    Eine gute körperliche Verfassung ist ein zentraler Faktor zur Vorbeugung von Verletzungen. Spielerinnen und Spieler mit ausreichender Grundlagenausdauer, Kraft und Beweglichkeit sind weniger anfällig für Überbelastungen und können Bewegungen kontrollierter ausführen. 

    Ergänzende Trainingsangebote wie Lauf-, Athletik- oder Krafttrainings leisten hierzu einen wichtigen Beitrag. Ebenso entscheidend ist die bewusste Kommunikation der Bedeutung von Fitness im Vereinsalltag. Wenn Trainerinnen und Trainer sowie Vereinsverantwortliche klare Erwartungen formulieren, wird die Eigenverantwortung der Spielerinnen und Spieler gestärkt und ein gemeinsames Verständnis für Prävention gefördert.

  • 6.2 Fitness trainieren Massnahme

    Wir als Verein kennen die Bedeutung einer guten körperlichen Verfassung für die Verletzungsprävention und Leistungsfähigkeit unserer Spielerinnen und Spieler. Deshalb fördern wir die individuelle Fitness gezielt – sowohl durch ergänzende Trainingsangebote als auch durch klare Kommunikation im Vereinsalltag.

    Umsetzungsmöglichkeiten:

    1. Zusätzliche Trainingseinheiten im Verein

    • Einmal pro Woche ein freiwilliger Lauf- oder Athletiktreff (z. B. 30–45 Minuten an trainingsfreien Tagen).

    2. Kooperationen im Ort

    • Zusammenarbeit mit dem örtlichen Turnverein oder Leichtathletikclub für gemeinsame Einheiten oder Techniktrainings.
    • Nutzung von bestehenden Angeboten wie Lauftreffs oder Bewegungsgruppen.

    3. Partnerschaften mit Fitnesscentern

    • Aushandeln eines Promotionsangebots für Vereinsmitglieder (z. B. vergünstigte Monatsabos oder Zehnerkarten).
    • Gegenseitige Werbung als Gegenleistung (z. B. Logo auf Vereinswebsite oder Flyer im Clubhaus).

    4. Selbstverantwortung stärken

    • Spielerinnen und Spieler werden regelmässig über die Bedeutung von Fitness informiert (z. B. durch kurze Inputs im Training oder Aushänge).
    • Trainerinnen und Trainer sprechen individuelle Defizite offen an und geben einfache Trainingsvorschläge für zu Hause.

    5. Digitale Unterstützung

    • Empfehlung kostenloser Fitness-Apps oder YouTube-Kanäle mit eishockeyspezifischen Übungen.
    • Teilen von kurzen Trainingsvideos über Vereinskanäle oder Gruppenchats.
  • 6.3 Fairplay

    Ein respektvoller Umgang auf und neben dem Platz ist eine wichtige Grundlage für ein sicheres und positives Sportumfeld. Klare Verhaltensregeln, die Fairplay, gegenseitige Rücksichtnahme und den respektvollen Umgang mit Mitspielenden, Gegnerinnen und Schiedsrichtern fördern, helfen dabei, Konflikte und Eskalationen zu vermeiden. 

    Ebenso wichtig ist die Förderung der Selbstwahrnehmung – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Kurze Feedbackrunden, in denen Spielerinnen und Spieler z. B. gefragt werden «Wie fühlst du dich heute?», unterstützen dabei, Überbelastung oder Unwohlsein frühzeitig zu erkennen und ernst zu nehmen. Beides trägt dazu bei, das Sicherheitsniveau im Trainings- und Spielbetrieb nachhaltig zu stärken.

    Links:

  • 6.4 Fairplay-Regeln definieren Massnahme

    Wir als Verein fördern eine aktive Fairplay-Kultur, die auf gegenseitigem Respekt, Verantwortung und einem sicheren Miteinander basiert. Um dies nachhaltig zu verankern, definieren wir klare Verhaltensregeln für den Trainings- und Spielbetrieb. Diese beinhalten den respektvollen Umgang mit Mitspielenden, Trainerinnen, Gegnern und Schiedsrichterinnen sowie den Umgang mit Konflikten und Emotionen. Die Kampagne «Respect on and off the ice» wird aktiv unterstützt.

    Umsetzung im Vereinsalltag

    1. Verhaltensregeln schriftlich festhalten:

    • Ich handle vorbildlich.
    • Ich akzeptiere Entscheide.
    • Ich spiele verantwortungsvoll.
    • Ich bleibe cool.
    • Ich denke und handle positiv.

    2. Regelmässige Thematisierung im Training:

    • Trainerinnen und Trainer sprechen Fairplay aktiv an – z. B. in kurzen Gesprächsrunden vor oder nach dem Training.
    • Reflexionsfragen wie «Was war heute fair/unfair?» oder «Wie hast du dich gefühlt?» fördern die Selbstwahrnehmung und das soziale Lernen.

    3. Feedbackrunden etablieren:

    • Wöchentliche, kurze Runden mit Fragen wie «Wie fühlst du dich heute?» oder «Was brauchst du, um dich wohlzufühlen?».
    • Förderung der Selbstverantwortung und frühzeitige Erkennung von Überbelastung oder emotionalem Stress.

    4. Konsequenzen bei Fehlverhalten:

    • Klare, altersgerechte Sanktionen bei wiederholtem respektlosem Verhalten (z. B. Gespräch mit Eltern, Trainingspause).
    • Fokus liegt auf Lernen und Entwicklung, nicht auf Strafe.

    5. Vorbildfunktion stärken:

    • Trainerinnen und Trainer und Vorstandsmitglieder leben die Werte vor und greifen bei Fehlverhalten konsequent und ruhig ein.

    Diese Massnahmen fördern nicht nur ein sicheres Umfeld, sondern auch die sozialen Kompetenzen der Spielerinnen und Spieler – ein zentrales Ziel insbesondere im Kinder- und Jugend-Eishockey.

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