Unfallprävention leicht gemacht Das Konzept für Ihren Sportverein

Mit einem Präventionskonzept verankern Sportvereine die Unfallprävention in ihrem Alltag. Die kostenlose digitale Vorlage der BFU hilft dabei, mit wenigen Klicks ein individuelles Konzept mit konkreten Massnahmenvorschlägen zu erstellen.
Unfallprävention leicht gemacht

In drei Schritten zum Präventionskonzept

  • Inhalte nach Sportart und Funktion filtern
  • Kapitel auswählen und anpassen
  • Konzept oder nur die Massnahmen als Word-Datei exportieren

Warum ein Präventionskonzept?

In der Schweiz passieren jedes Jahr rund 110 000 Unfälle im Spielsport. Sportvereine haben ein grosses Interesse daran, ihre Mitglieder vor Unfällen zu schützen. Ein Präventionskonzept hilft dabei, die richtigen Massnahmen für den eigenen Verein zu planen und umzusetzen.

Jetzt starten

Nutzen Sie die Vorlage und erstellen Sie Ihr Konzept direkt online. Die Konzeptvorlage dient als Vorschlag: Inhalte können übernommen, ergänzt und an die Bedürfnisse des eigenen Vereins angepasst werden.

Wichtiger Hinweis: Sie können das Konzept im Browser nicht zwischenspeichern. Wenn Sie den Browser schliessen, wird das Konzept zurückgesetzt. 

Filter

Fussball

1. Einleitung

  • 1.1 Ein Konzept für weniger Unfälle

    Fussball ist weit mehr als nur ein Spiel. Fussball fördert Teamgeist, Bewegung, Koordination und soziale Kompetenzen. Besonders bei Kindern und Jugendlichen zählt Fussball zu den beliebtesten Sportarten. Er bringt Abwechslung in den Alltag, macht Spass und schafft ein Gemeinschaftsgefühl, das über das Spielfeld hinaus wirkt.

    Doch trotz all seiner positiven Wirkungen birgt der Fussballsport auch Risiken: Verletzungen treten leider häufig auf – vom harmlosen Umknicken bis hin zu schwereren Unfällen mit langen Ausfallzeiten. Im Fussball verletzen sich jährlich über 70 000 Personen. Die häufigsten Verletzungen betreffen das Fuss- und Kniegelenk.

    Seit dem Inkrafttreten der revidierten Sportförderungsverordnung vom 1. März 2023 sind Sportvereine verpflichtet, gezielte Massnahmen zur Reduktion von Unfällen umzusetzen; ansonsten droht ihnen in letzter Konsequenz eine Kürzung der Finanzhilfen des Bundes. Umso wichtiger ist ein wirksames Unfallpräventionskonzept, das systematisch auf den verschiedenen Wirkungsebenen eines Sportvereins ansetzt. 

  • 1.2 Inhalte eines Konzepts

    Ein Konzept für die Unfallprävention enthält Massnahmen, die ein Fussballverein mit gezieltem Aufwand umsetzen kann. Dabei gibt es verschiedene Ansätze für Vorstandsmitglieder, Trainerinnen und Trainer sowie Spielerinnen und Spieler.

2. Vereinsstruktur und -kultur

  • 2.1 Ansprechperson für Sicherheit

    Ein funktionierendes Unfallpräventionskonzept im Verein hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen und Unfälle zu vermeiden. Wenn klar ist, wer wofür zuständig ist, können sicherheitsrelevante Themen gezielt und wirksam angegangen werden. 

  • 2.2 Ansprechperson für Sicherheit ernennen Massnahme

    Wir als Verein ernennen jeweils zu Beginn der Saison eine Ansprechperson für Sicherheit. Sie wird im Clubcorner mit der Bezeichnung «Verantwortliche/-r Sicherheit und Unfallprävention» eingetragen. Diese Person ist erste Kontaktstelle für sicherheitsrelevante Fragen und unterstützt den Vorstand dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Massnahmen zu ergreifen. Klare Zuständigkeiten helfen, systematisch und wirksam für die Sicherheit aller Mitglieder zu sorgen.

    Unsere Ansprechperson: [Namen einsetzen]

    E-Mail-Adresse: [...]

    Telefonnummer: [...]

  • 2.3 Verankerung ethischer Grundsätze im Leitbild oder in den Statuten

    Ethische Grundsätze wie Fairness, Respekt und Schutz der Persönlichkeit schaffen eine klare Grundlage für ein sicheres und faires Vereinsleben. Wenn diese Werte im Leitbild oder in den Statuten verankert sind, können Entscheidungen im Verein verantwortungsvoll und nachvollziehbar getroffen werden.

    Links: 

  • 2.4 Ethische Grundsätze definieren Massnahme

    Wir als Verein verpflichten uns zur Einhaltung und Förderung ethischer Grundsätze im Sport. Grundlage dafür bilden die neun Prinzipien der Ethik-Charta von Swiss Olympic und dem Bundesamt für Sport (BASPO). Dazu gehören insbesondere:

    • Respekt gegenüber allen Beteiligten
    • Fairness im sportlichen und zwischenmenschlichen Verhalten
    • Schutz der körperlichen und psychischen Integrität aller Mitglieder
    • Gleichbehandlung und Inklusion
    • Verantwortungsvoller Umgang mit Macht und Vertrauen

    Diese Werte gelten für alle Mitglieder, Funktionsträgerinnen und Funktionsträger sowie Trainerinnen und Trainer unseres Vereins. Sie bilden die Basis für unser tägliches Handeln und sind Teil unseres Verständnisses von Sicherheit und Verantwortung im Sport. Zur Umsetzung dieser Grundsätze ...

    • ... machen wir die Ethik-Charta sichtbar (z. B. auf unserer Website, in Vereinsräumen oder bei Veranstaltungen),
    • ... informieren wir alle Funktionsträgerinnen und Trainer über die ethischen Prinzipien,
    • ... benennen wir eine Ansprechperson für ethische Fragen oder verweisen auf die Kooperationspartner des SFV.

    Links: 

  • 2.5 Teamsitzungen mit Sicherheitsthemen

    Regelmässige Sitzungen und Austausch mit Anlagenbesitzern, in denen Sicherheit und Unfallprävention thematisiert werden, fördern das Bewusstsein für Risiken im Vereinsalltag. Sie helfen dabei, Verantwortlichkeiten zu klären, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Lösungen zu finden. Durch die kontinuierliche Auseinandersetzung mit sicherheitsrelevanten Themen entsteht eine Kultur der Achtsamkeit – auf und neben dem Platz.

    Die offiziellen Richtlinien des Schweizerischen Fussballverbands SFV zur Unfallprävention im Fussball enthalten zehn zentrale Themenbereiche mit konkreten Handlungsempfehlungen und Hilfsmitteln. Sie unterstützen Vereine dabei, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und gezielt zu minimieren. Ziel ist es, allen Beteiligten eine sichere Umgebung zu bieten.

    Links:

  • 2.6 An Teamsitzungen Sicherheitsthemen besprechen Massnahme

    Wir als Verein führen regelmässig Teamsitzungen durch, in denen Sicherheit und Unfallprävention thematisiert werden. Dabei orientieren wir uns an den offiziellen Richtlinien des SFV, die zehn zentrale Präventionsaspekte mit konkreten Handlungsempfehlungen und Hilfsmitteln enthalten. In den Sitzungen sprechen wir gezielt über Themen wie:

    • Sicheres Verhalten im Training und Spiel
    • Vermeidung typischer Fussballverletzungen
    • Sichere Infrastruktur (z. B. Platzkontrollen, Material)
    • Erste-Hilfe-Massnahmen und Notfallorganisation
    • Respektvoller Umgang und Fairplay

    Ziel ist es, das Bewusstsein für Risiken zu schärfen, Verantwortlichkeiten zu klären und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

3. Training und Betreuung

  • 3.1 Standardisiertes Aufwärmprogramm

    Ein strukturiertes Aufwärmprogramm ist ein wichtiger Bestandteil der Trainingsgestaltung und trägt wesentlich zur Unfallprävention bei. Es bereitet den Körper gezielt auf die sportliche Belastung vor, verbessert die Bewegungskoordination und reduziert nachweislich das Risiko für Muskel-, Bänder- und Gelenkverletzungen.

    Programme wie «Der Einstieg» oder «Big 4» bieten wissenschaftlich geprüfte Übungen, die einfach in den Trainingsalltag integriert werden können. Durch die regelmässige Anwendung solcher Programme wird nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern auch die Leistungsfähigkeit langfristig gefördert.

    Links:

  • 3.2 Aufwärmprogramm definieren Massnahme

    In unserem Verein wird nach einem standardisierten Programm aufgewärmt, um die Verletzungsprävention im Trainings- und Spielbetrieb zu stärken. Zu Beginn jeder Trainingseinheit führen unsere Trainerinnen und Trainer ein strukturiertes Aufwärmen durch – beispielsweise nach dem Programm «Der Einstieg».

    Das Programm umfasst koordinative, kräftigende und mobilisierende Übungen, die altersgerecht angepasst werden. Es wird regelmässig durchgeführt und ist fester Bestandteil unseres Trainingskonzepts. Ziel ist es, Muskel-, Bänder- und Gelenkverletzungen zu reduzieren und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Spielerinnen und Spieler zu fördern.

  • 3.3 Altersgerechte Gestaltung von Trainingsinhalten und Belastung

    Kinder und Jugendliche befinden sich in einer wichtigen Entwicklungsphase – körperlich, geistig und emotional. Deshalb ist es entscheidend, dass Trainingsinhalte und Belastungen ihrem Alter und Entwicklungsstand angepasst werden. Ein altersgerechtes Training fördert nicht nur die Freude am Fussball, sondern schützt auch vor Überbelastung und Verletzungen.

  • 3.4 Trainings altersgerecht gestalten Massnahme

    Wir als Verein gestalten unsere Trainings alters- und entwicklungsgerecht. Für das Training mit Kindern und Jugendlichen sind die Grundlage die Manuals «Fussball für Kinder» und «Fussball für Jugendliche» des SFV und BASPO, die klare Empfehlungen für die Trainingsgestaltung in den verschiedenen Altersstufen geben. Trainerinnen und Trainer finden die Manuals im Clubcorner (Spiel- und Ausbildungsphilosophie => Ausbildungsunterlagen). 

    Unsere Trainerinnen und Trainer achten darauf, dass ...

    • ... die Belastung dem Alter und Entwicklungsstand der Kinder und Jugendlichen entspricht,
    • ... Erholungsphasen eingeplant und Überforderungen vermieden werden,
    • ... soziale und emotionale Aspekte wie Teamgeist, Fairness und Freude am Spiel gefördert werden.

    Die Trainingsinhalte werden regelmässig reflektiert und bei Bedarf angepasst. So schaffen wir ein sicheres, motivierendes Umfeld, in dem sich Kinder und Jugendliche sportlich und persönlich gesund entwickeln können.

  • 3.5 Qualifizierte und kontinuierliche Schulung der Trainingsleitung

    Gut ausgebildete und regelmässig weitergebildete Trainerinnen und Trainer sind entscheidend für eine sichere, altersgerechte und qualitativ hochwertige Trainingsgestaltung. Durch den Einsatz von diplomierten Trainerinnen und Trainern (z. B. J+S, SFV oder gleichwertige Ausbildungen), die regelmässig an Weiterbildungen teilnehmen und offizielle Unterlagen wie das J+S-Merkblatt verwenden, wird sichergestellt, dass Trainings fachgerecht geplant und durchgeführt werden. Dies stärkt nicht nur die sportliche Entwicklung, sondern reduziert auch das Risiko von Überbelastung und Verletzungen. 

    Links:

  • 3.6 Trainerinnen und Trainer qualifizieren Massnahme

    Wir als Verein legen grossen Wert auf eine fachlich kompetente und verantwortungsvolle Trainingsleitung. Deshalb setzen wir auf folgende Standards:

    • Ausbildung: 80 % unserer Teams werden von mindestens einer Trainerin oder einem Trainer betreut, die oder der über eine anerkannte Grundausbildung – z. B. eine J+S-Leiteranerkennung oder eine SFV-Trainerlizenz (z. B. C-Basic, D-Diplom) – verfügt (Quality-Club-Standard). Neue Trainerinnen und Trainer werden aktiv zur Teilnahme an diesen Ausbildungen ermutigt.
    • Weiterbildung: Alle Trainerinnen und Trainer nehmen regelmässig an offiziellen Weiterbildungen teil. So stellen wir sicher, dass das Wissen aktuell bleibt und neue Erkenntnisse in die Trainingsgestaltung einfliessen.
    • Standards und Unterlagen: Wir orientieren uns am offiziellen J+S-Merkblatt und an Unterlagen des SFV (Manuals im Clubcorner), die klare Leitlinien für sichere, altersgerechte und entwicklungsfördernde Trainings bieten. Diese Unterlagen sind für alle Trainerinnen und Trainer zugänglich und werden im Trainerteam regelmässig besprochen.
    • Austausch im Team: Wir fördern den regelmässigen Austausch im Trainerteam, z. B. durch interne Sitzungen oder gemeinsame Besuche von Weiterbildungen. So entsteht ein gemeinsames Verständnis für Qualität, Sicherheit und pädagogisches Handeln im Verein.

    Mit diesen Massnahmen schaffen wir eine verlässliche Grundlage für ein sicheres, motivierendes und professionell begleitetes Fussballtraining für Kinder und Jugendliche.

  • 3.7 «Return to Play»-Protokolle nach Verletzungen

    Die «Return to Play»-Checklisten helfen, Verletzungen zu erkennen und unterstützen die Entscheidung, ob einer Spielerin oder ein Spieler nach einer Verletzung weitermachen kann oder ob ein Abbruch der Aktivität angezeigt ist.

    Links:

  • 3.8 Nach Verletzungen «Return to Play»-Checklisten einsetzen Massnahme

    Wir als Verein setzen nach einer Verletzung die «Return to Play»-Checklisten ein, um zu entscheiden, ob eine Spielerin oder ein Spieler wieder auf das Feld zurückkehren darf.

    Unsere Trainerinnen und Trainer achten darauf, dass ...

    • ... verletzte Spielerinnen und Spieler erst nach Freigabe durch einen Arzt oder Physio und in enger Absprache mit den Eltern (bei Juniorinnen und Junioren) wieder ins Training einsteigen,
    • ... der Wiedereinstieg stufenweise erfolgt – beginnend mit individuellen Übungen, gefolgt von reduziertem Mannschaftstraining und erst danach mit voller Belastung,
    • ... die Belastung an den Heilungsverlauf angepasst wird und keine Überforderung stattfindet,
    • ... die Spielerinnen und Spieler eng begleitet und regelmässig beobachtet werden, um Rückfälle zu vermeiden.

4. Infrastruktur und Umgebung

  • 4.1 Kontrolle der Sportanlage

    Eine sichere Sportanlage ist eine zentrale Voraussetzung für unfallfreies Training, Spiel und Vereinsleben. Mängel an der Infrastruktur stellen potenzielle Gefahrenquellen dar, die das Verletzungsrisiko deutlich erhöhen können. 
    Um solchen Risiken vorzubeugen, ist es entscheidend, dass die Sportanlage regelmässig mit dem Anlagenbetreiber kontrolliert wird. Sichtkontrollen helfen dabei, sicherheitsrelevante Mängel frühzeitig zu erkennen und entsprechende Massnahmen einzuleiten. So wird nicht nur die Sicherheit der Spielerinnen und Spieler erhöht, sondern auch ein verantwortungsvoller Umgang mit der Infrastruktur gefördert.

    Links:

  • 4.2 Sportanlage kontrollieren Massnahme

    Wir führen eine regelmässige Kontrolle unserer Sportanlage (gemeinsam mit dem Anlagenbetreiber) durch. Dazu nutzen wir die Checkliste visuelle Kontrolle. Die Kontrolle erfolgt in regelmässigen Abständen – insbesondere vor Spiel- und Trainingsbetrieb – und wir dokumentieren sowohl den Zustand der Infrastruktur als auch allfällige Massnahmen zur Behebung festgestellter Mängel. Mit diesem Vorgehen schaffen wir eine verlässliche Grundlage für einen sicheren Trainings- und Spielbetrieb und übernehmen Verantwortung für die Gesundheit aller Beteiligten.

  • 4.3 Medizinkoffer

    Ein vollständig ausgerüsteter Medizinkoffer ist eine wichtige Voraussetzung für eine rasche Erste Hilfe bei Verletzungen. Damit er im Notfall zuverlässig zur Verfügung steht, muss sein Inhalt regelmässig überprüft und bei Bedarf ergänzt werden. Ebenso wichtig ist, dass alle Beteiligten wissen, wo sich der Koffer befindet.

  • 4.4 Medizinkoffer up to date halten Massnahme

    Unser Medizinkoffer ist vollständig ausgerüstet und steht bei jedem Training und Spiel griffbereit zur Verfügung. Wir stellen sicher, dass alle Trainerinnen und Trainer den Standort des Koffers kennen. 
    Um im Ernstfall schnell und wirksam Erste Hilfe leisten zu können, wird der Koffer regelmässig kontrolliert und bei Bedarf ergänzt. Die Kontrolle erfolgt mindestens einmal pro Quartal sowie nach jedem Einsatz.

    Empfohlene Inhalte des Medizinkoffers für Fussballvereine

    • Kühlung und Schmerzbehandlung:
    • Kühl-/Eisspray oder Kühlpads
    • Arnikasalbe oder Sportsalbe
    • Schmerzgel
    • Wärmesalbe
    • Verbandsmaterial:
    • Elastische Binden (verschiedene Breiten)
    • Mullbinden (6–7 Stück)
    • Sterile Wundauflagen (verschiedene Grössen)
    • Wundpflaster und Wundverbände
    • Dreieckstuch
    • Rettungsdecke (gold/silber)
    • Fixierung und Stabilisierung:
    • Tape-Rollen (Kinesiotape, weisses Textiltape, 2–6 cm breit)
    • Haftbandagen (4–6 cm)
    • Verbandsschere und Tape-Schere
    • Hygiene und Schutz:
    • Einmalhandschuhe (mehrere Paare)
    • Alkoholtupfer
    • Einmalrasierer
    • Desinfektionsmittel
    • Sonstiges:
    • «Return to Play»-Checklisten
    • Plastik-/Papiertüten (z. B. bei Hyperventilation)
    • Schwämme oder Tücher für Kühlung
    • Nasenblut-Stopp-Hilfen (z. B. Gummiringe)
    • Liste mit Notfallnummern
    • Dokumentationsblatt für Erste-Hilfe-Leistungen
  • 4.5 Notfallplan

    Ein gut sichtbarer Notfallplan erleichtert in kritischen Situationen schnelles und gezieltes Eingreifen. Durch die Kombination aus Lageplan, wichtigen Telefonnummern, Defibrillator und klarer Rettungskette wird eine sichere Orientierung und rasche Hilfe ermöglicht. Voraussetzung dafür ist ein aktueller Plan mit klar geregelten Zuständigkeiten.

    Links: 

  • 4.6 Notfallplan aufhängen Massnahme

    Wir als Verein stellen sicher, dass im Notfall rasch und gezielt gehandelt werden kann. Dazu hängen wir an zentralen Orten (z. B. Garderoben, Materialraum, Eingangsbereich) einen gut sichtbaren Notfallplan auf. Der Plan wird vom Vorstand regelmässig überprüft und bei Änderungen umgehend aktualisiert. 

  • 4.7 Regelung für Witterung

    Witterungsbedingungen wie Gewitter, grosse Hitze oder Glätte können das Unfallrisiko im Trainings- und Spielbetrieb erheblich erhöhen. Eine klare Regelung hilft dabei, gefährliche Situationen frühzeitig zu erkennen und angemessen zu reagieren. So wird sichergestellt, dass der Trainingsbetrieb nur unter sicheren Bedingungen stattfindet und die Gesundheit aller Beteiligten geschützt bleibt.

    Links:

  • 4.8 Regelung für Witterung definieren Massnahme

    Wir als Verein verpflichten uns, bei ungünstigen Witterungsbedingungen verantwortungsvoll zu handeln und die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten. Deshalb führen wir eine verbindliche Regelung ein, die klare Vorgaben für den Trainings- und Spielbetrieb bei Gewitter, grosser Hitze und Glätte enthält. Alle Trainerinnen und Trainer erhalten die Merkblätter.

    Bei Gewitter

    • Der Trainings- oder Spielbetrieb wird sofort unterbrochen, wenn die 5-Kilometer-Faustregel greift (Sekunden zwischen Blitz und Donner geteilt durch drei ist weniger als 5).
    • Alle Beteiligten begeben sich unverzüglich in geschützte Bereiche wie Garderobengebäude, gedeckte Tribünen aus Beton oder Fahrzeuge mit geschlossener Karosserie.
    • Aufenthalt unter Bäumen, auf offenem Feld oder in Gruppen vermeiden.
    • Training- oder Spielbetrieb frühestens 15 Minuten nach dem letzten sichtbaren Blitz oder Donner wieder aufnehmen.
    • Grundlage: SFV-Merkblatt «Gewitter 2022»

    Bei grosser Hitze

    • Trainings werden wenn möglich in die kühleren Tageszeiten verlegt.
    • Es werden regelmässige Trinkpausen eingeplant (mind. alle 20 Minuten).
    • Die Belastung wird reduziert, z. B. durch kürzere Einheiten, mehr Pausen oder alternative Spielformen.
    • Besonders gefährdete Personen (Kinder, ältere Personen) werden besonders beobachtet.
    • Grundlage: Hitzealarm: Heisse Tipps für coole Vereine

    Bei Glätte oder Schnee

    • Kein Training auf vereisten oder stark rutschigen Flächen.
    • Bei Unsicherheit machen die Trainerinnen und Trainer eine Sichtkontrolle vor Ort und sagen das Training bei Vereisung ab.
    • Alternative: Hallentraining oder Theorieeinheiten.

5. Material und Ausrüstung

  • 5.1 Korrekter Luftdruck der Bälle

    Ein korrekt aufgepumpter Ball trägt wesentlich zur Sicherheit und Qualität des Trainings- und Spielbetriebs bei. Zu harte oder zu weiche Bälle können das Verletzungsrisiko erhöhen und das Spielverhalten negativ beeinflussen. Eine regelmässige Kontrolle des Luftdrucks sorgt für faire Bedingungen und schützt die Gesundheit der Spielerinnen und Spieler.

  • 5.2 Bälle regelmässig auf korrekten Luftdruck prüfen Massnahme

    Wir als Verein stellen sicher, dass alle Spiel- und Trainingsbälle regelmässig auf den korrekten Luftdruck geprüft und bei Bedarf angepasst werden. Dies trägt nicht nur zur Sicherheit der Spielerinnen und Spieler bei, sondern auch zur Qualität des Spiels. 

    Die Verantwortung für die Kontrolle liegt bei den Trainerinnen und Trainern oder den Materialverantwortlichen. Die Überprüfung erfolgt idealerweise vor jedem Spieltag und mindestens einmal pro Trainingswoche mit einer Ballpumpe inklusive Druckmesser.

    • Standard-Fussball (Grösse 5 – ab C-Junioren): 0,8–1,0 bar
    • Juniorenball (Grösse 4 – E- und D-Junioren): 0,6–0,8 bar
    • Kinderball (Grösse 3 – G- und F-Junioren): 0,5–0,7 bar
  • 5.3 Schienbeinschoner und passende Schuhe

    Die persönliche Schutzausrüstung spielt eine wichtige Rolle in der Verletzungsprävention. Besonders das Tragen von Schienbeinschonern – auch im Training – reduziert das Risiko für schmerzhafte Prellungen oder Knochenverletzungen am Schienbein deutlich. Ebenso wichtig ist die Wahl der passenden Fussballschuhe, abgestimmt auf den jeweiligen Untergrund. 

  • 5.4 Ausrüstung kontrollieren Massnahme

    In unserem Verein tragen alle Spielerinnen und Spieler auch während des Trainings Schienbeinschoner. Ebenso achten wir auf die passende Wahl der Fussballschuhe, abgestimmt auf den jeweiligen Untergrund. Die Trainerinnen und Trainer kontrollieren regelmässig, ob die Schuhe korrekt gewählt sind und geben bei Bedarf Hinweise zur richtigen Ausstattung.

    • Naturrasen (trocken/fest): Nockenschuhe für festen Rasen
    • Naturrasen (weich/nass): Stollenschuhe für besseren Halt (ab C-Junioren)
    • Kunstrasen: Nockenschuhe oder Tausendfüssler
    • Hartplatz: Tausendfüssler
    • Halle: Glatte, abriebfeste Sohle

6. Verhalten und Fähigkeiten

  • 6.1 Fitness und deren Bedeutung

    Eine gute körperliche Verfassung ist ein zentraler Faktor zur Vorbeugung von Verletzungen im Fussball. Spielerinnen und Spieler mit ausreichender Grundlagenausdauer, Kraft und Beweglichkeit sind weniger anfällig für Überbelastungen und können Bewegungen kontrollierter ausführen. 

    Ergänzende Trainingsangebote wie Lauf-, Athletik- oder Techniktrainings leisten hierzu einen wichtigen Beitrag. Ebenso entscheidend ist die bewusste Kommunikation der Bedeutung von Fitness im Vereinsalltag. Wenn Trainerinnern und Trainer sowie Vereinsverantwortliche klare Erwartungen formulieren, wird die Eigenverantwortung der Spielerinnen und Spieler gestärkt und ein gemeinsames Verständnis für Prävention gefördert.

  • 6.2 Fitness trainieren Massnahme

    Wir als Verein kennen die Bedeutung einer guten körperlichen Verfassung für die Verletzungsprävention und Leistungsfähigkeit unserer Spielerinnen und Spieler. Deshalb fördern wir die individuelle Fitness gezielt – sowohl durch ergänzende Trainingsangebote als auch durch klare Kommunikation im Vereinsalltag.

    Umsetzungsmöglichkeiten:

    1. Zusätzliche Trainingseinheiten im Verein: 

    • Einmal pro Woche ein freiwilliges Lauf- oder Athletiktreff (z. B. 30–45 Minuten an trainingsfreien Tagen).

    2. Kooperationen im Ort

    • Zusammenarbeit mit dem örtlichen Turnverein oder Leichtathletikclub für gemeinsame Einheiten oder Techniktrainings.
    • Nutzung von bestehenden Angeboten wie Lauftreffs oder Bewegungsgruppen.

    3. Partnerschaften mit Fitnesscentern

    • Aushandeln eines Promotionsangebots für Vereinsmitglieder (z. B. vergünstigte Monatsabos oder Zehnerkarten).
    • Gegenseitige Werbung als Gegenleistung (z. B. Logo auf Vereinswebsite oder Flyer im Clubhaus).

    4. Selbstverantwortung stärken

    • Spielerinnen und Spieler werden regelmässig über die Bedeutung von Fitness informiert (z. B. durch kurze Inputs im Training oder Aushänge).
    • Trainerinnen und Trainer sprechen individuelle Defizite offen an und geben einfache Trainingsvorschläge für zu Hause.

    5. Digitale Unterstützung

    • Empfehlung kostenloser Fitness-Apps oder YouTube-Kanäle mit fussballspezifischen Übungen.
    • Teilen von kurzen Trainingsvideos über Vereinskanäle oder Gruppenchats.
  • 6.3 Fairplay

    Ein respektvoller Umgang auf und neben dem Platz ist eine wichtige Grundlage für ein sicheres und positives Sportumfeld. Klare Verhaltensregeln, die Fairplay, gegenseitige Rücksichtnahme und den respektvollen Umgang mit Mitspielenden, Gegnerinnen und Schiedsrichtern fördern, helfen dabei, Konflikte und Eskalationen zu vermeiden. 

    Ebenso wichtig ist die Förderung der Selbstwahrnehmung – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Kurze Feedbackrunden, in denen Spielerinnen und Spieler z. B. gefragt werden «Wie fühlst du dich heute?», unterstützen dabei, Überbelastung oder Unwohlsein frühzeitig zu erkennen und ernst zu nehmen. Beides trägt dazu bei, das Sicherheitsniveau im Trainings- und Spielbetrieb nachhaltig zu stärken.

    Links:

  • 6.4 Fairplay-Regeln definieren Massnahme

    Wir als Verein fördern eine aktive Fairplay-Kultur, die auf gegenseitigem Respekt, Verantwortung und einem sicheren Miteinander basiert. Um dies nachhaltig zu verankern, definieren wir klare Verhaltensregeln für den Trainings- und Spielbetrieb. Diese beinhalten den respektvollen Umgang mit Mitspielenden, Trainerinnen, Gegnern und Schiedsrichterinnen sowie den Umgang mit Konflikten und Emotionen.

    Umsetzung im Vereinsalltag

    1. Verhaltensregeln schriftlich festhalten:

    • Ich handle vorbildlich.
    • Ich akzeptiere Entscheide.
    • Ich spiele verantwortungsvoll.
    • Ich bleibe cool.
    • Ich denke und handle positiv.

    2. Regelmässige Thematisierung im Training:

    • Trainerinnen und Trainer sprechen Fairplay aktiv an – z. B. in kurzen Gesprächsrunden vor oder nach dem Training.
    • Reflexionsfragen wie «Was war heute fair/unfair?» oder «Wie hast du dich gefühlt?» fördern die Selbstwahrnehmung und das soziale Lernen.

    3. Feedbackrunden etablieren:

    • Wöchentliche, kurze Runden mit Fragen wie «Wie fühlst du dich heute?» oder «Was brauchst du, um dich wohlzufühlen?».
    • Förderung der Selbstverantwortung und frühzeitige Erkennung von Überbelastung oder emotionalem Stress.

    4. Konsequenzen bei Fehlverhalten:

    • Klare, altersgerechte Sanktionen bei wiederholtem respektlosem Verhalten (z. B. Gespräch mit Eltern, Trainingspause).
    • Fokus liegt auf Lernen und Entwicklung, nicht auf Strafe.

    5. Vorbildfunktion stärken:

    • Trainerinnen und Trainer und Vorstandsmitglieder leben die Werte vor und greifen bei Fehlverhalten konsequent und ruhig ein.

    Diese Massnahmen fördern nicht nur ein sicheres Umfeld, sondern auch die sozialen Kompetenzen der Spielerinnen und Spieler – ein zentrales Ziel insbesondere im Kinder- und Jugendfussball.

Oups, keine Resultate gefunden. Bitte versucht mit anderen Filtern.

Zum Warenkorb
0