Medienmitteilung | 2. Juli 2026

Neue Signalisation von Mountainbike-Trails Einheitliche Markierungen verhindern Unfälle

Überforderung ist einer der Hauptgründe für Mountainbike-Unfälle. Eine schweizweit einheitliche Bewertung und Markierung hilft Bikerinnen und Bikern, den Trail zu wählen, der ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen entspricht. Die BFU hat SchweizMobil und das ASTRA bei der Ausarbeitung der neuen Signalisation unterstützt: Fünf Farben kennzeichnen die Schwierigkeitsgrade und drei Symbole die Trail-Arten. Das schafft Klarheit und hilft, Unfälle zu verhindern.

Jedes Jahr verletzen sich mehr als 16 000 Personen beim Mountainbiken. Oft unterschätzen die Verunfallten die Schwierigkeit des Trails und sind mit dem Weg, auf dem sie unterwegs sind, überfordert. Er ist ihnen etwa zu steil, hat zu hohe Stufen oder zu viele Wurzeln und enge Kurven. 

Deshalb hat die BFU SchweizMobil und das Bundesamt für Strassen (ASTRA) bei der Ausarbeitung der Anleitung für eine einheitliche Bewertung und Markierung des Schweizer Mountainbike-Wegnetzes unterstützt. BFU-Experte Benedikt Heer ist überzeugt: «Damit ist es künftig viel einfacher, einen Trail zu wählen, der dem eigenen Fahrniveau entspricht.»

Fünf Schwierigkeitsgrade und drei Trail-Arten für mehr Sicherheit

Das neue System unterscheidet fünf Schwierigkeitsgrade: von grün (sehr einfach) über blau, rot und schwarz bis violett (sehr schwierig). Die Signalisation ähnelt damit jener auf Skipisten. Neben der Farbe unterscheidet sich auch die Form der Markierungen. So sind die Schwierigkeitsgrade noch besser erkennbar – auch für Menschen mit Farbsehschwäche. 

Zusätzlich zur Schwierigkeit zeigen Zeichen auf den Markierungen drei verschiedene Arten von Mountainbike-Trails: Gemeinsam genutzte Singletrails sowie spezifische Mountainbike-Strecken, die in schmale, naturnahe Tech-Trails und breitere, künstlich angelegte Style-Trails unterteilt werden. «Das Ziel ist, neben der Sicherheit auch den Fahrspass zu erhöhen», erklärt Benedikt Heer.

Neue Signalisation obligatorisch

Signalisierte Singletrails müssen nach der neuen Vorlage gekennzeichnet sein. Das ist ein grosser Vorteil für alle, findet Heer: «Die Signalisation verdeutlicht Bikerinnen und Bikern neben der Schwierigkeit auch, dass Personen zu Fuss auf dem Weg unterwegs sind und umgekehrt. Dies fördert das rücksichtsvolle Miteinander.» 

Für Mountainbike-Strecken ist verbindlich festgelegt, dass der Schwierigkeitsgrad signalisiert werden muss. Die BFU empfiehlt Gemeinden und Betreibern von Mountainbike-Trails, die neue Vollzugshilfe ab sofort zu berücksichtigen. Sie bietet zudem Beratungen für mehr Sicherheit beim Mountainbiken an.

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