Warum junge Menschen ein erhöhtes Unfallrisiko haben
Jugendliche sind aktiv, energiegeladen und neugierig – und haben im Vergleich zu Erwachsenen ein höheres Unfallrisiko. Ihre Impulskontrolle ist noch nicht vollständig ausgereift, sie schätzen Gefahren häufig anders ein als Erwachsene und überschätzen ihre eigenen Fähigkeiten.
Hinzu kommt der Wunsch, sich zu beweisen, Grenzen auszutesten oder Gleichaltrige zu beeindrucken. Dieses Verhalten ist ein wichtiger Teil der persönlichen Entwicklung; es ist jedoch mit erhöhten Risiken verbunden.
Häufigste Unfallrisiken für Jugendliche
Junge Menschen verunfallen besonders häufig im Strassenverkehr – vor allem beim Auto- und Motorradfahren. Auch wenn sie den Führerausweis erworben haben, sind sie noch keine Routiniers: Das sichere Beherrschen des Autos oder des Töffs muss sich erst festigen.
Doch auch beim Sport passieren Unfälle: z. B. beim Fussballspielen, auf dem Mountainbike oder beim Skifahren, wo Tempo, Risikobereitschaft und die Selbsteinschätzung nicht immer übereinstimmen. Zu Hause gehören zudem Stürze zu den häufigsten Unfallursachen und treffen auch Jugendliche regelmässig.
Zusammen mehr erreichen
Die BFU engagiert sich deshalb gemeinsam mit zahlreichen Organisationen dafür, dass Lernende möglichst unfallfrei durch die Lehrzeit kommen. Das Netzwerk Prävention Lernende bietet vielfältige Kampagnen und Angebote für Jugendliche, Berufsbildungsverantwortliche und Schulen.