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Sicherer Spielsport Verbände entwickeln Aktionspläne

Fussball, Eishockey, Handball, Unihockey und Basketball begeistern viele Menschen. Gleichzeitig kommt es in diesen Sportarten zu zahlreichen Verletzungen. Am Atelier Spielsport der BFU diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der Sportverbände, wie sich schwere Unfälle verhindern lassen.

Hohe Unfallzahlen im Spielsport

Jedes Jahr verletzen sich in der Schweiz über 110 000 Personen bei körperbetonten Spielsportarten wie Fussball, Eishockey, Handball, Unihockey oder Basketball. Das entspricht rund einem Viertel aller Sportunfälle. Rund jede zehnte Person verletzt sich dabei so schwer, dass sie mindestens einen Monat oder noch viel länger nicht mehr arbeiten kann. Besonders häufig entstehen diese schweren Verletzungen bei Zweikämpfen und Kollisionen. Betroffen sind vor allem Knie, Fussgelenke und der Kopf.

Die BFU hat den Spielsport deshalb als Präventionsschwerpunkt definiert und arbeitet gemeinsam mit Sportverbänden und Swiss Olympic an wirksamen Präventionsmassnahmen.

Gemeinsam zu konkreten Massnahmen

Im Rahmen eines Ateliers Spielsport setzten sich deshalb die Vertreter der nationalen Sportverbände auf Einladung der BFU gemeinsam an einen Tisch, um die Unfallprävention weiter voranzutreiben.

Zum Auftakt präsentierte die BFU aktuelle Erkenntnisse zur Unfallprävention im Spielsport. Zudem stellte Delia Lahmici, Verantwortliche Fairplay, Prävention und Gesundheit des Schweizerischen Fussballverbands, den «Aktionsplan Unfallprävention, Fairplay und Gesundheit» des SFV vor. Mit diesem arbeitet der Verband seit fünf Jahren und hat viele konkrete Massnahmen, die im Breitensport Fussball unfallpräventiv wirken, umgesetzt und viel Erfahrung gesammelt. 

Anschliessend prüften die Teilnehmenden, welche Themen und Massnahmen für ihre eigene Sportart besonders relevant sind und erarbeiteten auf dieser Basis einen ersten Entwurf eines Aktionsplans für ihren eigenen Verband. In diesen Aktionsplänen halten die BFU und die Verbände die ausgewählten Massnahmen, die nächsten Schritte und die Zuständigkeiten fest. Die Pläne werden nach dem Atelier weiterbearbeitet und bilden die Grundlage für die weitere Zusammenarbeit. 

Christof Kaufmann, Leiter Sport und Bewegung der BFU, betonte in der Diskussion die grosse Bedeutung einer konsequenten Priorisierung der Massnahmen auf Basis des aktuellen Wissens zu Unfallzahlen und Unfallursachen. Dies verhindere, dass die Sportverbände aufgrund der knappen vorhandenen Ressourcen resignieren und die Zahl der Schwerverletzten unter ihren Mitgliedern untätig hinnehmen.

Gemeinsam mehr erreichen

Neben den Aktionsplänen stand auch der Austausch zwischen den Verbänden im Mittelpunkt. Viele Herausforderungen sind sportartenübergreifend ähnlich. Die BFU wird diesen Dialog weiter fördern und die Unfallprävention im Schweizer Spielsport stärken.

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