Politische Position

Geschwindigkeitskontrollen dienen der Verkehrssicherheit

Tempokontrollen sind eine wichtige Unfallverhütungsmassnahme. Die Wirkung wird verstärkt, wenn die Polizei offensiv über die Kontrollen informiert. Um die Kontrollerwartung der Fahrzeuglenkenden hoch zu halten, muss ein Teil der Polizeikontrollen für die Fahrzeuglenkenden unvorhersehbar sein.

Überhöhte Geschwindigkeit ist eine zentrale Unfallursache. Polizeikontrollen rufen die Bedeutung der Geschwindigkeitslimiten in Erinnerung und haben eine abschreckende Wirkung auf Schnellfahrer.

Um die Kontrollerwartung hoch zu halten, müssen die Fahrzeuglenkenden jederzeit und überall mit Polizeikontrollen rechnen, die nicht angekündigt und nicht vorhersehbar sind. Dafür kommen mobile Kontrollgeräte zum Einsatz, die aus einem fahrenden Wagen oder am Strassenrand bedient werden. Sie erhöhen die Kontrollerwartung am stärksten, wenn sie überraschend sind und – unmittelbar beim Passieren der Kontrolle – für die Fahrzeuglenkenden erkennbar werden.

Zusätzlich sollten stationäre und semistationäre Messgeräte zum Einsatz kommen, die gut sichtbar am Strassenrand oder an Verkehrsampeln installiert sind. Diesen Geräten kommt, insbesondere an gefährlichen Stellen, zusätzlich die Aufgabe der direkten Unfallverhütung zu. Die Fahrzeuglenker halten sich dort überdurchschnittlich gut an die Geschwindigkeitslimite. Die BFU begrüsst ausdrücklich, dass die Polizei die Standorte dieser Messgeräte publiziert und über Zweck und Ergebnis der Kontrollen offensiv informiert.

Die BFU empfiehlt, die Sanktionen (Bussen, Führerscheinentzug usw.) möglichst rasch umzusetzen, um einen direkten Bezug zwischen dem Delikt und der Strafe zu schaffen. Dann sind die Sanktionen am wirksamsten.

Geschwindigkeitskontrollen müssen auch «überraschend» sein

Fahrzeuglenkende sollen jederzeit und überall mit Polizeikontrollen rechnen, die nicht angekündigt und nicht vorhersehbar sind. Ein Zwang zur Ankündigung aller Radarstandorte wäre ein Freipass für Schnellfahrer.

Im Tessin hat der Kantonsrat beschlossen, dass Standorte von mobilen Kontrollen 200 Meter vorher angekündigt werden müssen. Im Kanton Baselland verlangt ein Vorstoss gar die Ankündigung aller Radarmessungen. Damit verlieren diese ihre generelle unfallverhütende Wirkung. Der Zwang zur Ankündigung sämtlicher Radarstandorte hebelt de facto die Geschwindigkeitsregeln in der Schweiz aus – ein Teil der Lenker würde die Limiten missachten. Mit Blick auf die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden (auch der Fussgänger!) spricht sich die BFU deshalb gegen eine teilweise und vollständige Pflicht zur Ankündigung der Standorte von Geschwindigkeitskontrollen aus.

shopping_cart
Zum Warenkorb
0

Gratuliere, Sicherheit ist dir im Sport wichtig.

Jetzt die wertvollen BFU-Tipps für deine Sportart entdecken.

Gratuliere, Sicherheit ist dir im Sport wichtig.