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​Sichere Lenker, sichere Autos, sichere Strassen
​Sichere Lenker, sichere Autos, sichere Strassen

bfu veröffentlicht Sicherheitsdossier zu Personenwagen-Insassen

Geht es um die Sicherheit der Insassen von Personenwagen, gehört die Schweiz international zu den Spitzenreitern. Aber noch immer werden viele Menschen bei Verkehrsunfällen im Auto schwer oder tödlich verletzt. Im Sicherheitsdossier «Personenwagen-Lenkende und -Mitfahrende» analysiert die bfu die Risiken und zeigt Massnahmen auf, um die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern.

Die Anzahl schwer verletzter und getöteter Personenwagen-Insassen hat seit 1980 um 82 Prozent abgenommen. Und dies, obwohl im selben Zeitraum die Fahrleistung der Personenwagen erheblich gestiegen ist. Dies zeigen Auswertungen aus dem aktualisierten Sicherheitsdossier «Personenwagen-Lenkende und -Mitfahrende» der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung, das im Auftrag des Fonds für Verkehrssicherheit (FVS) verfasst wurde. Der internationale Vergleich zeigt, dass die Schweiz im Hinblick auf die Sicherheit der PW-Insassen in der Rangliste einen sehr guten Platz belegt. Tatsache bleibt aber, dass noch immer pro Jahr durchschnittlich 118 Personenwagen-Insassen sterben und 1219 schwer verletzt werden.

Zu den zentralen Risiken bei PW-Lenkern zählen das Fahren in angetrunkenem, übermüdetem oder abgelenktem Zustand sowie unangepasste Geschwindigkeit. Besonders bei männlichen Junglenkern ist ein Mangel an Risikokompetenz festzustellen. Aufgrund ihrer geringen Fahrerfahrung und ihrer sozialen Unreife treffen sie beim Fahren oft Entscheide, die der Sicherheit abträglich sind. Die Erlangung der Fahr- und Risikokompetenz ist ein langwieriger Prozess, der nebst ausgedehnter Fahrerfahrung (begleitetes Üben) auch die Fähigkeit zur Selbstreflexion und -steuerung erfordert. In dieser Hinsicht besteht bei der gegenwärtigen Fahrausbildung noch Optimierungspotential. Entsprechende Massnahmen wurden durch eine Arbeitsgruppe unter der Federführung des Bundesamts für Strassen (Astra) erarbeitet und kommen voraussichtlich im Verlauf dieses Jahres in die Anhörung. Im bfu-Sicherheitsdossier werden darüber hinaus weitere Massnahmen dargelegt, um die PW-Lenker hinsichtlich spezifischer Risiken zu informieren und – z.B. durch Kampagnen – zu sensibilisieren.

Bei der Erhöhung der Sicherheit von PW-Insassen kommt der Fahrzeugtechnik eine entscheidende Rolle zu. Standen während Jahren die so genannten passiven Schutzsysteme (also zum Beispiel Sicherheitsgurt, Airbag, Knautschzone, Fahrgastzelle) im Vordergrund, um bei einem Unfall schwere Verletzungen zu verhindern oder vermindern, macht inzwischen die Entwicklung aktiver Sicherheitssysteme grosse Fortschritte. Diese sollen verhindern, dass es überhaupt zu einem Unfall kommt. Im Sicherheitsdossier liefert die bfu eine systematische Übersicht über solche Systeme und bewertet ihre Wirksamkeit. Das grösste Rettungspotential weisen die Elektronische Stabilitätskontrolle (ESC), Kollisionsvermeidungs- (ACA) und Geschwindigkeitsassistenzsysteme (ISA) auf. Aber auch weitere Fahrassistenzsysteme zur Unterstützung der Lenker bei der Quer- und Längsführung können sich positiv auswirken.

Weitere Informationen dazu sowie zu zahlreichen anderen Themen – wie beispielsweise zur Strasseninfrastruktur – können im Sicherheitsdossier «Personenwagen-Lenkende und -Mitfahrende» nachgelesen werden.

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