Medienmitteilung | 17. Dezember 2019

Fahren in angetrunkenem Zustand Viele unterschätzen die Wirkung des Alkohols

Alkoholbedingte Verkehrsunfälle fordern in der Schweiz jedes Jahr durchschnittlich 38 Tote und 448 Schwerverletzte. 50 % der Autofahrerinnen und Autofahrer glauben, dass sie nach zwei alkoholischen Getränken noch sicher fahren können. Schon in kleinen Mengen jedoch schränkt Alkohol die Fahrfähigkeit ein – Sehvermögen, Konzentration und Koordination werden schlechter. Die BFU empfiehlt darum, auch über die Festtage konsequent zu sein: Wer trinkt, fährt nicht.

Alkoholbedingte Verkehrsunfälle sind grundsätzlich ganz einfach vermeidbar: Wer alkoholisiert ist, sollte kein Fahrzeug lenken. Dies beherzigen jedoch nicht alle. Auf Schweizer Strassen gibt es wegen alkoholisierten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern noch immer 38 Tote und 448 Schwerverletzte pro Jahr.

Ein beträchtlicher Teil der Schweizer Autofahrerinnen und Autofahrer glaubt, dass diese negativen Effekte des Alkohols erst nach mehreren Gläsern auftreten. Laut der aktuellen Bevölkerungsbefragung der BFU glauben 28 %, dass sie erst nach drei alkoholischen Getränken nicht mehr sicher ein Fahrzeug lenken können. 13 % gaben vier Gläser als Limit an, 9 % fünf Gläser und mehr.

Doch schon in kleinen Mengen verringert Alkohol die Fahrfähigkeit. Die Reaktion wird langsamer, der Anhalteweg somit länger. Das Sehvermögen wird schlechter. Die Müdigkeit nimmt zu, die Konzentration ab. Und das ist noch nicht alles: Gleichzeitig steigert Alkohol nämlich die Risikobereitschaft.

Viele Alkoholunfälle in Festtagsnächten

An den Weihnachtstagen und an Silvester konsumieren viele Menschen mehr Alkohol als üblich. Dies zeigt sich in der Statistik der nächtlichen Verkehrsunfälle: Während des Jahres ist bei rund 32 % der schweren Unfälle am Abend und in den frühen Morgenstunden Alkohol im Spiel, während der Weihnachts- und Silvesternächte bei 46 %.

So kommt man sicher nach Hause

An Festtagen wollen nicht alle auf Alkohol verzichten. Die BFU ist in dieser Zeit mit ihrer Kampagne «Wer trinkt, fährt nicht» präsent. Die Polizei beteiligt sich in vielen Kantonen mit Sensibilisierungsaktionen. Im Rahmen der Kampagne gibt die BFU folgende Tipps, wie man sicher nach Hause kommt:

  • Für Neulenkende gilt beim Alkohol die gesetzliche Nulltoleranz. Auch mit mehr Fahrerfahrung bewährt sich der Grundsatz: Wer trinkt, fährt nicht.
  • Als Alternative zum eigenen Auto öffentliche Verkehrsmittel oder Taxis nutzen. Alkoholisierte Personen bei sich übernachten lassen oder ein Taxi für sie organisieren.
  • Sich frühzeitig mit Angeboten wie Nez Rouge vertraut machen.
  • Keinen Alkohol trinken – auch nicht kleine Mengen –, wenn man Medikamente einnimmt.

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