SPRACHE
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​Welche Alkoholgrenzwerte gelten für die verschiedenen Gruppen von Fahrzeugführern?
​Welche Alkoholgrenzwerte gelten für die verschiedenen Gruppen von Fahrzeugführern?

 

Ordentliche Alkoholgrenze von 0,25 mg/l bzw. 0,50 Promille 

Seit dem 1.10.2016 wird die Angetrunkenheit im Strassenverkehr im Regelfall mit der Atemalkoholkontrolle bewiesen und eine Blutprobe nur noch bei Verdacht auf Betäubungsmittelkonsum, auf Verlangen des Betroffenen oder in Ausnahmefällen (z.B. Atemwegerkrankungen) durchgeführt. Geändert wird damit nur die Art der Kontrolle bzw. die Messmethode; die bisherigen bekannten Alkoholgrenzwerte bleiben bestehen. Es gelten neu grundsätzlich gemäss der Verordnung der Bundesversammlung über Alkoholgrenzwerte im Strassenverkehr folgende Alkoholgrenzwerte im Strassenverkehr:

 

Dieser Grundsatz gilt seit dem 1.1.2017 auch für folgende Spezialfälle (Art. 2a Abs. 1bis Verkehrsregelnverordnung):

  •  Angehörige der Milizfeuerwehren, die zur Durchführung von dringlichen Dienstfahrten aufgeboten werden
  • Angehörige der Berufsfeuerwehr, der Polizei, des Zolls, des Zivilschutzes und der Sanität oder Personen im Auftrag dieser Organisationen bei der Durchführung dringlicher Dienstfahrten, wenn sie dazu aufgeboten werden und im Zeitpunkt des Einsatzes weder ordentlichen Dienst leisten noch auf Pikett sind
  • Fahrzeugführende, die von Blaulichtdiensten aufgeboten werden (z.B. zum Abtransport von Unfallfahrzeugen, Wegräumen von Steinschlägen usw.), sofern sie dazu nicht auf Pikett waren
  • Führer auf Fahrten mit schweren Gütertransportfahrzeugen, deren bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit nicht mehr als 45 km/h beträgt
  • Führer von Lastwagen, die den Arbeitsmotorwagen gleichgestellt sind.

 

Verbot des Fahrens unter Alkoholeinfluss

Sonderregelungen (Verbot des Fahrens unter Alkoholeinfluss) existieren gemäss Art. 2a Verkehrsregelnverordnung insbesondere für folgende Gruppen von Fahrzeugführern:

  • auf Fahrten des konzessionierten oder grenzüberschreitenden Personenverkehrs auf der Strasse;
  • im berufsmässigen Personentransport;
  • Führer schwerer Motorfahrzeuge, die zum Gütertransport zugelassen sind (Lastwagen, schwere Sattelschlepper, Traktoren mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t), es sei denn es liegt ein oben genannter Spezialfall vor;
  • Fahrten im Rahmen von Übungen der Milizfeuerwehr;
  • beim Transport gefährlicher Güter mit kennzeichnungspflichtigen Beförderungseinheiten;
  • Fahrlehrer während der Berufsausübung;
  • Fahrzeugführer auf Lern- und Übungsfahrten;
  • Begleitpersonen auf Lernfahrten;
  • Inhaber des Führerausweises auf Probe, ausgenommen auf Fahrten mit Fahrzeugen der Spezialkategorien F, G und M.

Alkoholeinfluss in diesem Zusammenhang (Verbot des Fahrens unter Alkoholeinfluss) liegt vor, wenn die Person eine Atemalkoholkonzentration von 0,05 mg/ l oder mehr aufweist, eine Blutalkoholkonzentration von 0,10 Promille oder mehr aufweist oder eine Alkoholmenge im Körper hat, die zu einer derartigen Blutalkoholkonzentration führt (Art. 2a Abs. 2 Verkehrsregelnverordnung).

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