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«Null Promille. Null Probleme.»
«Null Promille. Null Probleme.»

Ab 2014 gilt ein Alkoholverbot für Neulenkerinnen und Neulenker.

18- bis 24-jährige Lenker verursachen fast doppelt so viele Unfälle mit Alkohol wie
25- bis 44-Jährige und fast viermal mehr als 45- bis 64-Jährige. Die Politik hat darauf – im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms Via sicura – reagiert: Ab 1. Januar 2014 gilt für Inhaberinnen und Inhaber eines Lernfahr- oder Führerausweises auf Probe ein Alkoholverbot am Steuer. Mit einer Informationskampagne machen die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung und ihre Partner auf die neue Vorschrift und das erhöhte Unfallrisiko bei Fahren unter Alkoholeinfluss aufmerksam.

Fahren unter Einfluss von Alkohol ist eines der grössten Probleme für die Verkehrssicherheit. Alkohol beeinträchtigt die Fähigkeiten, die es zum Lenken eines Fahrzeuges braucht, und erhöht gleichzeitig die Bereitschaft, Risiken einzugehen. Dies ist ausgeprägt bei jungen Lenkern der Fall: Ihr Unfallrisiko steigt bereits bei 0,3 Promille um 45 Prozent. Wahrnehmung, Fahrzeugbeherrschung und entsprechende Automatismen sind erst in der Aufbauphase. Diese Defizite werden durch Alkohol zusätzlich verstärkt. Hinzu kommt, dass junge Lenker häufiger auswärts Alkohol trinken, vor allem nachts und am Wochenende. Schätzungen der bfu zeigen, dass mit der Null-Promille-Vorschrift für Neulenker rund 5 bis 10 Getötete und ungefähr 50 bis 70 Schwerverletzte pro Jahr vermieden werden können.

Die Kampagne mit dem einprägsamen Slogan "Null Promille. Null Probleme." wird von der bfu zusammen mit dem Schweizerischen Fahrlehrerverband SFV, der Fachstelle ASN und weiteren Partnern im Auftrag des Fonds für Verkehrssicherheit FVS geführt. Sie thematisiert zum einen die Konsequenzen bei Widerhandlungen und wartet zum anderen mit konkreten Tipps auf – beispielsweise:

  • Die Sanktionen reichen von einer Busse bis zu Führerausweisentzug und Freiheitsstrafe. Zudem wird beim ersten Ausweisentzug die Probezeit automatisch um ein Jahr verlängert. Beim zweiten Entzug wird der Ausweis annulliert. Und: Bei Alkoholunfällen können die Versicherungen ihre Leistungen drastisch kürzen oder sogar Rückzahlungen fordern.
  • Der Promillewert kann nicht künstlich gesenkt werden, auch nicht mit Kaffee oder Schlaf. Da hilft nur die Zeit: Pro Stunde baut sich der Alkoholpegel um rund 0,1 Promille ab. Das bedeutet auch: Am Morgen danach kann der Restalkoholspiegel immer noch zu hoch liegen, um ein Fahrzeug zu lenken. Wer also um Mitternacht mit mehr als 1 Promille im Blut schlafen geht, ist um sechs Uhr morgens noch nicht fahrfähig.


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