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​Zwei Drittel sind vom Nutzen von Tempo-30-Zonen überzeugt
​Zwei Drittel sind vom Nutzen von Tempo-30-Zonen überzeugt

Repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Link

65 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass durch die Einführung von Tempo-30-Zonen das Unfallrisiko gesenkt werden kann. Und: Bereits 38 Prozent der hiesigen Bevölkerung wohnen in einer solchen Zone. Dies zwei Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Link im Auftrag der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung im März 2014 bei mehr als tausend Personen durchgeführt hat.

Das bfu-Modell Tempo 50/30 basiert auf der Unterscheidung des innerörtlichen Strassennetzes in verkehrsorientierte und siedlungsorientierte Strassen. Auf Letzteren soll die Höchstgeschwindigkeit gemeindeweit auf 30 km/h limitiert werden, was die Sicherheit in den Wohnquartieren erhöht. Tiefere Geschwindigkeiten führen zu einem ruhigeren Fahrverhalten, die Anzahl und Schwere von Unfällen nimmt ab, die Wege für Schulkinder sind weniger gefährlich und die verletzlicheren Verkehrsteilnehmer fühlen sich sicherer. Und die Fahrzeuglenker verlieren trotzdem kaum Zeit.

Soweit die Erkenntnisse verschiedener Studien. Die bfu wollte nun wissen, wie die Bevölkerung darüber denkt, wohnen doch heute landesweit bereits 38% in einer Tempo-30-Zone (in Kernstädten sind es 49%, in Agglomerationen 39% und auf dem Land 24%).

65% der Befragten sind der Ansicht, dass durch die Einführung von Tempo-30-Zonen das Unfallrisiko gesenkt werden kann. Überdurchschnittlich hoch ist die Zustimmung – neben den Anwohnern dieser Zonen – auch bei Frauen, Über-60-Jährigen, Personen mit einer höheren Schulbildung sowie Leuten, die selten oder gar nicht Auto fahren.

Bei einer Abstimmung würden aber dennoch nur rund die Hälfte der Befragten die Einführung von Tempo 30 innerorts (mit Ausnahme von Hauptverkehrsachsen, bei denen Tempo 50 gilt) befürworten. Überdurchschnittliche Zustimmung erhielte eine entsprechende Vorlage von Frauen, älteren Befragten, Tessinern, Anwohnern von 30-Tempo-Zonen sowie Leuten, die selten oder gar nicht Auto fahren. Allerdings ist der Anteil der Befürworter im Laufe der letzten Jahre gestiegen: von 39% im Jahr 2002 auf 48% im Jahr 2014.

Vielfältig sind auch die Gründe, die gegen Tempo-30-Zonen genannt werden: Schikane/Zeitverlust (39%), keine weiteren Zonen nötig (15%), schwierig einzuhalten/Bussenfalle (11%), schon zu viele Regelungen/Einschränkungen (9%), Tempo-30-Zonen sind gefährlicher (8%), Fussgängerstreifen werden aufgehoben (3%), mehr Emissionen/Abgase (2%), teuer (2%), auch 30 km/h ist noch zu schnell (1%).

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