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​Wie soll die Unfallprävention dem Verkehrsdichtestress begegnen?
​Wie soll die Unfallprävention dem Verkehrsdichtestress begegnen?

bfu-Forum zur Mobilitätsplanung in den Städten und Agglomerationen

Während auf den Autobahnen und Ausserortsstrassen die Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten und Getöteten in den letzten Jahren deutlich abgenommen haben, war dieser Trend auf Innerortsstrassen nur halb so stark. Die Zahl der schwer verunfallten Velofahrer und Fussgänger blieb hier sogar unverändert hoch. Das diesjährige bfu-Forum Strassenverkehr ist der Frage nachgegangen, welche neuen Wege zu beschreiten sind, um die Verkehrssicherheit in Städten und Agglomerationen zu erhöhen.

Die Schweizer Strassen werden immer sicherer. Die Entwicklung der Unfallzahlen der letzten Jahrzehnte legt jedenfalls diesen Schluss nahe. Ein genauerer Blick in die Statistik zeigt indessen, dass sich dieser positive Befund nicht ohne weiteres verallgemeinern lässt. So zeigen Auswertungen der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung, dass die Verbesserung der Verkehrssicherheit in den Städten und Agglomerationen mit derjenigen auf Autobahnen und Ausserortsstrassen nicht Schritt halten kann. Während auf letzteren die Anzahl der Unfälle mit Schwerverletzten und Getöteten deutlich abgenommen hat, ist der Trend auf Innerortsstrassen nur halb so stark. Betrachtet man nur die Velofahrer und Fussgänger, ist sogar eine Stagnation zu verzeichnen. «Diese Situation ist beunruhigend, weil anzunehmen ist, dass der Anteil genau dieser Verkehrsteilnehmergruppen in den Städten und Agglomerationen zunehmen wird», erläuterte bfu-Direktorin Brigitte Buhmann am 17. bfu-Forum Strassenverkehr, das heute im Kunstmuseum Bern stattgefunden hat und der Frage «Mehr Sicherheit trotz wachsender Mobilitätsbedürfnisse. Ist das möglich?» gewidmet war. 

Vieles deutet darauf hin, dass der Verkehrsdichtestress in den Städten und Agglomerationen künftig weiter zunehmen wird. Die Entwicklung neuer Mobilitätsformen schreitet zügig voran; unterschiedlichste Fortbewegungsmittel teilen sich den öffentlichen Raum, und es kommen immer weitere dazu. Bleibt angesichts dieser Trends die Sicherheit insbesondere der am wenigsten geschützten Verkehrsteilnehmer auf der Strecke? Reicht das Arsenal traditioneller Massnahmen zur Bewältigung dieser Herausforderungen aus?

Vorschläge zur Verhütung von Verkehrsunfällen innerorts setzten ihren Hebel häufig bei dem Verhalten einzelner Verkehrsteilnehmergruppen an und sind reaktiver Natur. Wichtig ist indessen, die Sicherheit als eine der wesentlichen Komponenten einer nachhaltigen Mobilitätsplanung zu betrachten, wie Ellen Townsend, Policy Director beim Europäischen Verkehrssicherheitsrat ETSC, in ihrem Referat am Forum dargelegt hat. Denn «die Gestaltung der Städte hat auch Auswirkungen auf die Sicherheit, die Nachhaltigkeit und die Gesundheit».

In einer Podiumsdiskussion erörterte Stefan Siegrist, stellvertretender Direktor der bfu, mit Vertretern aus Politik, Mobilitätsplanung, Verkehrstechnik und Verkehrssicherheit Strategien zur sicheren Gestaltung unserer Siedlungsgebiete aus verschiedenen Blickwinkeln.

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