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Ausbau des Schweizer Velowegnetzes
Ausbau des Schweizer Velowegnetzes

​Sicherheit muss oberstes Gebot sein

Das Schweizer Stimmvolk hat heute die Velowege in der Verfassung verankert. Ein Ausbau des Velowegnetzes verspricht vielerorts einen Sicherheitsgewinn. Damit die Unfallzahlen tatsächlich sinken, sieht die bfu nun alle Beteiligten in der Pflicht: Bei der Umsetzung muss konsequent auf die Verkehrssicherheit geachtet werden.

Das Ja des Schweizer ​​Stimmvolks zum «Bundesbeschluss Velo» ist aus Sicht der bfu ein sinnvoller Schritt hin zu einer konsequenten Netzplanung für den Veloverkehr. Sorgfältig geplante Velowege können vielerorts die Unfallzahlen minimieren. Dies ist dringend nötig, denn das Unfallrisiko von Velofahrern stagniert in der Schweiz seit Jahren – während die Zahl der getöteten und schwer verletzten Autoinsassen erfreulicherweise stetig sinkt.​

Damit der Schweizer Strassenverkehr auch für Velos und E-Bikes sicherer wird, muss ihr Schutz nun höchste Priorität erhalten. Bei Planung und Bau neuer Velowege muss die Sicherheit genauso im Fokus stehen wie später bei Betrieb und Unterhalt. Die bfu weist darauf hin, dass Artikel 6a des Strassenverkehrsgesetzes Bund, Kantone und Gemeinden verpflichtet, dem Sicherheitsaspekt konsequent Rechnung zu tragen.

«Wo für Velofahrerinnen und Velofahrer das Wegnetz ausgebaut oder die Verkehrsführung geändert wird, dürfen keine neuen Gefahrenstellen geschaffen werden», warnt der stellvertretende bfu-Direktor Stefan Siegrist. Velowege sind zwar auf vielen Strecken sinnvoll, aber nicht überall die sicherste Variante – gerade weil an Einmündungen von Radwegen oft Unfälle passieren. «Es gilt darum, weiterhin jeden Streckenabschnitt einzeln zu prüfen», so Siegrist.

Experten und Politiker an einem Tisch

Die Velofahrerinnen und Velofahrer sind das Thema des diesjährigen bfu-Forums vom 14. November im Kursaal Bern. ​Spezialisten aus der Schweiz und den Niederlanden erläutern, wie sich Netzplanung, Geschwindigkeitsmanagement und Sensibilisierung der Velo- und Autofahrer umsetzen lassen. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, städtischen Behörden und Verkehrstechnik diskutieren und erörtern den Handlungsbedarf.​

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