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Unfälle im Strassenverkehr 2016
Unfälle im Strassenverkehr 2016

Weniger Unfalltote aber kaum Rückgang bei Schwerverletzten

Laut den heute vom Bundesamt für Strassen (ASTRA) veröffentlichten Daten starben im vergangenen Jahr auf Schweizer Strassen 216 Menschen, 37 weniger als 2015. Die Anzahl der Schwerverletzten ging um 1 Prozent auf 3785 zurück. Rückläufig war vor allem die Anzahl schwerverletzer Auto- und Motorradfahrer, während die Zahl schwerverletzter Velofahrer und zu Fussgehender sogar anstieg. Die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung zu den Gründen hinter diesen Zahlen.

Die bfu ist erfreut über die sehr positive Entwicklung der Anzahl Getöteter im Strassenverkehr, jedoch nach wie vor besorgt über die sehr langsame Abnahme der Anzahl Schwerverletzter. Die lediglich geringe Reduktion der Anzahl Schwerverletzter gegenüber dem Vorjahr bestätigt den von der bfu schon öfters kommunizierten Trend, dass die Anzahl Schwerverletzter nicht dieselbe positive Entwicklung erfährt wie die Anzahl Getöteter – insbesondere bei zu Fussgehenden und Velofahrenden.

Schlechtes Wetter im ersten Halbjahr 2016

Es fällt auf, dass die Reduktion der Anzahl Getöteter und Anzahl Schwerverletzter fast ausschliesslich im ersten Halbjahr 2016 erfolgte (Reduktion im ersten Halbjahr: -32 Getötete; Reduktion im zweiten Halbjahr: -5 Getötete). Ausgeprägt ist dieser Effekt bei den Motorrädern: 90 % der Reduktion der Anzahl Getöteten und fast 100 % bei den Schwerverletzten resultierten im ersten Halbjahr. Das trübe Wetter im ersten Halbjahr trug höchstwahrscheinlich zu dieser Abnahme bei, da weniger Töfffahrer unterwegs waren. Diese These wird durch die Tatsache gestützt, dass bei den Radfahrern im ersten Halbjahr eine Abnahme und im zweiten Halbjahr eine Zunahme der Anzahl Schwerverletzter zu ver-zeichnen war. Wahrscheinlich ist auch die Zunahme der schwer verletzten Fussgänger im ersten Halbjahr auf das schlechte Wetter zurückzuführen (dies wegen der geringeren Sichtbarkeit), zumal im zweiten Halbjahr diese Anzahl abnahm.

Sorgenkinder Langsamverkehr und E-Bikes

Betrachtet man lediglich die nicht oder nur leicht motorisierten Verkehrsteilnehmer, so bestätigt sich die von der bfu schon länger vorhergesagte Entwicklung, dass sich die Problematik des Langsamverkehrs hinsichtlich der Verkehrssicherheit akzentuiert. Dies zeigt sich auch in der bfu-Grafik zur indexierten Entwicklung der schweren Personenschäden nach Verkehrsteilnahme.

 

Weiter setzt sich die Zunahme der schweren E-Bike-Unfälle fort: Zwar war die Anzahl Getöteter nicht so hoch wie 2015, doch die Schwerverletztenzahl erhöhte sich weiter um 25 %. Die bfu ist zurzeit daran, diese detailliert zu untersuchen und wird dieses Jahr mit neuen Erkenntnissen aufwarten können.

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