Kinder bewegen sich gerne und sie wollen die Welt erkunden. Dabei wird geklettert, gerannt, gerutscht, gehüpft, gestolpert und auch – gestürzt. Ein aktives Kind stürzt bis zum Ende der Primarschulzeit ca. 1000 Mal. Die Folgen sind oft nicht so schlimm und mit einem
Trostpflaster auch bald vergessen. Manchmal geht ein Sturz jedoch nicht glimpflich aus, es muss gegipst wer
den und die Bewegungsfreiheit ist vorübergehend eingeschränkt.
Stürzen gehört zu einer gesunden, bewegten Kindheit und es kann daher nicht das Ziel sein, alle Stürze verhindern zu wollen. Natürlich sollen schwere Verletzungen – wie sie beispielsweise nach einem Sturz aus der Höhe möglich sind – vermieden und die nötigen
Schutzmassnahmen getroffen werden. Das vorliegende Safety Tool beschäftigt sich mit Sturzformen, die bei entsprechendem Training ein «gutes Ende» finden können.
Gemeint sind Stürze auf gleicher Ebene, wie sie beim Gehen, Laufen und Spielen oft vorkommen. Stürzen ist mit einem Anteil von über 50 % der häufigste Unfallhergang bei Kindern. Dabei ist der Kopf der am meisten betroffene Körperteil, gefolgt von Verletzungen an Armen und Händen.