Die repräsentative Zählung 2009 der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung zeigt das gleiche Resultat wie im Vorjahr: 38 Prozent der Velofahrer tragen auf freiwilliger Basis einen Helm.
Die Helm-Tragquote ist bei den Velofahrern in den letzten Jahren – nicht zuletzt dank den Sensibilisierungs-Kampagnen von bfu und Suva – stetig von 14 Prozent (1998) über 27 Prozent (2003) auf 38 Prozent gestiegen (2007). Seither stagniert die Gesamttragquote.
Bei den Kindern bis 14 Jahre hingegen hat der Anteil von Radfahrern mit Helm gegenüber dem Vorjahr einen markanten Anstieg von 50% auf 70% erfahren. Dieses Ergebnis ist erfreulich, denn Kinder sind beim Velofahren einem höheren Unfallrisiko ausgesetzt, weil ihre kognitiven und motorischen Fähigkeiten noch nicht voll entwickelt und sie im Verkehr noch ungeübt sind. Daher ist es für sie besonders wichtig, einen Helm zu tragen. Die bfu strebt eine noch höhere Tragquote bei Kindern an und setzt sich deshalb für ein Velohelm-Obligatorium bis 14 Jahre ein – ein Ansinnen, das gemäss einer repräsentativen Demoscope-Umfrage von 84 Prozent der Befragten unterstützt wird.
Bei den Erwachsenen setzt die bfu, das Schweizer Kompetenzzentrum für Unfallprävention, nach wie vor auf die Eigenverantwortung und auf die Freiwilligkeit des Helmtragens. Ein generelles Obligatorium könnte sich kontraproduktiv auswirken, weil die gesellschaftliche Akzeptanz – insbesondere bei den Radfahrern selbst – nicht gegeben ist. Da der Nutzen des Velohelms für die Sicherheit wissenschaftlich belegt ist, werden bfu und Suva ihre Kampagnen zur Förderung des freiwilligen Helmtragens bei den Erwachsenen fortsetzen.
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bfu-Erhebung 2009: Fahrradhelm-Tragquoten im Strassenverkehr
Website der Velohelm-Kampagne: www.velohelm.ch