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21.08.2012 
Eine Bergwanderung ist kein Spaziergang 
bfu-Tipps: Sicher ans Ziel und wieder zurück

Der Trend hält an: Wandern in den Bergen ist in der Schweiz sehr beliebt. Leider ist der Volkssport nicht ganz frei von Gefahren: Jedes Jahr verlieren rund 40 Personen dabei ihr Leben. Mit der korrekten Planung, der geeigneten Ausrüstung und dem richtigen Verhalten lassen sich aber viele dieser Unfälle verhindern. Die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung gibt Tipps, um diese freudvolle und gesunde Betätigung ohne Zwischenfälle zu geniessen.

 

Jährlich verunfallen im Schnitt über 8500 Personen beim Bergwandern auf weiss-rot-weiss markierten Wegen, rund 40 davon tödlich. Keine andere Sportart fordert in der Schweiz so viele Menschenleben. Die mit Abstand häufigste Unfallursache ist dabei ein Sturz oder Absturz durch Stolpern oder Ausrutschen. Die Zahlen zeigen deutlich: Eine Wanderung in den Bergen ist kein Spaziergang, sondern erfordert ein hohes Mass an Eigenverantwortung sowie ein Bewusstsein für die Gefahren. Oft werden die Anforderungen unter- oder die eigenen Fähigkeiten überschätzt. Sorglosigkeit, Unachtsamkeit, Überforderung und Ermüdung führen zu Stolpern, was Stürze nach sich ziehen kann – oft mit verhängnisvollen Folgen. Häufig fehlt zudem eine sorgfältige Planung, oder man kehrt nicht rechtzeitig um, weil man das Ziel unbedingt erreichen will. Fehlen aber Zeit- und Kraftreserven, können überraschende Schwierigkeiten wie Wetterumbrüche rasch zu heiklen Situationen führen.

 

Bergwandern ist nicht zuletzt bei Senioren sehr beliebt. Das zeigt sich leider auch in den Unfallzahlen: Die Hälfte der tödlichen Unfälle betrifft Personen über 60 Jahre. Wer aber eine Bergwanderung unternehmen will, muss trittsicher, schwindelfrei und in guter körperlicher Verfassung sein. Denn Bergwanderwege verlaufen überwiegend steil, schmal und exponiert. Wer nicht ganz sicher ist, sollte im Zweifelsfall die gelb markierten Wanderwege vorziehen. Ältere Wanderer sollten sich bewusst sein, dass mit zunehmendem Alter die Gleichgewichts- und Reaktionsfähigkeit abnimmt. Das heisst aber nicht, dass sie auf Bergwanderungen verzichten müssen. Für sie wie auch für die Jüngeren gilt es indessen, ein paar Hinweise zu beachten:

  • Planen Sie Ihre Bergwanderung sorgfältig (Route, Anforderungen, Zeitbedarf, Wetterbericht).
  • Überfordern Sie sich nicht. Passen Sie die Tour Ihren Fähigkeiten an.  
  • Achten Sie auf eine geeignete Ausrüstung, tragen Sie feste Wanderschuhe und nehmen Sie einen Wetterschutz mit.
  • Informieren Sie Dritte über Ihr Ziel und melden Sie sich am Abend zurück, vor allem wenn Sie allein unterwegs sind.
  • Wandern Sie auf markierten Wegen.
  • Kehren Sie bei Wetterumbrüchen oder anderen Problemen rechtzeitig um.
Die bfu-Publikumsbroschüre «Bergwandern» mit Tipps zu Planung, Ausrüstung und Verhalten kann hier heruntergeladen werden.
 
  
 


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