Die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung begrüsst den heutigen Entscheid des Bundesrats, das Programm Via sicura zu konkretisieren und zuhanden des Parlaments eine Botschaft auszuarbeiten. Das Ja der Landesregierung zu mehr Sicherheit auf Schweizer Strassen ist ein weiterer Schritt hin zu einer deutlichen Reduktion der Getöteten und Schwerverletzten. Eine Notwendigkeit angesichts des verursachten Leids und der materiellen Kosten der Strassenverkehrsunfälle von jährlich rund 6,5 Mrd. Franken.
Erfreut ist die bfu insbesondere, dass sich die Landesregierung weiterhin zu einem Gesamtpaket bekennt, in dem die relevanten und aufeinander abgestimmten Massnahmen enthalten sind. Dieser Massnahmenkatalog enthält sowohl erzieherische (Schulung, Sensibilisierung) als auch rechtliche (Vorschriften, Kontrolle, Sanktion) und technische (Infrastruktur, Telematik) Elemente. Allerdings bedauert die bfu, dass zur Finanzierung dieser Massnahmen keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung stehen.
Die bfu stimmt auch der Einschätzung des Bundesrats zu, dass zur Erhöhung der Verkehrssicherheit nicht in erster Linie neue Verkehrsregeln zentral sein werden, sondern Massnahmen zur wirksamen Durchsetzung bestehender Regelungen. So ist denn auch der Verzicht auf die Einführung eines Weiterbildungsobligatoriums für alle Personenwagen- und Motorradlenkenden (1 Tag Weiterbildung alle 10 Jahre) nachvollziehbar, zumal das Kosten-Nutzen-Verhältnis dieser Massnahme nicht sehr gut ist.