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18.02.2009 
Die Lawinengefahr wird häufig unterschätzt 
Unkenntnis und fehlende Erfahrung können zu Unfällen führen

Die Unfallstatistik der letzten Jahre zeigt, dass der Anteil Freerider unter den Lawinenopfern zugenommen hat. Die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung erinnert an die wichtigsten Regeln.

 

Frischer Pulverschnee, kühle Temperaturen und strahlender Sonnenschein: Neben den Tourenfahrern ziehen auch viele Freerider genüsslich ihre Spuren in die unberührte Landschaft. Das Skifahren und Snowboarden abseits der Pisten beinhaltet allerdings grosse Risiken und sollte nur mit optimaler Vorbereitung gewagt werden. Unter den jährlich rund zwanzig Lawinenopfern in den Bergen hat die Zahl der Freerider in den letzten Jahren leicht zugenommen und macht rund die Hälfte der Getöteten aus. Viele dieser Unfälle sind auf Unkenntnis und fehlende Erfahrung zurückzuführen.

 

Die grössten Risiken für Freerider sind Absturz und Verschüttung durch Lawinen. Die bfu, das Schweizer Kompetenzzentrum für Unfallprävention, ruft deshalb die wichtigsten Ratschläge in Erinnerung:  

 

  • Lawinenbulletin und Wetterbericht konsultieren; ab Lawinengefahr "erheblich" auf den markierten und geöffneten Pisten bleiben.
  • Signale und Warnungen der Pisten- und Rettungsdienste beachten. Blinkende Lawinenwarnleuchten in den Skigebieten bedeuten akute Lebensgefahr abseits der gesicherten Pisten!
  • Eine Freeride-Ausbildung besuchen, um die Gefahren kennen und einschätzen zu lernen.
  • Ein eingeschaltetes Lawinenverschütteten-Suchgerät tragen und eine Lawinenschaufel sowie eine Sonde mitführen.
  • Keinen fremden Spuren folgen, die in unbekanntes Gelände führen.
  • Nie alleine und nur bei guter Sicht fahren.
  • Frische Triebschnee-Ansammlungen kritisch beurteilen.
  • Steilste Hangpartien und Schlüsselstellen einzeln befahren .

 

  Download: bfu-Broschüre "Freeriden - Das Lawinenrisiko besser einschätzen"

 
  
 


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