Die repräsentative Zählung 2008 der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung zeigt das gleiche Resultat wie im Vorjahr: 38 Prozent der Velofahrer tragen auf freiwilliger Basis einen Helm.
Die Helm-Tragquote ist bei den Velofahrern in den letzten Jahren – nicht zuletzt dank den Sensibilisierungs-Kampagnen von bfu und Suva – stetig von 14 Prozent (1998) über 27 Prozent (2003) auf 38 Prozent gestiegen (2007 und 2008). Ermutigende Zahlen also, umso mehr als Velohelme nicht mehr nur in der Freizeit, sondern immer häufiger auch für kürzere Strecken im Alltag (Schule oder Arbeit) benützt werden.
Deutlich höher liegt die Tragquote mit 50 Prozent bei Kindern bis 14 Jahre: Damit trägt aber immer noch die Hälfte von ihnen beim Radfahren keinen Helm. Die bfu setzt sich deshalb für ein Velohelm-Obligatorium für Kinder ein – ein Ansinnen, das gemäss einer repräsentativen Demoscope-Umfrage von 84 Prozent der Befragten unterstützt wird. Kinder sind beim Velofahren einem höheren Unfallrisiko ausgesetzt, weil ihre kognitiven sowie motorischen Fähigkeiten noch nicht voll entwickelt und sie im Verkehr noch ungeübt sind. Daher ist es für sie besonders wichtig, einen Helm zu tragen.
Bei den Erwachsenen setzt die bfu, das Schweizer Kompetenzzentrum für Unfallprävention, nach wie vor auf die Eigenverantwortung und auf die Freiwilligkeit des Helmtragens. Ein generelles Obligatorium könnte sich kontraproduktiv auswirken, weil die gesellschaftliche Akzeptanz – insbesondere bei den Velofahrern selbst – nicht gegeben ist. Da der Nutzen des Velohelms für die Sicherheit wissenschaftlich belegt ist, werden bfu und Suva ihre Kampagnen zur Förderung des freiwilligen Helmtragens bei den Erwachsenen fortsetzen.
Detaillierte Resultate:
bfu-Erhebung 2008 Fahrradhelm-Tragquoten im Strassenverkehr
Website der Velohelm-Kampagne: www.velohelm.ch