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16.08.2006 
Sicherheitsgurten: Tragquoten steigen deutlich 
bfu-Zählung 2006: Erste Erfolge für Kampagne «Ein Band fürs Leben»

86 Prozent der Fahrzeuglenker und 68 Prozent der Mitfahrer auf den Rücksitzen tragen die Sicherheitsgurten. Diese gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegenen Schweizer Quoten ergab die repräsentative Zählung 2006 der Schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu.

 

Nachdem die Gurtentragquote auf den Rücksitzen in den letzten vier Jahren stagniert hatte, macht sie nun einen markanten Sprung von 53 auf 68 Prozent  (plus 15%). Auffällig sind dabei die regionalen Unterschiede: Während in der Romandie nur gerade 50 Prozent die seit 1994 geltende gesetzliche Vorschrift befolgen, sind es in der Deutschschweiz 74 Prozent und im Tessin 61 Prozent. Das bereits 1981 eingeführte Gurtenobligatorium für Fahrzeuglenker respektieren 86 Prozent (Vorjahr: 82% / plus 4%). Spitzenreiter war auch hier die Deutschschweiz (88%) vor der Romandie (79%) und dem Tessin (75%).

 

Grosse Unterschiede bestehen auch beim Gurtentragen an den verschiedenen Ortslagen: Während sich auf Autobahnen 90 Prozent der Lenker angurten, sind es ausserorts noch 87 Prozent und innerorts nur 79 Prozent. Das Unfallrisiko entspricht aber keineswegs der subjektiv empfundenen Gefahr: Auf Innerortsstrassen verunfallten letztes Jahr drei Mal mehr Fahrzeuginsassen als auf Autobahnen (7106 respektive 2392). Das Gurtentragen sollte deshalb gerade auch auf kurzen Innerortsstrecken eine Selbstverständlichkeit sein.

 

Im November 2005 haben die bfu, der TCS und der Verkehrssicherheitsrat im Auftrag des Fonds für Verkehrssicherheit die grosse Sicherheitsgurten-Kampagne „Ein Band fürs Leben“ lanciert: Während drei Jahren sollen insbesondere die Insassen von vierrädrigen Fahrzeugen für das konsequente Gurtentragen sensibilisiert werden – wodurch in der Schweiz rund 60 Menschenleben pro Jahr gerettet werden könnten. Erfreulich, dass bereits nach der ersten Kampagnenphase, die von gezielten Polizeikontrollen begleitet wurde, deutlich höhere Tragquoten zu verzeichnen sind.

 

Link zur Sicherheitsgurten-Kampagne: http://www.sicherheitsgurt.ch

 

Informationen: bfu-Medienstelle, Tel. 031 390 21 11

 
  
 


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