Die diesjährige repräsentative Erhebung der Schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu zeigt eine erfreuliche Zunahme der Gurtentragquote auf den Rücksitzen: Sie stieg innerhalb eines Jahres von 32% auf 55%. Die Quote der angegurteten Lenker blieb fast unverändert bei 80%.
Eine erfreuliche Verbesserung der Tragdisziplin der Sicherheitsgurten ist in der Romandie und im Tessin zu verzeichnen: in der Westschweiz stieg die Quote der Gurtentragenden von 68 % im Jahr 2001 auf 75 % (2002), im Tessin im gleichen Zeitraum von 55 % auf 63 %. In der Deutschschweiz stagnierte der Prozentsatz bei 83 % (2001: 82 %).
Grosse Unterschiede bestehen beim Gurtentragen an den verschiedenen Ortslagen: innerorts gurten sich durchschnitllich nur 68% an, ausserorts 82% , auf Autobahnen sind es 88%.
Dabei entspricht das Unfallrisiko nicht der subjektiv empfundenen Gefahr: Auf Innerortsstrassen verunfallten im Jahr 2000 8100 Autofahrende, 44 davon starben. Auf der Autobahn verunfallten im gleichen Jahr 3000 PW-Insassen, 37 davon tödlich.
Gerade auch auf kurzen Innerortsstrecken sollte das Gurttragen eine Selbstverständlichkeit sein, denn die Aufprallwucht eines Crashes mit „nur“ Tempo 50 entspricht dem Sturz aus dem 4. Stock eines Hauses.