In der Schweiz spielen etwa 56 000 Personen Handball, davon rund 20 000 mit einer Spiellizenz. Die Zweikampfsportart besteht vor allem aus Laufen, Springen und Werfen. Jährlich verletzen sich etwa 5000 Personen. Häufig sind es Verstauchungen und Zerrungen (knapp 50 %), gefolgt von Prellungen (ca. 23 %) und Brüchen (weniger als 10 %). Die besonders betroffenen Körperstellen sind die unteren Extremitäten vom Knie bis zu den Füssen mit etwa 43 % und die oberen Extremitäten (Schultergürtel bis zu den Fingern) mit etwa 33%. Übermüdung und Überbelastung führen zu unkontrollierten Bewegungen und erhöhen damit das Unfallrisiko. Überlastungsschäden treten oft an der Schulter (Wurfarm) und an der Lendenwirbelsäule auf.
Tipps:
- Wärmen Sie sich gut auf. Vor allem bei kurzfristigen Einwechslungen und der damit oft verbundenen fehlenden Aufwärmphase.
- Tragen Sie Hallenschuhe mit rutschfester Sohle und Vorderfussdämpfung sowie Knie- und Ellenbogenschoner
- Gezieltes Balanciertraining auf einer weichen Unterlage oder einem Wackelbrett (propriozeptives Training) senkt das Risiko von Bandverletzungen an Knie- und Sprunggelenken erheblich. Gegen chronische Schulterbeschwerden hilft gezieltes Muskelaufbautraining der vernachlässigten hinteren Muskelpartien (Schulterblattmuskeln).
- Achten Sie darauf, dass die Böden sauber und nicht feucht sind.
- Nehmen Sie nach einer Verletzung das Training langsam, in Absprache mit dem Arzt, wieder auf.
Siehe auch:
Basketball, Volleyball