Jährlich erleiden rund 66 000 Menschen über 65 einen Sturzunfall, der ärztliche Behandlung erfordert; etwa 1000 sterben daran. Eine häufige Folge ist die Hüftfraktur, die jedes Jahr über 8100 Personen betrifft.
Hüftprotektoren – in die Unterwäsche integrierte respektive einsetzbare harte Schalen oder weiche Polster – reduzieren das Risiko einer Hüftfraktur als Folge eines Sturzes um rund 40 Prozent.
Stichprobenkontrolle
Die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung hat 2009 im Rahmen des Bundesgesetzes über die Sicherheit von technischen Einrichtungen und Geräten (STEG) eine Stichprobe von 16 Hüftschutzsystemen (Protektoren und Hosen) durchgeführt. Produkte, die nicht die gesetzlichen Anforderungen erfüllen, sind keine gefunden worden. Es wurden aber grosse Qualitätsunterschiede festgestellt.
Die Hüftschutzsysteme wurden
- in einer Laborprüfung gemäss dem bfu-Prüfreglement R 0407 untersucht und bezüglich ihrer Stossdämpfungseigenschaften analysiert und verglichen sowie
- in einem genau definierten Praxistest nach den massgebenden Kriterien wie praktische Anwendung/Handhabung, Verschiebung der Protektoren bei verschiedenen Tätigkeiten, Passform/Komfort und Pflege geprüft.
Fachtagung "Der Einsatz des Hüftprotektors in Heimen und Spitälern", Mai 2007