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Handgelenkschutz (HGS) für das Snowboardfahren 

Projekttitel:

Handgelenkschutz (HGS) für Snowboardfahrer

 

Projekt-Nr.:

142.2002.61

 

Projektleitung:            

Othmar Brügger

 

Auftraggeber:

bfu

 

Ausgangslage:

 

Jährlich verunfallen rund 26'000 Personen beim Snowboardfahren. Davon erleiden 20 % Verletzungen des Handgelenks, wenn beim Sturz oder der Kollision kein Handgelenkschutz (HGS) getragen wird. Gemäss der Erhebung der bfu von März 2005 tragen 40 % der Snowboardfahrenden einen HGS. Die bfu hat mit einer Delphi-Befragung (vgl. Brügger, O. (2004). Helm und HGS im Schneesport: Wirkung und Anforderungen (bfu-Report Nr. 54)) zehn Anforderungen an einen wirksamen Handgelenkschutz festgelegt. Zurzeit gibt es auf dem Markt keinen HGS, der all diese Anforderungen erfüllt. Das Tragen eines HGS ist im Gegensatz zu Helm und Rückenprotektor bei den Snowboardfahrenden nicht "in", dies unter anderem deshalb, weil ein HGS hauptsächlich von Anfängern getragen werden sollte und die Profis im Vergleich zum Helmtragen nicht Vorbilder sein können.

 

Ziel:

 

Entwicklung und Implementation eines wirksamen Handgelenkschutzes gemäss den Kriterien des bfu-Reports Nr. 54 für Snowboardfahrende in der Schweiz, der bequem, ergonomisch und modisch ist; Förderung des Verkaufs, Erhöhung der Tragquote.

In Zusammenarbeit mit der EMPA Erarbeitung eines Prüfreglements für die Vergabe des bfu-Sicherheitszeichens (bfu-SiZe)

 

Vorgehen:

 

  • Diskussion mit internationalen Experten fördern (AG PSA der ISSS).
    Beratung von Herstellern bei der Entwicklung und Produktion von HGS (im Moment Scott, Snowlife, Flexmeter). Erarbeiten eines Prüfreglement durch die EMPA (externer Auftrag).
    Überprüfung und allenfalls Anpassung der von der bfu im Report 54 festgelegten Anforderungen
  • Information von Herstellern über die Anforderungen an einen wirksamen HGS. Längerfristig: Initiierung einer Normengruppe und Erarbeitung einer EN oder ISO Norm für HGS Snowboard.
    Sobald ein entsprechender HGS auf dem Schweizer Markt erhältlich ist: Sensibilisierung der Snowboardfahrenden für die Wirksamkeit und Notwendigkeit eines HGS, Förderung des Kaufs und des Tragens von wirksamen HGS durch die bfu-Kampagne Schneesport und evtl. durch das bfu-SiZe.
    Qualitätssicherung: Erhebung der auf dem Schweizer Markt erhältlichen Handgelenkschützer, qualitative Prüfung der erhältlichen Handgelenkschützer, evtl. Prüfung von HGS durch EMPA nach dem künftigen Prüfreglement.
    Untersuchung der Wirksamkeit der entwickelten HGS mit einer neuen Forschungsstudie.
    Periodische Erhebung der Tragquoten inkl. Typ HGS im Rahmen der Erhebung PSA Schneesport.

 

Nutzen:

Die häufige Verwendung von wirksamen Handgelenkschützern beim Snowboardfahren reduziert die Anzahl Handgelenksverletzungen, insbesondere bei Anfängern. Dadurch werden Kosten gesenkt und die Freude am Sport erhalten. bfu-Leader etabliert sich und festigt die Position als Opinienleader im Bereich PSA im Sport.

 

Terminplan:

2008

 

 

 

 

Projektteam:

Othmar Brügger

 

 

 

 

Monique Walter

 

 

 

 

Tanja Hofer

 

 

 

Robert. Nyffenegger
Roland. Hämmerlin
Regula Hayoz
Stefan Siegrist
Total


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